Dienstag, 1. Juni 2010

Murphy.

Im Grunde ist es ein logisches Phänomen:
Wer sucht, der findet nicht.
Nur wer nicht sucht, der findet.

Ich meine,
wollten Sie z.B, schon einmal unbedingt einen Pullover kaufen?
Also dringend, zwingend und überhaupt.
Erinnern Sie sich doch einmal,
was in solchen Momenten passiert?
Exakt!
Sie werden keinen finden!
Um die halbe Welt reisen könnten Sie,
aber NEIN.
Für Sie ist einfach nichts dabei.
Ok., mag sein, dass Sie der ein oder anderen Kuscheligkeit
erliegen,
weil:
die Wolle fühlt sich einfach verdammt gut an!
Oder, na ja, ein Schnäppchen halt...
Aber am nächsten Tag stehen Sie da und fragen sich,
was Sie eigentlich mit dem Teil sollen.
Vielleicht werden Sie es noch das ein oder andere Mal tragen,
weil, na ja, und eben...
Aber so richtig wohl fühlen Sie sich darin letztlich nicht.

Und dann, dann wieder gibt es so Sommertage.
Auf dem Weg zur Eisdiele gehen Sie an einem Schaufenster vorbei,
in dem ein Wollpulli hängt,
und denken sich so:
Hey, was soll der Wollpulli da im Schaufenster?
Und dass er Ihnen durchaus gefallen würde.
Aber es sind 30 Grad im Schatten.
Und na ja, wer kauft da schon Wollpullis?

Nichts desto trotz werden Sie sein Bild nicht mehr los.
Tag und Nacht denken Sie daran,
wie er sich wohl anfühlen mag,
dieser Wollpulli.
Sie schleichen um den Laden, das Fenster herum.
Aber NEIN, Nein, Sie brauchen doch gerade gar keinen Wollpulli!
Immerhin ist Hochsommer. Und überhaupt.

Wenn Sie ein kluger Mensch sind, dann gehen Sie irgendwann in den Laden.
Fassen ein bisschen an. Streifen kurz über. Und fühlen sich wohl.
In dem Pulli.
Oder eben auch nicht.

Die Verkäuferin ist so oder so verhandlungsbereit,
Sie sind schließlich nicht der Einzige, der weiss,
dass gerade nicht wirklich Wollpullisaison ist!

Und dann, mit ganz viel Glück,
finden Sie ganz vielleicht,
den allerschönsten Wollpulli Ihres Lebens.
Einen, von dem Sie sich nie wieder trennen wollen!
Und bezahlen dafür einen mehr als fairen Preis.

(Das Eis lässt sich sicher vorsichtig rauswaschen.)

Kommentare:

  1. Ja, sehr schönes Beispiel...zwingend einleuchtend... trifft eigentlich auf fast alles zu, bis auf Pullover, aber das mag geschlechtsspezifisch sein...

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  2. Ja haben Sie denn keine inneren Bilder? Oder haben Sie nur einfach keine inneren Bilder von Pullovern? Haben Männer am Ende gar keinen Bezug zu Pullovern? Und woran, wenn, liegt das? Fragen über Fragen! Und das am frühen Nachmittag...

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  3. Nun ist es (Freitag)Abend geworden, die Sonne geht unter - und mir wird klar: ich hätte mich mal lieber rechtzeitig um einen >Pullover< kümmern soll'n... jaja, krumm geboren, nichts da zugewärmt und die Hälfte wieder verfressen...

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  4. Sowieso ärgerlich, dass der Mensch sich irgendwann seines Fells entledigt hat.

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  5. @Dani: Oh, in diesem Fall empfehle ich: Besuchen Sie mehr Str.ckblogs!

    @Sir MQ: Finden Sie? Also ich könnte gerne auf das ein oder andere deutliche Rudiment an meinem Körper (die Dreifaltigkeit traditioneller Bereiche mal ausgespart) gepflegt verzichten. Das würde mir eine Menge Zeit/Geld und bisweilen auch Schmerz ersparen...

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