Dienstag, 11. Mai 2010

Wenn der Hafer nicht mehr sticht

Ewig in den gleichen Zirkeln rennen.
Wohlwissend.
Und doch vor sich selbst verleugnend.
Tag für Tag.
Jahr um Jahr.

Älteres Leben tut vor allem eins:
Es galoppiert an einer ewig gleichen Longe.
Immer im Kreis.
Und nur vermeintlich voran.

Keine Traute mehr,
auszubrechen.
Kein Bocken, Treten.
Abwerfen.

Zu wichtig ist der Hafer.
Die Wärme des Stalles geworden.
Als das man noch...

Elende Verlustangst.
All überall...
Selbst wenn man nur im Bretterschuppen steht.

Kommentare:

  1. Und wenn man es doch tut, sind schlaflose Nächte noch die mildeste Begleiterscheinung.

    AntwortenLöschen
  2. Hafer gibts nur noch als Brei. Und wer einen Bretterschuppen sein Eigen nennen darf, hat es weit gebracht...

    AntwortenLöschen
  3. @Beide: Und wissen Sie, was das Schlimmste daran ist?
    Wir bauen die "Jäger"Zäune höchstselbst...nur, weil wir meinen, dass es anders nicht geht. Ohne es je wirklich ersthaft probiert zu haben.
    Pervers, irgendwie.

    AntwortenLöschen
  4. Moment! Pervers ist aber irgendwie geil! ...also müssen wir nur endlich losgehen, brennspiritus kaufen, die jägerzäune anpinseln, nochmal losgehen, zündholzer kaufen, nochmal losgehen, nochmal zündhölzer kaufen, weil die letzten in der Hemdtasche nass geheult worden sind, und den Scheißzaun zusammen mit dem ganzen Viertel der Desillusion in Brand stecken. Und nicht vergessen: zwischen all den Flammen halbnackt, Triangel spielend, herumtanzen! (Ohne Triangel hat einen der Binärcode sofort wieder am Schneewittchen!)

    AntwortenLöschen
  5. @Dani: Halbnackt...da fängt es doch schon an!

    @Sir MQ: Kann es sein, dass Ihre humoreske Phase langsam ein beunruhigend fröhliches Ausmaß annimmt? Es besteht doch hoffentlich keine Ansteckungsgefahr...

    AntwortenLöschen