Dienstag, 24. August 2010

Ciao, altes Leben.

Das Schlimmste ist wirklich überstanden.

Es geht mir gut. So gut wie schon sehr sehr lange nicht mehr.

Und deshalb ist an dieser Stelle definitiv Schluß.



Freitag, 20. August 2010

Alles.

Wird.
Ist.
GUT!

Kaum zu glauben, dieses Gefühl.

Nach dem Horror der letzten zwei Wochen...

(Ich schwebe zwar noch nicht (dazu habe ich einfach zu viel Erfahrung), aber fast... Die Dinge können SOOOOO einfach sein. Man muss Sie nur lassen!)

Musik!



Samstag, 7. August 2010

Es

Gehört hier nicht hin.

Eigen.

Artig.

Aber.

Wahr.

Vielleicht dann doch, nun?

Montag, 2. August 2010

Und dann...

behalte ich meine Verwirrung für mich.
Ersteinmal.
Weil ich so bin.
So funktioniere.
Und weil ich nicht weiß..

Schnaps trinken ist ein Indikator.
Ein ziemlich sicherer sogar.
: Ich bin verwirrt...

Gedacht hätte das ersteinmal.
Niemand.
Und auch ich zweifele noch daran.
Aber, nun, aber...

Ich lasse Dich nicht los.
Nein.

Ich nehme mir nur einen Teil der Freiheit,
die Du in mir hast.

Das mag seltsam sein.
Oder auch völlig normal.
Wer vermag das schon zu beurteilen?

Weird!

Montag, 26. Juli 2010

Selig sind die Enttäuschten.




Einer dieser Momente,
in denen man sich fragt,
wer - oder was - das falsche Bild hat - oder ist.

Manchmal würde ich wirklich gerne reinschauen, in andere.
Um zu wissen. Zu verstehen.
Also mehr.
Und dann wieder, denke ich: Nein. Besser nicht.
Obwohl: Das stimmt nicht. Reinschauen möchte ich so oder so..
auch wenn mir das Gesehene vielleicht nicht gefiele.

Kopfschütteln.

Kopfschütteln ist immer die schlimmste aller Optionen.
Aus jedwelcher Richtung gesehen.
Ob nun von drinnen nach draußen.
Oder von draußen nach drinnen.
Ich scheine da tief geprägt.

Ich bin Kopfschüttelparanoikerin. Wie es scheint.
Dabei kann ich das eigentlich ganz gut.
Also den Kopf schütteln.
Von links nach recht.
Oben nach unten.
Unten nach oben.
Und sogar von hinten nach vorn.
Mosh. Mosh.
Krieg ich hin, kein Problem!
Ganz ohne Nackenstarre und Gerüstverlust.

Und doch...

Täuschungen.
In der Täuschung liegt der Tod begraben!
Niemals, aber auch niemals,
darf man...

Das kleine Kind.
Enttäuscht.
Sag, wo darf ich weinen, wenn nicht hier?

Das große lacht sarkastisch.
Heulsuse! Was willst Du eigentlich?

Ja, was?

Freitag, 16. Juli 2010

Und was meint jetzt das?

"Hühnchenhaut!"

(Das interessante bei dem Gedanken ist, dass er mir die Missverständlichkeit von allem 'mal wieder deutlich vor Augen führt!
Was also, dächten Sie, was es meinte, stünde hier gerade einfach nur: Hühnchenhaut! Hmm?)

Freitag, 9. Juli 2010

Statusreport

Ich klebe. Obwohl mir endlich nicht mehr heiß ist.
(Vorteil Fort Knox. Merken!)

Ich bin müde. Aber alles um mich herum ist Honig.
(Merke: Mutterbesuche in Stressphasen in Zukunft vermeiden.
Mit Bruder lau in der Nacht sitzen hingegen hellt einges auf.)

Ich bin ein glücklicher Mensch.
Trotzdem. Und einfach nur so.
(Ist bestimmt der Honig! Der macht alles so zäh und unwirklich.)

Kings of Convenience eignen sich noch immer perfekt als Hintergrundbeschallung.
(Lauter drehen! Einfach 'mal lauter drehen!)

Die Katze war seit Tagen nicht da. Aber vielleicht haben wir uns auch nur nie getroffen.

Leben kann alles sein. So insgesamt.
Mind the gap!

Montag, 21. Juni 2010

All the monsters...




Würde man also sagen, was zu sagen sein könnte, worauf liefen die eigenen Worte hinaus?
Spräche man von dieser Flutwelle, die einen in Gedanken immer dann erfasst, wenn man sich zu nah an den Strand gewagt hat?
Die einem den Kopf - fast nur, zum Glück - wegschwemmt, wie einen leeren sinnlosen Ballon. Tief drinnen im Körper.
Spräche man von dem Zittern, dass einen ereilt. Unter jedwelcher Vorstellung. Und von der Angst, die man plötzlich empfindet.
Grundlos. Und vor allem. Wieder und wieder.

Nein. All das, man behielte es erst einmal für sich.

Sand ist Sand. Sand bleibt Sand. Sand wird Sand sein.

Statt dessen ginge man durch die kleinen Befestigungen. Kiefer um Kiefer. Richtung Haff.
Mit einem stillen Lächeln auf den Lippen.

Ab und an würde man etwas entdecken, von den Rändern her.

Boden ist Boden. Boden bleibt Boden. Boden wird Boden sein.

Vielleicht würde man, dann, wenn der Bodden erreicht ist,
sich zur Seite wenden.
Nur um zu sagen:
Schön!

Man würde es meinen. Mehr als.

Und darauf warten, dass einem einer sein Wort gibt.

Aber es könnte auch anders sein.

Würde man nur endlich sagen, was zu sagen sein könnte.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Nachbarschaftskneipentesterin H.

Es gibt so Tage, da ist einem einfach nach was.
Und man weiß sogar ganz genau wonach:
Saganaki. Krautsalat. Und eventuell Tomatenreis.
Jawoll!
Um ehrlich zu sein, ist mir schon seit mindestens 14 danach.
Aber ach, irgendwie war ich dann doch immer zu bequem.
Oder der Wunsch halt doch nicht dringlich genug.
Heute dann aber,
entspannt trotz Kopfoverdose von außen.
Sonne. Gleichmut.
Und Hunger.
Genau darauf.
Kuchen backen lässt sich auch noch um halb zehn.
Dann wirds eh so langsam dunkel...
Denkt sich Frau H. und tigert los.
Richtung Viertel Zentrum.
Dabei geht sie zum wiederholten Male
am Nachbarschaftsgriechen vorbei,
der in letzter Zeit ja deutlich frequentierter erscheint...
Vielleicht doch mal ausprobieren, brummts im Köpfchen?
Aber vielleicht hat er ja gar nicht genau das?
Und außerdem muss Frau H. eh erst noch zur Bank.
Also Richtung Zentrum zum altbekannten.
Das allerdings,
so erinnert sich unsere Entspannte,
war die letzten Male doch eher mau..
Und als ihr dann auch noch das scheinbar dritte Spiel des Tages
- (und ich dachte es wären immer nur 2 und wähnte mich sicher!) -
aus dem Flachbildwald entgegenschallt,
steht ihr Entschluß fest:
Umkehr und testen!

Frau H. sitzt kaum, da kommt auch schon die Servicefee.
Mit der Karte und einem eiskalten Ouzo in der Hand.
Und auch wenn Frau H. es damit eigentlich nicht so hat,
fand sie das irgendwie entzückend.
Die Karte hält, wie Frau H. erfreut feststellt,
alle drei gewünschten Speisen parat.
Und bereits einen halbe Bierlänge später stehen diese wunderbar zeitgleich vor ihr.




Flankiert von einem wirklich göttlich aussehenden Bauernbrot.
Und Olivenpaste.
Aufs Haus.
Und vom Haus selbstgemacht.
Nun liebt Frau H. ja gutes Brot.
Vor allem Bauern.
Und hasst schlechtes.
Hamburg ist in dieser Hinsicht
(von einigen Ausnahmen, meist Bio, abgesehen)
eine überteuerte Stadt der Ödnis in den Augen von Frau H.
Was sie umso erfreuter feststellen lässt, dass das Brot nicht nur exorbitant gut aussieht,
sondern auch so schmeckt.
Leicht im Ofen angewärmt, mit krosser, rauchwürziger Kruste und softem Innenleben.
Die Olivenpaste ist geschmacksintensiv.
Und passt hervorragend!
Alleine das macht Frau eh schon entspannt H. nun entgültig momentverliebt.
Der Saganaki ist von einer fluffigen Ei-Mehl Panade umhüllt und wird
- wie es sich gehört! -
mit Zitrone gereicht.
Sehr fein!
Tomatenreis und Krautsalat sind guter Durchschnitt.
Und dabei ziemlich günstig.
Frau H. ist wahrhaft positv überrascht, und beschließt alssofort,
dass dies nicht ihr letzter Besuch gegenüber gewesen sein wird!
Schon alleine wegen dem Brot, von dem sie,
ganz entgegen ihrem mittlerweile nicht mehr so sonderlich ausgeprägtem Hungergefühl,
ganze drei halbe Scheiben verdrückt.

