Ist es nicht so? Wir sehen überall und immerdar mehr grün als bei uns selbst.
Und halten deshalb verschämt den Arm vors Gesicht, auf dass nur niemand sieht.
Gelernt haben wir, wie man sich schützt.
Mühsam. Aber nachhaltig.
Wir möchten, ja doch: Wir möchten.
Den Arm hochheben, herausblinzeln, und fragen:
Bis Du wirklich Freund oder doch Feind?
Aber wir wagen es nicht.
Wagen nicht, uns selbst anzusehen.
Und uns unsere Hoffnungen, Sehnsüchte und tiefsten Bedürfnisse einzugestehen,
weil,
ja,
weil:
da ist immer die Gefahr!
Nichts scheinen wir mehr zu fürchten,
als den Verlust und die Zerstörung unseres Selbst.
Und das, obwohl es nur eines gibt im Leben,
was wir nie ganz verlieren werden:
Uns selbst.
Es ist ein böses Gaukelspiel, das die eigene Geschichte da mit uns treibt.
Indem sie uns einredet, wir hätten immer eine Wahl und uns damit die eigentliche Wahl nimmt.
Denn wozwischen können wir denn schon wählen?
Sehr geehrte Sylvesterkracher,
Vor 4 Stunden