Sonntag, 30. Mai 2010

Dia.metral

All die Spalten
Risse
die zu Scharten gemacht
Schlösser bergen
und Burgen schließen
mir schwer
um Leib und Seele
in Hirn und Herz
gebunden
das Band bilden
Schnitt um Schnitt
die Oberfläche ritzen
vorsichtig
Schärfe
zu viel Schärfe
und doch Lust
unfreiwillige Freiwilligkeit
Wollen
aber nicht können
gebähren

Das gelbere Grün
Das rotere Blau
Sonnenorange
nachtschwarz
gefärbt

Rosa Brillen
Gräu(s)lich verspiegelt

Was bleibt ist Wunsch
Und das Wissen darum.

Wer kennt schon den Weg?
(Oder gar die Wahrheit.)

Freitag, 28. Mai 2010

Große Frage

Was tut Mensch eigentlich, wenn er zunehmend feststellt, dass er Menschen eigentlich nicht wirklich mag?

(Und kommen Sie mir nicht mit Tieren, Tiere sind auch keine Lösung!)

Dienstag, 25. Mai 2010

Und konträr dazu: Mädchenwünsche. Gottverdammte Mädchenwünsche...

Weil ich ein Junge bin...

Verglichen bin ich wohl insgesamt recht undramatisch.
Obwohl undramatisch, na ja, das stimmt nun auch nicht ganz..
Aber ich haue meine Dramen raus,
flegele sie unhöflich direkt dorthin,
wo ich ihren Ursprung vermute
und schere mich nicht um Konsequenzen.
Es sind die DIREKTEN Augenblicke, die uns lebendig machen!
So oder so.
Denke ich dann.
Und irre mich im Zweifel.

Danach dann, bin ich wieder ruhig.
Viel zu ruhig, meistens.
Denn wenn ich nicht dramatisch bin,
bin ich fast schon ein Grab.
Der stoischste Quell den vermeintliche Gleichmütigkeit je gesehen hat.
Das habe ich lange geübt.

So lange,
dass ich es mittlerweile aus dem Stand heraus beherrsche.

Bitter, irgendwie.

Dienstag, 11. Mai 2010

Wenn der Hafer nicht mehr sticht

Ewig in den gleichen Zirkeln rennen.
Wohlwissend.
Und doch vor sich selbst verleugnend.
Tag für Tag.
Jahr um Jahr.

Älteres Leben tut vor allem eins:
Es galoppiert an einer ewig gleichen Longe.
Immer im Kreis.
Und nur vermeintlich voran.

Keine Traute mehr,
auszubrechen.
Kein Bocken, Treten.
Abwerfen.

Zu wichtig ist der Hafer.
Die Wärme des Stalles geworden.
Als das man noch...

Elende Verlustangst.
All überall...
Selbst wenn man nur im Bretterschuppen steht.

Dienstag, 4. Mai 2010

Und wenn sie nicht gestorben sind..( 2)

Manchmal kommt ihr das Haus verlassen vor.
Wie ein altes, ächzendes Gebäude, in dem niemand mehr lebt.
Sicher, tagein, tagaus gehen die Menschen an ihr vorüber.
Grußlos und in Eile.
Hin und an hält ein Blick sich sogar kurz an ihr fest, sieht sie verwundert an,
wie sieh da so sitzt, auf den Stufen.

Gespräche darüber gibt es jedoch nicht.
Fragen auch nicht.
Warum auch?

Sie ist zu einem Stück Inventar geworden, auf diesen Stufen.
Richtung Himmel.
Geliebt. Gehasst. Und meist ohne Beachtung.

Zart.