Samstag, 2. Januar 2010

Kein Silvester ist auch eine Lösung. Nur eben nicht für alles.

Versöhnlich2


Ich habe also etwas getan, was ich noch nie zuvor getan habe: Silvester zu ignonieren versucht.
Im Grunde schwebt mir das ja schon seit Jahren im Kopf, aber ich hatte eben auch Angst:
Was, wenn es mich plötzlich und unverhofft überkommt? Wenn ich meine, der einsamste Mensch auf der ganzen Welt zu sein? Vollkommen allein, zu Silvester! Oh je.... Nicht, dass ich mit dem Alleinesein grundsätzlich Probleme hätte. Auch nicht, dass ich solche Anflüge nicht auch des öfteren an anderen Tagen im Jahr hätte. Aber Silvester? Das schien mir dann doch stets eine zu krasse Herausforderung. Man will ja nicht Dummheiten machen, nur weil man die eigene Soziophobie überschätzt hat!
Und, na ja, die Liebsten sieht man eh viel zu selten. Da ist so ein Tag dann schon einen schöne Gelegenheit. Außerdem hat es ja auch Traditon. Mittlerweile. Und überhaupt.
Diesen Jahr dann aber: Einfach nur kaputt. Weil, na ja, dieses Jahr (also mittlerweile letztes) das hatte es irgendwie schon in sich. Und das nicht unbedingt im positivsten Sinne. Wenn auch wegbereitend, wohl. Noch dazu den Zettel voll. Mit 172kg MDF. Und sonstigem Pflasterkram. Absolut absehbar, was das bedeutet. Schon vor Wochen.
Und so habe ich nachgedacht, reflektiert, antizipiert. Und letztlich konsequent negiert: KEIN SILVESTER, dieses Jahr.
Immer mit ein klein wenig Restangst im Bauch...
Aber was soll ich Ihnen sagen: Vollkommen unbegründet! Um ehrlich zu sein, fand ich es sogar großartig!
Und selbst die Live-Streams ins ferne Partyland zwischendurch erzeugten keine sonderliche Wehmut.
Dumm ist nur, dass mein Tag-Nacht Dings trotzdem im Eimer ist. Jetzt. Es war einfach zu laut.
Und dass ich mich überschätzt habe, was die Beweglichkeit von MDF Platten angeht. Die Dinger sind noch schwerer, als das vom letzten Jahr...ich werde Hilfe brauchen. Und ein neues Heizungsthermostat. Herrjeh! Nun gut.
Ansonsten Aussöhnungszeiten und -wünsche. Ich will es liebhaben können, dieses Jahr. So richtig!
Und zumindest das Tier spielt - im Gegensatz zum Schlaf (welchen das Tier jedoch gerade neiderweckend und wild träumend vor mir zelebriert) - schon 'mal mit. Der Rest muss sich sehen...

In diesem Sinne: Happy Zwanzigzehn dort draußen!


Versöhnlich

Kommentare:

  1. Irgendwie frage ich mich aber auch, was diese Heimwerkerei kompensiert? Nein, nein, bitte nicht mißverstehen - alles kompensiert ja irgendwas anderes, das Leben ein einziger großer Kompressor... aber diese Heimwerkerei... ich mein... haben Sie jemanden umgebracht? oder auf der Arbeit Bürotacker geklaut?

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  2. Nun mein werter Herr Sub: Über die püschologische Bedeutung des tiefsitzenden Heimwerkdranges habe ich auch schon diverse Jahre meines Lebens nachgedacht... Sie stossen also nicht auf unbearbeitete Äcker! Aber Kompensation? Nein, ich glaube eher nicht. Obwohl...irgendwie ist ja alles Kompensation... Ach.

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