Satt und müde blickt sie an den Altbaufassaden empor,
auf denen das Gold des Tages ein letztes Mal aufspielt.




Versonnen wandert ihr Blick am Blau der so herrlich piefigen Plastikstühle vorbei ins Grün der Linden....



"Schön, schön, schön... dieses kleine Stückchen O, das mich umgibt!"
Denkt sie, nicht zum ersten Mal, während aus naher Ferne vereinzelt eine Vuvuzela trötet.
Eine erfrischende Oase der Normalität.
Zwischen kleiner Szene und halbem Hype.
(Der sich hoffentlich nie in Gänze durchsetzen wird!)
Einfach. Persönlich. Unprätentiös.

Und ist für einen kleinen langen Moment
durch und durch glücklich...

Gekrönt nun noch,
von diesem Geruch:



(Und nach all dem fühlt sich Frau H. jetzt fast wie ein Kochblog.)

Freitag, 11. Juni 2010

Frau H. auf der Flucht

ES geht wieder los...



Immer dann, wenn irgendwas in dieser Art ansteht, verwandelt sich Frau H.'s ansonsten so beschaulich angenehmes Viertel in einen Public Viewing Moloch. All überall flackern die Flachbildschirme. Drinnen, draußen. Selbst vor Kiosk 2000 bleibt frau nicht verschont. Ob man will oder nicht: Man wandelt von einem Übertragungspunkt direkt in den nächsten...
Ist das eigentlich überall so? Oder nur in den sogenannten Szene Vierteln?

(Immerhin: Die Filmhauskneipe scheint Fussi-frei zu sein. Das wäre dann ja schon die halbe draußen Miete!)

Mittwoch, 9. Juni 2010

Galvanic music. (Oder:Let's plain the past.)


Grün. Grün. Grün...
Schleicht sich die Farbe zaghaft in den Radius der höchst gezirkelten Zelle zurück.

Aus zarten Gespinnsten glitzert feuchter Tau,
ein Zeuge,
wie von den Derwischen der Nacht bestellt.

Streng mahnen sie ab!

Im Zweifel für die Verteidigung...,
schlägts Hämmerchen und trutzt verbissen.
Wer würde da schon widersprechen?

Morgenmüde schleicht ein Fuß aus dem Dunkel,
während sich weiteroben Herz und Hirn und Dazwischen
den alten Kampf liefern:
ES - ÜBERICH - ICH.
Diese halbschlauen Götzen.

Staunend, halb noch nicht wach,
sehe ich zu.

Warum nur, macht ihr es Euch so kompliziert?

Es liegt mir auf den Lippen. Und doch:
Ich sage nichts.

So einfach ergreift vor dem jüngsten Gericht niemand ungefragt das Wort!

Ääähhhemm....

Ruhe im Saal!

...und meine Aussage? Was ist mit meiner Aussage?

"Für's Protokoll."

---

Eigentlich möchte man dem Haftrichter am Liebsten direkt vorgeführt werden.
Oder zumindest erstmal schriftlich vorgeladen.

Diese kafkaesken Verhöre sind so, so, so...

Und die Dame am Amt
- die gleichzeitig die Dame vom Amt ist -
ist eh meist hilflos..
weil völlig überfordert.

Dabei ist sie von Haus aus eigentlich brünett.

Aber wahrscheinlich besteht genau darin das Problem:
Zuviel Kopfmüll!

Allerorten.

---

Bells Hund kläfft agressiv.
Bevor und nachdem er im Maulkorb steckt.
Während die Katze unter dem Ofen schnurrt
und beobachtet.

Das liegt ihr mehr.
Als Bell.

Katzen sind nuneinmal keine Hunde.

---

Sei's drum!

Vergeben und vergessen.

Vielleicht hat es ja auf dem Flohmarkt noch ein guterhaltenes "W".

Leicht verschmutzt und mit Gebrauchsspuren.

Shabby ist das neue Gold!

---

Mau.

---

in der Mitte der Welt geht Gabriel auf und ab.

---

"Warum nur",
murmelt er,
"warum nur, macht ihr es Euch so kompliziert?
Wisst ihr denn heute noch nicht,
ob ihr Euch jemals so sehr vermissen werdet,
wie morgen?
"

"Irgendetwas in uns glaubt immer.
Und irgendetwas in uns hofft.
Mindestens ebenso.
Oft.
Aber irgendetwas in uns.
Ist immanent.
Gelernt.
Neigt.
Sich.
Und uns.
Dabei.
Auch.
Immer.
Ins Gegenteil.

Dabei weiß,
NIEMAND
je.
Vorher.

"Ob das Wagnis sich lohnt?"


Samstag, 5. Juni 2010

Reduktion.

Und wieder eine Tonne vor der Tür.

Alles wird leichter.
Und klarer.

Frei, frei, frei...
möchte man rufen!

Selten tat loslassen so wenig weh.
Gute Zeit, wie es scheint.
Dafür.

Am liebsten würde ich nichts behalten,
als die nackte, zerschundene Haut.

Und, so Gott mich liese,
noch nicht einmal die...



(Edit: Aus gegebenem Anlass: Ok., die sechseinhalb Kilo Lebendbalast dürfen auch bleiben.
Aber nur, weil sie mittlerweile so schön eigenständig sind...)

Mittwoch, 2. Juni 2010

Abgeschnitten.

Ich wackele mit den Stummeln.
Und wünsche mir nichts sehnlichster,
als dass Du den Zaunpfahl erkennst.
Mit dem ich beständig winke.

Sicher,
leicht ist das nicht.
Wir sind einfach zu verfahren,
wie, wie...
ich weiß auch nicht.

Im Grunde weiß ich eh nichts.
Alles Hypothese die überprüft gehört.
Nur eben:
WIE?

So langsam entwickele ich eine Aversion gegen "W"-Wörter.
Sesamstraße war einmal. Oder so.

Und Du? Was ist eigentlich mit Dir?

Noch immer auf dem Weg zur Polizei?

---

Dienstag, 1. Juni 2010

Murphy.

Im Grunde ist es ein logisches Phänomen:
Wer sucht, der findet nicht.
Nur wer nicht sucht, der findet.

Ich meine,
wollten Sie z.B, schon einmal unbedingt einen Pullover kaufen?
Also dringend, zwingend und überhaupt.
Erinnern Sie sich doch einmal,
was in solchen Momenten passiert?
Exakt!
Sie werden keinen finden!
Um die halbe Welt reisen könnten Sie,
aber NEIN.
Für Sie ist einfach nichts dabei.
Ok., mag sein, dass Sie der ein oder anderen Kuscheligkeit
erliegen,
weil:
die Wolle fühlt sich einfach verdammt gut an!
Oder, na ja, ein Schnäppchen halt...
Aber am nächsten Tag stehen Sie da und fragen sich,
was Sie eigentlich mit dem Teil sollen.
Vielleicht werden Sie es noch das ein oder andere Mal tragen,
weil, na ja, und eben...
Aber so richtig wohl fühlen Sie sich darin letztlich nicht.

Und dann, dann wieder gibt es so Sommertage.
Auf dem Weg zur Eisdiele gehen Sie an einem Schaufenster vorbei,
in dem ein Wollpulli hängt,
und denken sich so:
Hey, was soll der Wollpulli da im Schaufenster?
Und dass er Ihnen durchaus gefallen würde.
Aber es sind 30 Grad im Schatten.
Und na ja, wer kauft da schon Wollpullis?

Nichts desto trotz werden Sie sein Bild nicht mehr los.
Tag und Nacht denken Sie daran,
wie er sich wohl anfühlen mag,
dieser Wollpulli.
Sie schleichen um den Laden, das Fenster herum.
Aber NEIN, Nein, Sie brauchen doch gerade gar keinen Wollpulli!
Immerhin ist Hochsommer. Und überhaupt.

Wenn Sie ein kluger Mensch sind, dann gehen Sie irgendwann in den Laden.
Fassen ein bisschen an. Streifen kurz über. Und fühlen sich wohl.
In dem Pulli.
Oder eben auch nicht.

