Samstag, 31. Januar 2009

Le étranger.

"Du hörst nicht zu..."
Und ein Lächeln wie Feingold, so weich.
Ich schmiege mich, meine Schulter, etwas zu sehr.
Möchte fallen in diesen Satz.
In diese Wärme, die er verströmt.
Mit den Augen.
Den Lippen.
Der Schulter.
Aber wir lächeln nur.
Dieses Feingoldlächeln.
Und ich schweige.
Beschämt.
Unter seinem klaren Blick.

Es ist Zeit für Zopf.

Aufgelöst.

Nun gut, der Biorhythm ist hin. So oder so. Dann kann ich es Ihnen jetzt auch erzählen.
Die große Auflösung. Für gratis und umsonst! Sozusagen.

Gleich vorweg: Es war, ist und bleibt unspektakulär.

Aber beginnen wir mit gestern. Vor gestern. Und mit noch ein wenig früher:

Frau H. hatte nachgedacht. Wochenlang - ach was: Monatelang! - war sie in kleinen Trippelschritten durch die Wohnung gegangen. Hatte skizziert, vermessen, geworfen und verplant. So lange bis ihr Entschluss feststand: BRAVAD sollte es sein. Jawoll! Wie das schon klang! Brahhhwwaaahhhhd! Und wie hübsch er sich erst ins Gesamtbild fügen würde! Ja, es war ein guter Entschluss, da war Frau H. sich sicher, und so fuhr sie, das kleine Leihauto unter den Arsch geschnallt, eines Tages Richtung Schweden. Beherzt und voller Vorfreude. Halali!
Es schneite und die Straßen der Stadt waren verstopft.
(Aber das nur am Rande. Denn nichts und niemand hätte Frau H. aufhalten können an diesem Tag der Tage. Brahhh... Wad? Ja ja...)
Zielstrebig band sie den Leihwagen an und durchschritt die Drehtür. Mit einem Gefühl wie Western im Bauch. Küchenabteilung, ich komme!
Das, was sie bediente, war blond, kurzhaarig und mittelalt. Freundlich obendrein. Konnte nur leider nicht helfen.
Der Artikel ist gerade nicht verfügbar...so sprach das System. Und das, wo er sogar reduziert gewesen wäre. Denn alles bravouröse würde gehen. Musste raus. Minus 40! Welch' Freude, theoretisch. Und welch' Kümmernis praktisch. Zugleich.
Wie sieht es denn im Osten aus? Fragte Frau H.. Können Sie das sehen? Ähm, ja, Moment. Nein, leider auch nicht... Eine Träne rannte salzspurig übers alternde Gesicht. Also Frau H.-seitig. Aber half ja nichts, Zähne zusammen und noch 'mal kurz winken. WINK. WINK...
(Die mittelalte freundliche blondhaarige Verkaufsbedienstete klemmt währenddessen einen Zettel unters Plastikmäntelchen und man sieht sich traurig lächelnd an.)

Schulterzuck.


Aber halt! Was ist das? Oh Schicksal, wie schön Du doch singst!

(Es nähert sich ein Bediensteter im blau-gelben Gewand. Er führt einen Akkuschrauber mit sich. Im Auftrage ihrer Majestät.)

Kann ich nicht, dann vielleicht? Fundgrubenartikel....und so? Jaja! Die Mittelaltblonde freut sich auch. Frau H. hüpft ein wenig auf und ab (tatsächlich!). Ich mach Ihnen dann noch einen Zettel fertig, dann wird's noch 'mal billiger...warten Sie, ich hole Ihnen kurz einen Wagen... Sagt's und Frau H. fährt zum ersten Mal mit dem Aufzug in den Grundstock. Mit Aufzug, Weil Wagen. Und Schrank! Hochbeglückt. (Übrigens.) Wenn das nicht 'mal was für die Kategorie "Zur rechten Zeit am rechten Ort" war, dann weiss Frau H. auch nicht. Es scheint doch mehr als einen Gott zu geben! (Man male sich an dieser Stelle Frau H. aus, die erneut Wochen-, ja Monatelang in Trippelschritten durch die Wohnung geht auf der Suche nach Plan B.) Und als dann aus Minus 40 noch Minus 60 werden ist Frau H.'s Hochgefühl kaum mehr zu übertreffen!

An dieser Stelle ein Bild:

Glücksgriff

(Dies' war, BEVOR Frau H. den Mangel aller Mängel feststellte.)

Auch der Eisenwarenhändlerfreund konnte nicht helfen. Oder nur unbefriedigend.
Und in www.Schweden hatte man kein Ersatzteil.
Also erneut Kleinwagen unterschnallen.
5 Tage später.
Big risk of Abhandengekommensein!
Aber.
Am Ende:
ERFOLGREICH!