Die Verkäuferin ist so oder so verhandlungsbereit,
Sie sind schließlich nicht der Einzige, der weiss,
dass gerade nicht wirklich Wollpullisaison ist!

Und dann, mit ganz viel Glück,
finden Sie ganz vielleicht,
den allerschönsten Wollpulli Ihres Lebens.
Einen, von dem Sie sich nie wieder trennen wollen!
Und bezahlen dafür einen mehr als fairen Preis.

(Das Eis lässt sich sicher vorsichtig rauswaschen.)

Vorweggenommene Vergangenheitsformen. (1.)

"Dieses Warten, es war kein Warten.
Es war einfach nur Zeit, die verging.
Solange, bis es irgendwann zu spät war."


(Subtitel:
Sie nennen es Glauben.
Oder:
Wer Heiden bekehren will,
muss Gott in viele Teile spalten.)


Sonntag, 30. Mai 2010

Dia.metral

All die Spalten
Risse
die zu Scharten gemacht
Schlösser bergen
und Burgen schließen
mir schwer
um Leib und Seele
in Hirn und Herz
gebunden
das Band bilden
Schnitt um Schnitt
die Oberfläche ritzen
vorsichtig
Schärfe
zu viel Schärfe
und doch Lust
unfreiwillige Freiwilligkeit
Wollen
aber nicht können
gebähren

Das gelbere Grün
Das rotere Blau
Sonnenorange
nachtschwarz
gefärbt

Rosa Brillen
Gräu(s)lich verspiegelt

Was bleibt ist Wunsch
Und das Wissen darum.

Wer kennt schon den Weg?
(Oder gar die Wahrheit.)

Freitag, 28. Mai 2010

Große Frage

Was tut Mensch eigentlich, wenn er zunehmend feststellt, dass er Menschen eigentlich nicht wirklich mag?

(Und kommen Sie mir nicht mit Tieren, Tiere sind auch keine Lösung!)

Dienstag, 25. Mai 2010

Und konträr dazu: Mädchenwünsche. Gottverdammte Mädchenwünsche...

Weil ich ein Junge bin...

Verglichen bin ich wohl insgesamt recht undramatisch.
Obwohl undramatisch, na ja, das stimmt nun auch nicht ganz..
Aber ich haue meine Dramen raus,
flegele sie unhöflich direkt dorthin,
wo ich ihren Ursprung vermute
und schere mich nicht um Konsequenzen.
Es sind die DIREKTEN Augenblicke, die uns lebendig machen!
So oder so.
Denke ich dann.
Und irre mich im Zweifel.

Danach dann, bin ich wieder ruhig.
Viel zu ruhig, meistens.
Denn wenn ich nicht dramatisch bin,
bin ich fast schon ein Grab.
Der stoischste Quell den vermeintliche Gleichmütigkeit je gesehen hat.
Das habe ich lange geübt.

So lange,
dass ich es mittlerweile aus dem Stand heraus beherrsche.

Bitter, irgendwie.

Dienstag, 11. Mai 2010

Wenn der Hafer nicht mehr sticht

Ewig in den gleichen Zirkeln rennen.
Wohlwissend.
Und doch vor sich selbst verleugnend.
Tag für Tag.
Jahr um Jahr.

Älteres Leben tut vor allem eins:
Es galoppiert an einer ewig gleichen Longe.
Immer im Kreis.
Und nur vermeintlich voran.

Keine Traute mehr,
auszubrechen.
Kein Bocken, Treten.
Abwerfen.

Zu wichtig ist der Hafer.
Die Wärme des Stalles geworden.
Als das man noch...

Elende Verlustangst.
All überall...
Selbst wenn man nur im Bretterschuppen steht.

Dienstag, 4. Mai 2010

Und wenn sie nicht gestorben sind..( 2)

Manchmal kommt ihr das Haus verlassen vor.
Wie ein altes, ächzendes Gebäude, in dem niemand mehr lebt.
Sicher, tagein, tagaus gehen die Menschen an ihr vorüber.
Grußlos und in Eile.
Hin und an hält ein Blick sich sogar kurz an ihr fest, sieht sie verwundert an,
wie sieh da so sitzt, auf den Stufen.

Gespräche darüber gibt es jedoch nicht.
Fragen auch nicht.
Warum auch?

Sie ist zu einem Stück Inventar geworden, auf diesen Stufen.
Richtung Himmel.
Geliebt. Gehasst. Und meist ohne Beachtung.

Zart.

Donnerstag, 29. April 2010

Dienstag, 20. April 2010

Und nun..

...sehen Sie sich bitte 'mal DAS an.
Und gehen ein wenig in sich...

(Tief unter uns, da brodelt sie, die Hölle. Kraftvoll, beherrscht und wunderschön. Aber dann, wenn wir die Himmel zu sehr missachten, in unserer Allherrlichkeit, dann. Ja dann reisst er selbst ihr... )

Samstag, 17. April 2010

WTF

Ich hasse es ausgeliefert zu sein.
Ich hasse es wirklich.
Nichts macht mich fertiger.
Egal wann, wo und wobei.
Dieses Gefühl
NICHTS
tun zu können.
NICHTS!
Ist das schrecklichste,
was man mir antun kann.

Countdown 14.15h.

Und dann?

Besäufnis fortsetzen?
Total cut by self?
Oder wieder einigermaßen versöhnt mit den Umständen?

(Geh' jetzt erst mal zum Eisenwarenhändler, das beruhigt mich bestimmt....)

Freitag, 16. April 2010

Kreuzunglücklich.

Alles nur Äußerlichkeiten. Vergänglich. Schnell. Und überhaupt.
War ich heute Morgen noch der Meinung, dass mir all das mit zunehmendem Alter
zunehmend egal wird, so hat mir das Leben genau für diesen Gedanken eine prompte Quittung erstellt.
In Form eines "Helmes".
Es ist zum Kotzen, aber sowas von.
Und ich bin kreuzunglücklich!
Von wegen: Nur Äußerlichkeiten...
Bei anderen vielleicht.
Ich allerdings komme mir nun nicht mehr vor wie ich selbst.

(Und morgen werde ich das erste Mal in meinem Leben eine Frisur monieren und um Nachbesserung bei Cheffe persönlich ersuchen. Weil: DAS geht so halt echt nicht! Und jetzt heule ich noch eine Runde. Über alles. So!)

Mittwoch, 31. März 2010

Heute:

Geburtstag N..
Dass ich da noch immer dran denke!

Ich wünsche Dir alles Gute, wo auch immer Du gerade bist.
Wie auch immer es Dir gerade geht.
Und ja: Manchmal fehlst Du mir.
Nach wie vor.


So sinnlos...das.
Und so neben dem, was man eigentlich mal wollte...

(Jeder versteht anders! Eine sich immer stärker manifestierende Erkenntnis...)

Montag, 22. März 2010

Schiffstuten. Und andere Menschengeräusche...

Es gibt so Dinge, die fallen einem zwar auf, aber so ganz und wirklich registrieren tut man sie eigentlich nicht...vor allem nach einer gewissen Zeit der Gewöhnung.
Und erst, wenn man sich eine Veränderung vorstellt, begreift man, wie süchtig man mittlerweile danach ist.
Bei mir ist ein solches "Ding" diese unglaublich ruhige Lage von Fort Knox.

Als Land-, ja eigentlich Waldkind, war mir Lärm (vor allem der von Verkehr und sonstig Urbanem) lange Zeit unbekanntes Land.
Wenn etwas laut war, innerhalb meines Erfahrungshorizontes, dann war es ein Traktor, der gerade vorüber fuhr.
Oder der Mähdrescher auf dem Feld nebenan.
Manchmal auch das Geräusch der Motorsägen im Wald.
Eine kleine Vielfalt. Und temporär stets sehr überschaubar.

Manchmal, wenn der Wind richtig stand, konnte man durch das offene Schlafzimmerfenster meiner Mutter auch die in der Ferne verlaufende Autobahn hören. Und die Blasmusik aus dem Festzelt im drei Kilometer entfernten Nachbarort.
Das war dann schon fast ein Ereignis!

Selbst als ich dann auszog, das Fürchten zu lernen, begegnete mir der städische Lärm ersteinmal nicht.

HB war von anderen Taubheiten geprägt. Und in WÜ wohnte ich letztlich zu idylisch.
So dass mich erst, nach Jahren, dann endlich jener Lärm erreichte, den Städte auch machen können.
Die erste Konfrontation war die S-Bahn - und vor allem die Güterzüge -vor meinem Fenster, die mir zeigten, dass es bisweilen nicht zwingend selbstverständlich ist, bei einem Telefonat das Gegenüber zu verstehen.
Und das bei Fernsehfilmen hin und wieder auch einmal der Ton wegbleiben kann, selbst wenn er eigentlich da ist.
Bei zu, versteht sich.

Aber nun gut, ich war jung, nicht sonderlich krüsch und hatte es ja schließlich so gewollt. So what?
Als ich dann - aus anderen Gründen - umzog, dachte ich erst gar nicht über die Traufe nach, die auf den Lärmregen der Bahnlinie folgen sollte:
Ausfallstraßenkreuzung.

Meine Möglichkeiten waren, nun, wie soll man sagen?: Ein wenig eingeschränkt.
Und es gab ja immerhin Schallschutzfenster. Ein absolutes Novum für mich!
Ebenso wie das Einzimmerisoappartment, auf das ich - aus anderen Gründen -so absolut scharf war.
Das Ausfallstraßen (und vor allem Ausfallstraßenkreuzungen mit Ampelbetrieb) die Bahn auf lange Sicht absolut toppen würden, hatte ich jedoch nicht erwartet.

War die lautstarke Belästigung vormals noch grob in die Traktorensparte einordnenbar, so zeigte sich die Ausfallstraße
als weitaus subtiler.
Im Grund glich sie den Autobahn-, Volksfestbeschallungswellen bei gutem Wind.
Nur lauter. Und nahezu immer.
Und damit auch ohne jede abenteuerliche Romantik.

In jenen zwei Jahren lernte ich nicht nur Ausfallstraßen hassen, nein, ich begriff auch, dass Schallschutzfenster schweres Geschütz sind, dass nur bei Kriegszuständen verwendet wird. Finger weg von was mit das!
Vor allem wenn man gerne bei offenem Fenster schläft.
Und auch sonst dem Fluss positiven Chis gegenüber nicht abgeneigt ist.

Nachdem ich nun also schwerst geübt war in Kurzschlaf und Isolierungserfahrung schien es mir an der Zeit für Lektion drei:
Dualismus!

Und so mietete ich erst einmal eine Wohnung, die von beidem etwas hatte. Also ein leicht lautes (Nord-) und ein sehr ruhiges (Süd-) Zimmer. Das funktionierte für eine gewisse Zeit auch ganz gut.
Ich schlief, selbst bei geöffnetem Fenster, im vergleichsweise ruhigen Norden und hielt mich ansonsten fröhlichst im ruhigen Süden auf.
Soland, bis mich die Umstände ganz in den Süden ziehen ließen.
Danach wurde ich mit dem Norden nie mehr so richtig warm.
Er war mir einfach zu laut!
Und so hatte ich zwar zwei Zimmer, nutzte aber faktisch - zwischenzeitliche, gescheiterte Versuche ausgenommen -zumeist nur eines.

Mit den WGs hatte ich abgeschlossen. Irgendwann fühlt man sich einfach zu alt.
Was eigentlich nur bedeutet, dass man keine Lust mehr hat, auf neuerliche Kompatibilitätsversuche.
Und diese verdammte Fiftyfifty-Chance. Außerdem wollte ich Wohnen und Schlafen endlich wieder getrennt.

Und das ist einer der Gründe für Fort Knox gewesen.
Der mir gerade, bei Sichten meines dämlichen Immoallerlei-abos wieder einmal auffiel.
Kein Unwichtiger!

Eines also, um endlich zu einem Ende zu kommen, muss man Fort Knox wirklich lassen:

ES IST SO VERDAMMT TRAUMHAFT RUHIG!

So ruhig, dass mir bei meiner Frau Mama im Kindheitszimmer mittlerweile selbst der im Wiesengrund rauschende Bach zu laut ist. Und das will was heißen...

In diesem Sinne, nicht immer, aber manchmal schon:

Dienstag, 16. März 2010

Vom Ganzen.

Ich bin schwierig.
Das hatte man mir gesagt. Und es doch akzeptiert.
Früh. Lang. Noch.

Dickschädelig. Schon immer gewesen.
Nicht zu ändern.

Es klang negativ. Nicht kompatibel.
Hoffnungslos.

Und so habe ich es irgendwann umformuliert,
für mich.
In: Eigen.

Vielleicht hat das auch jemand anders getan.
Für mich.
Vielleicht war es auch nur der einem mit dem Alter zunehmend begegnende Respekt.
So genau, kann ich das heute nicht mehr sagen.

Aber es gefiel mir eindeutig besser.

Nicht, dass ich mir darüber sofort bewusst gewesen wäre,
WAS GENAU (und wie exakt!),
ich es eben, da, mit jenem einen Wort,
formulierte...oder auch formuliert sah.
Aber. Es war.
So.
Und damit wahrscheinlich auch entscheidend.

Ich wurde groß
in diesem einen Glauben,
diesem einen Bewusstsein,
das "schwarze" Schaf zu sein.

Immer anders. Immer fremd.
Und so sehr ich mich auch bemühte,
mein Blöcken klang irgendwie immer schief.

Alles an mir war zerzaust. Wild.
Ungewaschen und roh.
In den Augen der Anderen.

Heute würde ich sagen:
Ich war echt!
Und zuwenig gebrochen.

Aber echt wollte man mich nicht.
Und so zog man mir ein Kleid über.
Aus scharzem Fell.
Sieh! Kind! Sieh!
Das wird Dir blühen!
Und ja, irgendwie blühte es auch.

Dieses Kleid, nun,
am Anfang fand ich es wohl lästig.
Es juckte, kratze,
fiel auf.
Und manchmal,
manchmal tat es weh.

Aber ich gewöhnte mich daran,
weil ich es nicht abstreifen konnte.
Denn dieses Kleid,
dass gab es so nie!
Wenn mein Fell schwarz wurde,
dann nur,
weil mich niemand gelehrt hatte,
wie wertvoll es ist.
Wie seidig, weich.
Und wärmend.

Weil es die Messer sein sollten,
die die Felle kurz hielten.
Und damit gepflegt.

Kälte? Was ist das.

Ich habe lange gebraucht,
zu begreifen,
dass ich kein schwarzes Schaf bin.
Nie eines war.

Und dass ich ein Fell habe,
wollweiße, vergessene Unterwolle.
Die mich selbst verfilzt noch wärmt.
Und immer wärmen wird.

Mehr,
als jede gemeinschaftliche Schur dieser Welt
es je vermögen wird...

Und so:

Sei!

Sei einfach nur...

(Du.)

Samstag, 13. März 2010

Frau H. shop(p)t



Noch ist nix vorbei zu spät. Und, als innere Einstimmung auf vielleicht doch noch kommende, bessere, Zeiten (und weil das Neffenkind Anlass hat), ging Frau H. dann heute los: SHOPEN! Also nicht SCHOPPEN, sondern (Achtung: Neudeutsch:) SHOPEN. (Obwohl Frau H. das ja schon mit zwei Panther P. schreiben würde, aber da meckert Blogschrott. Also mit einem, dann. Wie dem auch sei: Es geht dabei nicht um Wein.) Ach ja, Frau H. ist ein wenig witzig, gerade. Und ein wenig wirr. Das liegt an den Glückshormonen. Aufgrund des Schoppens, äh: Shopens.... Na ja, vielleicht war es auch das Bier. Egal: Frau H. war also Shoppen. (Mir doch wurscht, Blogschrott, mir doch wurscht...)
Jetzt werden Sie denken: Boh ey, VOLL interessant. Und ich gebe zu, Sie liegen damit gar nicht mal so falsch. AHHHBER: Frau H. ist und bleibt - Nomen est omen oder so - nun einmal im tiefsten Inneren ihres Herzens ein Weib. Und Weiber weibliche Wesen LIEBEN es nicht nur, einzukaufen, nein, sie lieben es auch davon zu berichten (und an dieser Stelle sind Sie bittschön einfach froh, dass es nicht um Schuhe geht, ja?) Na gut, Frau H. tut dies an sich nur sehr bedingt, aber dies hier ist ja schließlich ein Blog, und nicht die Realität. Da kann man schon mal Klischees bedienen, wenn es der Sache hilft und dem Unterhaltungswert förderlich erscheint.

Also, Frau H., SHOPPEN, juhu, juheeehhhh...

Frau H. wäre nicht Frau H. würde sie nicht mit einer solchen Tour im Baumarkt (Eisenwarenhändlerfreund war ausverkauft) beginnen:

- Schleifpapier, Extenderschleifer, 125mm, Körnung 40 (20 Stück)
- Holzspachtel
- Feinstaubmasken (2 Stück)
- Gipsschale, hoch

Dezent. Fürwahr.

Danach dann allerdings - kommen wir, oh kommen wir...zum ABSOLUTEN HÖHEPUNKT - :
Downtown Oh-wie-schön. Bahnhofsviertel!
An sich selten frequentiert. Für Schoppen. Weil latent zu spießig.
Aber es hat ja Anlass. Und Frau H. in diesem Zusammenhang Sehnsucht nach "Normal".
Also ordentlich, gebügelt und bloß nicht zu schlonzig oder extravagant.
Frau H. hat definitiv einen schwachen Tag.
Und Druck. Weil Anlass.
(Nur weil Frau H. mittlerweile offiziell exkonfirmiert ist, heißt das ja lange noch nicht, dass sie freigesprochen ist von Kirche in allen Lebenslagen. Leider!)
Frau H. geht also die Meile längst. Schlendert hierhinein, dann dort. Und letztlich wieder hier.
Ersteht zwischendurch ein Übergangsjäckchen in fröhlich, freundlichem Schwarz, dass sich auch zum Anlass gut tragen lassen wird (sportlich, sportlich...ist ja mittlerweile en vouge...und damit auch in Kirchen erlaubt) und kehrt, nachdem die Lage sondiert ist, wieder zurück in den ersten Laden.
Hier hat es ihr vor allem eine Hose angetan (aufgrund gewisser Körperveränderungen sind Hosen im Hause H. stets Thema. Vor allem solche, die sich sowohl jetzt, als auch nach hoffentlichem Wiedererreichen der Ausgangsbasis, tragen lassen!), Marleneangelehntes Jeanschen, hach! Und ein genüal reduziertes Kleiderl. Freundlich fröhlich schwarz, versteht sich! Shirt, aber seidig gefüttert, wuhhhh....voll edel!
Wie geschaffen für Anlässe. Und die Tage danach.
(Alternativ wägte Frau H. kurz ein sehr franzakisches Kleidchen mit Kurzjackerl im passenden Style...dunkelcreme bis hellbraun...aber wann zieht Frau das dann jeh wieder an? Und dafür, ne, dann doch zu expehnsiehve! Im Schrank verrotten bereits genügend dieser Kleidungsstücke...die mittlerweile einfach nur noch k(n)eifen...) Frau H. greift sich also das Marlenehöschen (wegen generellem Mangel und so) und das Shirtykleidchen (wegen Anlass) und überwindet sich gen Umkleide. Frau H. hasst Umkleiden. Ekelhafte Dinger. Und überhaupt... Nur eines hasst Frau H. noch mehr als Umkleiden: Umkleiden mit Betreuung!
Und exakt in einer solchen sollte sie sich nur wiederfinden...
Die Betreuung ist eine Art weiblicher, aufgestylter Zivi. Meint: Jung, vermeintlich stylisch und extrem kümmerig.
Zuerst kam das Höschen dran: Frau H., mittlerweile ernüchtert, hatte nach 29/32 gegriffen, was erstaunlicherweise zu weit war. Rannte deshalb noch einmal (die Betreuung brauchte einen kleinen Moment, bis sie registrierte, dass sich ein Opfer im Netz befand) ganz erschreckt und verblüfft zurück zum Kleiderständer und zog sich - zart erinnernd - eine 28/32...yammie! Diese jedoch schien noch immer ein wenig zu weit... Hähhhh? Wobei die Zivitante meinte, dass wäre schon gut so...und ob das jetzt eine Größe größer wäre? Frau H. - zu Tode beleidigt - NEIN! Eine kleiner. Und es kommt mir immer noch zu weit vor....fordert also eine 27. Und behält Recht. Extrem komische Konfektionierung, wenn sie mich fräche tun. Aber sowas von gut fürs Ego!
Danach kommt das Kleidchen dran. Und damit wird es spaßig. Gibt die Zivinöse doch alles, also wirklich ALLES, um Frau H. auf den Pfad der Mode - und sich selbst auf den Pfad der Umsatzrendite - zu bringen.
Als Erstes schleppt sie Frau H. (nachdem sie sich kurz einen kleinen Fauxpas geleistet hat, indem sie das von Frau H. favoritisierte Kleidchen mit einem Sack gleichstellte) eines in 36 statt 38 an...(ausgleichende Verkäufermentalität???) Was Frau H. allerdings zu knapp erschien. Vielleicht doch lieber in 40? Ich meint, man kann das schon ruhig sagen, mit dem Sack, ist ja nix schlimmes, nur dann doch bitte eben richtig..
Ach, nein, nein... Mit Gürtel, ja, mit Gürtel kommt es bestimmt total toll... Mohhhhment...
Und schon war sie weg. Um mit drei Gürteln wiederzukommen.
Frau H., friedfertig wie sie nun einmal ist, lässt das Häschen also Hand und Gürtel anlegen. Also ich habe jetzt mal 85 genommen (Frau H. kannte - oh Schande - ihr Gürtelmass nicht). Hmmm, das war dann vielleicht doch zu optimistisch gedacht, raunts Häschen Frau H. in die Ohren... Mohhhment! Frau H. legt also selbst Hand an, ist ihr eh lieber, und: Geht doch!
Nur: So ganz überzeugt ist sie immer noch nicht...
Worauf Häschen den nexten Trumpf aus dem Ärmel zieht; EINEN SCHAL!
Frau H. braucht unbedingt einen Schal. Zu dem Kleidchen, denn nur dann, ja nur dann und so, würde aus dem Sack ein "Outfit". Jawoll!
Sagst und stürmt von dannen.
Eine Gelegenheit, die Frau H. nutzt, um es doch noch in 40 anzuprobieren. Unbeobachtet, wie sie nun ist.
Was sich allerdings dann doch als zu groß herausstellt.
Als das Häschen zurückkehrt trägst Frau H. noch die 40. Und wird pronto zurückgeschickt, in die Umkleide. 38. Mit Gürtel. Und Schal! Ein Wunder, dass es nicht Frau H.s Schuhe moniert. Nu ja.
Frau H. fügt sich also. Das die 40 zu 40 war, hatte sie selbst ja schon bemerkt.
Es wird noch ein wenig rum gezuzelt. An Frau H. Schal hier, Schal da. Schal so. Schal so. Jahhh, ist jetzt gut...
Ich nehme dann mal das Kleid. Und die Jeans. Der Rest, na ja, da muss ich dann nochmal in mich gehen..
Sagts, also Frau H., und das Häschen quittiert mit einer "10". Ihrem ganz persönlichen Code für Erfolg. (Und wahrscheinlich ein klein wenig mehr Gehalt.)

Ich sag Ihnen was: Diese Welt in der wir leben ist sowas von arm. Ärmer gehts nicht.
Lauter kleine Maschinen.... Und es wird zunehmend schlimmer.

Dienstag, 9. März 2010

As time goes by...



Und Frau wird älter und älter... (ach nein: 29!)
Weniger nachdenklich wird sie allerdings nicht.
Selbst mit dickem Kopferl und Müdigkeit sinniert sie noch,
über die Läufe, die Leben so nehmen.
Und womit sie die treue Freundschaft mancher Menschen eigentlich verdient hat?
Da hält man sich selbst für vollends soziophob
(und bisweilen total Kontakt-assozial)
und ist doch umringt von freundlich wohlmeinenden.
Erstaunlich! Aber schön...
Der Herzog ist wieder aufgetaucht.
Und auch wenn ich
(wie immer eben, CAC!)
exakt in diesem Moment so gar keine Zeit hatte,
es freut mich ungemein!
Kinder verbinden. Auch wenn man sie gar nicht erst bekommt...
Und ich dachte schon, dass ich es mir diesmal endgültig verdorben hätte, mit meiner verschlonzenden Art...
Ohne es wieder gut machen zu können, weil unauffindbar im hessischen.
Aber nein! Noch einmal Glück gehabt!

Ich bin eindeutig der Typ für langjährige Freundschaften.
Auch wenn ich sie oft zu selten pflege.
Es ist einfach schön, wenn Menschen bleiben.
Und auch: DASS sie bleiben.

Sooo schlimm kann es dann ja doch nicht um einen selbst bestellt sein.

Und: Irgendetwas Gutes müssen diese Tage ja haben
- (Außer dem Spülberg.) -
wo einem das Leben ja ansonsten noch immer den Farbfilm verweigert.

(Aber ich glaube, ich habe es jetzt schon des Öfteren wedeln gesehen!)


Sonntag, 7. März 2010

Sonntag, 21. Februar 2010

Donnerstag, 11. Februar 2010

Mittler/ES.

Es kämpft.
In mir. Und um mich herum.
Warum
nur,
nimmt mir niemand
endlich wirklich 'mal die Krieger?

Ich will.
Dass den Träumen ein Aufwachen folgt.
An dem man sich nicht
vor lauter Pein(lichkeit) verschluckt.
Ich will nicht
- allem voran -
das lästige Etwas sein.
Jene,
die man immer wieder
abmahnen muss.
Auf Teufel komm raus.

Ich bin doch
- sowieso nur -
das,
was ich bin.

Die,
die ich bin.

Keine Andere?
Kein Anderer!

Es ist verrückt.
So schwarz auf weiss.

Grautonmärchen,
warum nur hälst Du Dich noch immer versteckt?

Mittwoch, 10. Februar 2010

Zersprengt.



Und dann findet man den Henker - wie unscheinbares Beiwerk - linker Hand.

Morgen.
Grauen.
Erwachen,
eiskalt.

Es war
also
wahr
geschrieen.


Im Boden versinken.
Rückwärtsgerichteten Schrittes.
Nun.

Und es schneit, und schneit, und schneit....

Donnerstag, 4. Februar 2010

Stressende...

Und dann lachen die, die schon fertig haben. Neid ist ihnen gewiss.
Hübsch, diese Wiederholungen.
Wenn auch ein wenig bedenklich.
Wie lange noch, nun, wird man schlecht träumen?
Und wann verwandelt die Müdigkeit sich wieder zurück?
Vierhandmassage.., schreit die Seele.
Vierhand, damit man komplett alles verliert.
Aber erst einmal haut man die Steuer vom Vorjahr hinterher.
(Saugut, my dear, so früh!)

Das neue Jahr hagelt Tapferkeitsmedallien.
Und ich steh' mittendrin...

Fuck it?

Am schwierigsten sind immer die Vorstellungen. Jene, von denen man nie weiß: Sind sie wirkliches Abbild oder doch nur hausgemacht?
Und so verrennt man sich immer mehr in den Strudel der nebulösen Welten. Weil.. Weil eben.
Da sind nur alte Karten. So brüchig und vergilbt wie man selbst.
Alles ist Zweifel. Und das, was nicht Zweifel ist, wird spätestens in jenem warmen Moment der Hoffnung dazu.
Trick. Track. ZACK!
Nicht, dass man unfähig wäre, generell zu glauben, zu träumen, zu hoffen... NeinNein!
Nur steht der Glaube, stehen die Träume, die Hoffnung.
Stets.
Einem Taler gleich auf der Kippe.

Kopf? Oder Bauch Zahl?
Genug bezahlt, nicht wahr?

An den Zähnen hat man schließlich lange geschliffen. Und teuer dafür bezahlt!
SO einfach kommt einem der samtene Belag da nicht mehr drauf....

Ach, es ist so... FATAL?

Denn im Grunde würde man ja schon gerne...einmal nur wieder...dieses leicht pelzige Gefühl, morgens, auf der Zunge...über einen Hals, ein Gesicht, einen Oberkörper....mit Lippen...züngelndem..wärmer und wärmer werdendem...

Aber, ach, es ist so...FATAL...


Und so liebt man sich weiter.
Selbst.
In die Einsamkeit.

Und ritzt sich statt Namen
"Fuck it"
in die alternde Haut...

Montag, 1. Februar 2010

FYI

Erinnern Sie sich noch?

"LMAA..."

Dieser Abkürzungswahnsinn ist gar nicht so neu...

Schade, dass manche Dinge sich nicht zu verändern scheinen.

Denn so findet die Welt wohl nie zur Sprache zurück...

Freitag, 29. Januar 2010

Und wenn sie nicht gestorben sind..




Und dann sagt er ihr, dass alles, ja, alles das, was sie gesehen hat, wahr ist.
Sein Blick wandert auf die zertretenen Schuhe an seinen Füssen, so, als könne er so besser erklären.
Was noch nie einer Erklärung bedurfte.
Er sieht nicht auf, ahnt sie nur, vor sich. So wie sie.
Immer, stets vor ihm gestanden war.
In all diesen Momenten.
In denen er sich verschlossen hatte.
Und wild um sich geschlagen, sobald ihre hilflosen Hände
auch nur den Versuch wagen wollten, ihn zu berühren.
Seine Stimme ist ruhig. Fast schon zärtlich.
Er will aufsehen. Und traut sich nicht.
In Gedanken ist sie noch immer sein Spiegel.
Wie also, wenn nun das in ihren Augen erscheint,
was aus seinen so oft tobte?
Um seine Füsse sammelt sich Staub. Flocke für Flocke wie Schnee.
Während er wartet. Darauf, dass sie ihm endlich etwas entgegnet.

Alle drei Minuten geht das Licht im Treppenhaus aus. Die ersten drei Minuten, nachdem er ihr die Tür vor der Nase zugeknallt hatte, hatte sie im Stehen verbracht.Dann ging das Licht aus. Sie hatte es wieder an gemacht. Und etwas ratlos auf die Tür geblickt.Ein, zweimal hatte sie geklingelt. Dann kurz und leise geklopft. Ganz vorsichtig.Als er noch immer nicht reagierte, hatte sie sich hingesetzt. Und zu zählen begonnen, nach wievielen Sekunden das Licht ausgeht. Es waren 18o.
Steifgefroren reckt sie den rechten Arm hoch und drückt auf das rote Lämpchen, das den Schalter markiert.
Es ist kalt. Im Flur.
Die Mitte der Stufen, auf denen sie sitzt, ist von den vielen hinauf- und hinablaufenen Füssen abgewetzt.
Das Holz sieht speckig und dünn aus. Wenn sie sich bewegt knarrt es leise unter ihrem Gewicht.
Und doch ist es, trotz all der Jahre, noch immer stabil genug sie zu tragen.
Aus der Wohnung nebenan ziehen Essensgerüche zu ihr herüber.

Sie ist müde.
Ihr ist kalt.

Doch ihr ist nicht kalt genug...

(to be continued...)

Mittwoch, 27. Januar 2010

Zähe Schnelligkeit.

Die Stunden, Tage, Wochen,
verrinnen in einer dickflüssigen Gleichförmigkeit.
Morgen? Heute?
Seit wann?
Wie lange noch?
Schon?
Gestern?
Eine diffuse Masse Leben häuft sich stetig vor mich hin.
Müdigkeit wird zum Hobby.
Schlaf zu Passion und Luxus.
Einzig Zahlen erfreuen nebenbei.
Ich wünschte, ich hätte Entspannung.
Also mehr davon, in meinem Erbgut...

(Und heute Nacht wird dann 'mal wieder von was Schönem geträumt. Und nicht vom Job. Herrjeh!)

Samstag, 23. Januar 2010

Damals. Und heute.

Einer meiner ersten bleibenden Eindrücke der Stadt war, damals vor 16 Jahren, dieses Viertel.
Es war an einem dunklen Novemberabend. Ich hatte noch ein paar Stunden Zeit, bis mein Zug ins noch heimatliche W. fuhr und M. meinte, fahr zur Sternschanze...
Den türkischen Imbiss im Bahnhof, der für mich immer mit diesem Moment des Ankommens verbunden war - wohl auch, weil ich ihn später nie mehr betrat - gibt es nicht mehr. Stattdessen kann man heute unter Polizeischutz Burger essen.
Und jene Straßen, die mich damals in ihrer fremden Dunkelheit so beeindruckt hatten, weil sie ein Leben versprachen, abseits von Mainstream und Enge, sind mir mittlerweile an den Leib gewachsen und doch bisweilen fremder denn je.
Was damals der Gemüsetürke war, ist heute der Klamottenladen. Aus den meisten alternativen Kneipen sind Szenebars geworden. Die Friseurdichte ist erstaunlich.
Seit neustem kommen auch Brillenläden hinzu, die dunkle Gläser für ab zweihundert Euro feilbieten. Im Kassengestelllook der Siebziger.
Erste Ketten siedeln sich an.
Verschwunden sind der orginale Metzgerladen, das schöne Antiquariat, der kleine Milchladen, die familiengeführte, etwas altertümliche Drogerie, und etliche türkische Lebensmittelläden. Und mit ihnen das alltägliche Leben.
Dafür gibt es soviele Kioske wie in wohl keinem anderen Stadtteil.
Und ab ca. 12h mittags ist ein zielstebiges Vorankommen auf den Straßen kaum mehr möglich. Vor allem bei gutem Wetter.
Seit über zehn Jahren arbeite ich in diesem Backsteinbau, der als Sinnbild der Medienlandschaft, die sich hier etabliert hat, dient. Damit bin ich vordergründig eine der Bösen.
Damals, vor 16 Jahren, lebte ich einige Monate in einem winzigen Zimmer direkt an der Bahn.
Aus meinem Fenster sah ich auf eine brache Fläche, auf der heute DER Schanzenbeachclub gastiert.
Mir war die Brachfläche lieber. Auch wenn ich zu den "Bösen" gehöre.
Ebenso, wie mir die alte Schanze lieber war.

Sehenswert:

NDR-Reportage: Aufstand im Kiez - Der Kampf ums Schanzenviertel from urbanshit on Vimeo.

Sonntag, 17. Januar 2010

Gemührtlie?

Gut, die Stadt liegt unter Schnee.
Und es pfeift bisweilen gehörig ungemütlich in den Straßen und Gärten rund umher.
Raus will niemand hier. Freiwillig. Dieser Tage.
Nicht einmal das so gerne streunende Tier.
Aber die Orte, an denen es sich zum Tiefstschlaf niederlegt, bringen mich bisweilen doch sehr zum Wundern...


Samstag, 2. Januar 2010

Frau H. wirbt für die Wunderheilung

Nu' bin ich ja nicht die, die sich hier hinsetzt und Werbung für irgendwas macht (außer vielleicht für das friesisch Herbe ;)...), aber diese Erfahrung ist mir dann doch einen, wenn auch nicht unbedingt werbenden (wo und von wem Sie es herbekommen, dass müssen Sie bei Interesse schon selbst recherchieren), so doch wenigstens aufmerksam machenden Beitrag wert.
Einfach weil es mich jeden Tag aufs Neue verblüfft und begeistert.
Auch auf die Gefahr hin, dass Sie mich für eine dieser Esoschlampen halten...

Frau H. hat ja ständig Zahn. Ihr Leben lang schon. Es ist ein wahrer Fluch!
(Und hat auch noch so ein paar frühkindliche Metzgerhintergründe.)
Das ist der Grund, warum Frau H. so an Ihren Zähnen hängt - freiwillig rückt sie jedenfalls keinen mehr raus!* - und in Sachen Dentist ausgesprochen kritisch ist. Seit Jahren schon fährt sie deshalb bei Zahnautsch stets brav durch die halbe Stadt zu den tollen Menschen im noch viel tollere Schnepfendorf, um sich dem wirklich tollen, wenn auch extrem teuren und chichilastigen, Zahnarzt ihres Verstrauens in Treue hinzugeben. Wurde doch jedes Fremdgehen bisher böse bestraft.
Das erstmalige Auftreten jenes Zahnautschs, um das es hier nun im Folgenden gehen soll und das Frau H. vergangenes Jahr zweimal wirklich böseböse plagte, ist schon einige Jahre alt und nahm seinen Anfang während eines recht heftigen Jobs in Minger.
Es muss so um 2002/3 gewesen sein. Frau H., auf Wochen inhaftiert im bezaubernden Passing, fernab jedwelcher vertrauensvoller Behandllungsmöglichkeit, hatte Muckel. Also Zahn und so. Erst mässig. Und dann immer doller.
Bis es irgendwann so doll wurde, dass sie selbst unter großer Schmerzmittelmedimentikation nur noch hätte schreien mögen. Von konzentrierter Arbeit keine Rede mehr. Und Frau H. ist einiges gewohnt, in der Hinsicht!
Nach leidgeplagten Tagen des stündlich zwischen Frauenbedürfnisanstalt und Arbeitsraum (mit der Chlorhexamedflasche und dem Tablettenpack in der Hand) Hin- und Herpendelns gab sie also auf und sich in fremde, gelbseitige Dentistinnenhände.
(Zu diesem Zeitpunkt hätte man ihr nicht nur jeden Zahn, sondern auch gleich den ganzen Kopf ohne Widerrede ziehen können..). Entzündet! Das war ihr klar. Vollkommen und Glas. Für so was hat Frau H. nicht nur einen Riecher (das jedoch ist eine andere Geschichte; ich sollte eine Rubrik einführen: Frau H. and the Rocky Horror Show of Dentist!), sondern auch ein gottverdammtes Körpergespür. Die Fremddentistin hingegen brabbelte was von Zahnfleischentzündung und Parodontose (aber auch nur so lange, bis sie erfuhr, dass Frau H. nicht für immer in Minger zu weilen gedachte!) und gab Frau H. (die auf einer Betäubung bestanden hatte) die Spritze NACH der Behandlung. Hallo?
Immerhin gab es noch ein paar dieser wirkich harten Hämmer und ein Antibiotikum obendrauf, so dass Frau H. die Zeit in der Fremde mit mässigem Leid überstand.
Zurück in der Hansestadt ging Frau H. - in einem dieser regelmässigen Schickientnervtanfälle - erst ein Mal zu einem von Freundesmund wärmstens empfohlenen Klemptner.
Dieser nun widerlegte zwar - ganz Frau H.'s Vermutung entsprechend - die Parodontosebehauptung der bayrischen Kollegin, wollte aber nach umfangreichem Röntgen den schuldigen Kanidaten aus dem Kieferknochen exhumieren. Sei nix zu machen...
Reumütig und gegeiselt vereinbarte Frau H. also einen Termin in Schnepfendorf.
Erzählte schamesrot von ihrem bitteren Schicksal der letzten Wochen. Innerstädtisches Fremdgehen inklusive.
Gefolgt von der Frage: Was man den tun könne, vielleicht??? Außer exhumieren.
Gut, die Lage wurde auch hier nicht als optimal eingeschätzt. Und durchaus risikobehaftet.
Aber versuchen können man es schon, nur eben ohne jedwelche Garantie bezüglich der Dauer des Erfolges.
Egal! Spielen wir eben auf Zeit!
Frau H. wurde also wurzelbehandelt. Und überkront. Immer mit dem Hinweis auf die mögliche Zeitbombe, die sie nun im Munde trüge.
Und ja, doch, Frau H. fühlte sie recht bald ticken. Immer wieder. Ein bisschen Muckel hier, ein bisschen Muckel da...eigentlich ein Dauermuckel, mit mehr oder minderem Ausmass. Nicht unbedingt toll, aber nun ja: Raus eben nur, wenn's denn gar nicht anders geht! Lautete die Parole. Und damit wären wir endlich in der jüngeren Vergangenheit.

Der erst Schub im Mai. Heftiges Hamster-H.! Binnen Stunden. Allerdings ohne große Schmerzen...
Kassenpatientdiagnose bei P. (Bah! Was ein... Ich werde ja ungerne so deutlich, aber per sofort schließe ich P. schon beim Terminieren ausdrücklich aus!)
Nun ja: P. veranschlagt Rundumbehandlung für ca. 2000 Euro Eigenanteil.

(Ha! Hase! Schon 'mal was von Wirtschaftskrise gehört??? Und: ich bin leider so oder so - lassen wir die Krise ruhig aussen vor - keine Schnepfendorfermelkkuh! Ich habe nur einfach ein paar echt miese Zahnarzterfahrungen gemacht, in meinem bisherigen Leben. Und für 2000 Euro muss ich, auch in guten Zeiten, lange stricken...)

3 Zähne. Alle Autsch. Welcher es denn nun ursächlich sein möchte? DAS kann P. SO nicht sagen...
Röntgentechnisch sind sie wohl alle verseucht...

Sie können sich denken, wie frustierend sowas ist? Ja?

Ich bestehe also auf einem weiteren Termin. Diesmal bei R. Und bitteschön auch WIRKLICH bei R.!

Dazwischen fresse ich Antibiotika. Und habe Darm. Weil das sind echte Scheiß Antibiotika...

R. ist allerdings auch nicht gerade ein Glücksbringer:
Neeeh, übel sieht das schon aus! Ok., den Weisheitszahn können wir, klar. Und dann noch 'ne Wurzelresektion. Auch beim Kieferchirurgen.
Dann, wenn es nicht schickt, den anderen neu wurzelbehandeln, was natürlich auch neu überkronen bedeutet...aber gut. Wir warten. Im Zweifel musst Du halt Antibiotika und so....


Die Aussichten sind also weiterhin alles andere als rosig. Und Geld ist auch unabsehbar keins da, nach wie vor.

Frau H. geht also erst 'mal zum Kieferchirurgen. Ein Vorgespräch führen, weil ohne Vorgespräch läuft zahntechnisch gar nix mehr bei Frau H.!
Unsympatische Praxis.
Frau H. vermisst Franz!
Und eine Stunde Wartezeit, trotz Termin..
Dafür wirkt der Behandler sympathisch und kompetent, jedoch nicht, ohne auch wieder Kosten in den Raum zu werfen.
Zwischen 300, 700 oder doch raus (Folgekosten Euro?) ist alles drin.
Na toll! Damit wären wir ja echt weiter!

Die Terminvereinbarung gestaltet sich schwierig. Und so verschleppt Frau H. die Angelegenheit ersteinmal.
Zu lange, wie sich im November herausstellt!

Wieder mutiert sie über Nacht zum Hamstertier. Unter Schmerzen, nun, starken Schmerzen! Aber diesmal hat sie zumindest Antibiotika (welche eigentlich als Vorbereitung für den Kieferchirurgischen Eingriff gedacht waren) und amtliche Hämmer (welche für danach gedacht waren) im Haus. Und die Sache verläuft verhältnismässig glimpflich. Wenn auch natürlich - wie immer eben, Murphy lässt grüßen - im allergrößten Jobstreß. 14h Tage unter heftigsten Schmerzmitteln und Antibiotika, gepaart mit großen körperlichen Anstrengungen lassen spätdreissigjährige Frauen dann schon 'mal recht wortkarg werden, am Ende des Tages...

...und doch, kommen wir nun ENDLICH zum eigentlichen Inhalt dieses Beitrags!, taucht exakt an jenem unerfreulichen Tag die fast schon mystische Lösung auf.
Mittels der Dirndlfee.
Jene nämlich kennt eine, die arg gebeutelt ist vom Leben. Gesundheitlich. Und damit ausgesprochen expirementierfreudig.
Und die, die schwört auf so ein Silber. Und hat das auch schon 'mal ihrem Vater angedreht, als er heftigstes Zahnverseuchtsein hatte. Das hat gewirkt, sagt sie. Und Frau H. (die immer nur an die 300-2000 Euro und die Zeitbombe denken muss) spitzt plötzlich ganz aufgeregt die Ohren! Kannst Du mir nicht?? Bitte? Besorgen? Ja? Und die Dirndlfee verspricht, ihr Möglichstes zu tun. So weit so gut.

Während die Dirndlfee ihr Möglichstes tut, verkuckt** sich Frau H. im Internet, Informationssucht, nennt man das wohl. Und ist zugegeben skeptisch. SÄHR skeptisch! Aber nun ja, man kann es ja 'mal versuchen..wer nicht an Wunder glaubt, dem werden auch keine widerfahren, oder so. Und schaden wird es wohl erst einmal nicht. Und Anfang Dezember dann, hält sie es in den Händen. 2x100ml. Für 15 Euro. Quasi Schwarzmarktbesorgt. Huhhhh....

In der ersten Woche beobachtet sie nun alles sehr genau. Aber viel tut sich nicht. Es muckelt nach wie vor, relativ doll, mal mehr, mal weniger. Nach ungefähr 7 Tagen setzen seltsame Befindlichkeiten ein, im Mundraum. Fühlt sich fast wie postoperativ an (und Frau H. weiss, wie sich postoperativ anfühlt!)...Frau H. schwankt stark zwischen beunruhigt und aufgeregt. Nach Woche zwei ist nahezu kein Muckeln mehr da. Seit wievielen Jahren???? Nur der Wurzelresektrionskanidat macht noch Sorgen. Und Frau H. ist nach wie vor skeptisch, in ihrem Weltbild sind Wunder schließlich rar geworden!
Woche drei vergeht unverändert. Na ja, weggehen wird es wohl nicht ganz, damit...denkt Frau H. Aber immerhin weiß sie jetzt gewiss, wo der Übeltäter zu suchen ist! Aber: Huch! Nach Woche vier wird selbst der Übeltäter stumm! Und fühlt sich an, wie alle anderen! Frau H. - und um wieder in die Ich-Form zurückzukehren - damit meine Wenigkeit, wissen noch immer nicht so recht, was sie davon halten sollen. Mir ist, als geschähe ein Wunder! Aber ich sage Ihnen was: Obwohl ich mich jetzt schon enthalte, tut kein Muckeln nix mehr sich kund! Es ist so, so...erstaunlich? Ich meine, ich habe keinen blassen Schimmer, ob Sie das jetzt nachvollziehen können. Aber ich bin sowas von angefixt von dem Zeug! Ich möchte es am liebsten jedem empfehlen. Und diese Scheiß Pharmaindustrie in den Wind schießen.. Alles Arschlöcher, wenn Sie mich fragen tun!
So, das wollte ich eigentlich nur kurz sagen. Also ganz kurz.

Edit: Nu ja, es war ja klar: WUNDER gibt es nicht. Wunderbare Wirkweisen jedoch allerdings immernoch! Vielleicht habe ich zu früh abgesetzt. Vielleicht ist die Ursache auch einfach nicht zu verachten... Auf alle Fälle schlug der Feind prompt, nachdem ich mich überallst der Wunderheilung rühmte, wieder zu. Urgs! Gut, es wurde nicht dick. Das ist neu. Dafür schmerzte es promt und sehr stark. Lust zu kapitulieren hatte ich dennoch nicht: KEIN ANTIBIOTIKA! Nicht sofort, zumindest...(zugegeben: ich trug es einer Zyankalikapsel gleich stets bei mir, ich Angsthase, ich.). Statt dessen wieder Wunderwaffe. Und dieses Ibu 600, für anderthalb anstrengende Tage (Murphy!). Dannach war schon deutlich besser. Jetzt fast wieder gut. Die Anwendungsdauer wird nun versuchshalber auf 4-6 weitere Wochen verlängert. Selbstgebraut. Unter diesen Umständen. Huhhh... Dann kucken.
Bin gespannt!


Dazu passend: MUSIK!



*expect the Weisheitszahn links oben

**Seitenauswahl rein repräsentativer Natur

Kein Silvester ist auch eine Lösung. Nur eben nicht für alles.

Versöhnlich2


Ich habe also etwas getan, was ich noch nie zuvor getan habe: Silvester zu ignonieren versucht.
Im Grunde schwebt mir das ja schon seit Jahren im Kopf, aber ich hatte eben auch Angst:
Was, wenn es mich plötzlich und unverhofft überkommt? Wenn ich meine, der einsamste Mensch auf der ganzen Welt zu sein? Vollkommen allein, zu Silvester! Oh je.... Nicht, dass ich mit dem Alleinesein grundsätzlich Probleme hätte. Auch nicht, dass ich solche Anflüge nicht auch des öfteren an anderen Tagen im Jahr hätte. Aber Silvester? Das schien mir dann doch stets eine zu krasse Herausforderung. Man will ja nicht Dummheiten machen, nur weil man die eigene Soziophobie überschätzt hat!
Und, na ja, die Liebsten sieht man eh viel zu selten. Da ist so ein Tag dann schon einen schöne Gelegenheit. Außerdem hat es ja auch Traditon. Mittlerweile. Und überhaupt.
Diesen Jahr dann aber: Einfach nur kaputt. Weil, na ja, dieses Jahr (also mittlerweile letztes) das hatte es irgendwie schon in sich. Und das nicht unbedingt im positivsten Sinne. Wenn auch wegbereitend, wohl. Noch dazu den Zettel voll. Mit 172kg MDF. Und sonstigem Pflasterkram. Absolut absehbar, was das bedeutet. Schon vor Wochen.
Und so habe ich nachgedacht, reflektiert, antizipiert. Und letztlich konsequent negiert: KEIN SILVESTER, dieses Jahr.
Immer mit ein klein wenig Restangst im Bauch...
Aber was soll ich Ihnen sagen: Vollkommen unbegründet! Um ehrlich zu sein, fand ich es sogar großartig!
Und selbst die Live-Streams ins ferne Partyland zwischendurch erzeugten keine sonderliche Wehmut.
Dumm ist nur, dass mein Tag-Nacht Dings trotzdem im Eimer ist. Jetzt. Es war einfach zu laut.
Und dass ich mich überschätzt habe, was die Beweglichkeit von MDF Platten angeht. Die Dinger sind noch schwerer, als das vom letzten Jahr...ich werde Hilfe brauchen. Und ein neues Heizungsthermostat. Herrjeh! Nun gut.
Ansonsten Aussöhnungszeiten und -wünsche. Ich will es liebhaben können, dieses Jahr. So richtig!
Und zumindest das Tier spielt - im Gegensatz zum Schlaf (welchen das Tier jedoch gerade neiderweckend und wild träumend vor mir zelebriert) - schon 'mal mit. Der Rest muss sich sehen...

In diesem Sinne: Happy Zwanzigzehn dort draußen!


Versöhnlich