Bravo!
Äh: -vad!

HuraHura2

Hängt

(Also wenn es sich Ihnen jetzt noch immer nicht erschließt, dann sollten Sie...)

Freitag, 30. Januar 2009

Schnellboote und Ofenheizung.

Prison

Zigarettenlos und dickschädelig - das Eine schon gelöst - dem Anderen zu sehr unterlegen - denke ich an Jean Paul.
Und an Albert.

Oh ihr Grossen! Auch Euch konnte ich stets nur bruchstückhaft lesen.

Wäre es nicht konstruiert, ich würde von Liebe sprechen.

Aber ich spreche davon manchmal zu schnell. Viel zu schnell!

Dennoch:
Oder gerade aber:
Niemand versteht mein Herz in diesen Momenten so gut wie ich.

Jene Marotte Menschen anzusprechen. Wildfremde. Mit einem provokanten Satz. Möglichst billig, versteht sich.
Sie funktioniert nach wie vor.

Und dann überfährt mich der Fuss auf dem Bremspedal.
Ich bin so simpel gestrickt.
Laura für Arme!

Schnellboote und Ofenheizung.

Ein "JA". Ein "NEIN". Wie immer.

Und Denken, an Dich. Oder auch an ihn.



Edit:

In der Ecke sitzt die Katze und schaut besorgt.

SH

Mittwoch, 28. Januar 2009

Und was glauben Sie?

Auf diesem Foto gibt es einen Gegenstand; einen Gegenstand größtmöglicher Begierde.
Seit fünf Tagen schon!
Und herrje, einfach war es nicht...aber:

I got it!

Nur eben: WAS?

HuraHura

(Raten Sie also erst einmal für Ruhm und Ehre. Die Geschichte dazu gibt es dann vielleicht später. Bin noch viel zu aufgeregt...)

Sonntag, 25. Januar 2009

Einpersonenhaushalt.

Zuviel

Von Zeit zu Zeit sind es die kleinen Dinge, die einem die eigene Multiplität schonungslos vor Augen führen....

(Aus der Rubrik: Ich habe jetzt eine grundsolide Besteckschublade. Sollte aber wohl besser zwei haben.)

Samstag, 24. Januar 2009

Sweet dreams.

Es gibt Worte, die man sich an den Spiegel kleben sollte. Nur so, um sie nie zu vergessen. Auch wenn einem vielleicht und verdammt noch 'mal hin und wieder danach ist. Man sollte sie rausreißen, aus den Bildschirmen, blutenden Tierherzen gleich. Sie schächten, hochhalten. Und damit das dass auslöschen. Option gestrichen!

Verdammt schwer, manchmal.

Schlafen ist auch schön, bis dahin.

(Und ich weiss zwar nicht, woran der das festmacht, aber das Ergebnis stimmt mich religiös nihilistisch. Werde ich eigentlich nie erwachsen?)

Samstag, 10. Januar 2009

Sail away.

Es ist nur ein kleiner Schritt. Im Grunde wusste ich das schon immer. Aber heute, heute wurde es mir um ein erneutes Mal sehr bewusst.
Ich tentakele durch die häusliche Höhle, die langsam aber sicher sich von der Hölle in das zurückverwandelt, was sie mir sein soll. Queen of flushing! Dank der rauhwindigen Gene schramme ich gekonnt am Magen-Darm vorbei, während die anderen nicht mehr wissen, ob oben oder unten zuerst. Dafür nehme ich gerne etwas Grobschlächtigkeit in Kauf. Schon lange.
In den Pausen durchstöbere ich die virtuelle Welt. Mit Kaffee und Kippe. Als es passiert.

Oft schon fragte ich mich: Was ist eigentlich mit den Menschen hinter all diesen Worten? Was? Tot könnten sie sein, jetzt, da ich die Worte lese. Nobody knows.. Und dann lese ich exakt das.

TOT.

Nicht, dass ich den Menschen kannte. Nicht, dass es mit mir persönlich etwas zu tun hätte. Noch nicht einmal ein Blog, dass ich regelmässig las. Und doch: Es lässt mich nicht mehr los. Mich und meine Gedanken.
Ist es der Umstand des "Freitods", über den ich mittlerweile so gespaltener Meinung bin? Die direkte versteckte Inszenierung? Die Frage nach: Hilfeschrei. Ja oder Nein? Ist es die Erinnerung an Persönliches. An den Schmerz der Zurückgebliebenen? Oder ist es schlicht die Frage nach dem "Wahnsinn"? Der am Ende doch auch nichts weiter ist, als das Wähnen von (eigener) Sinnhaftigkeit, irgendwo. Ich konnte mir solche Konstrukte schon immer vorstellen, spielte sie das ein oder andere 'mal durchaus auch im eigenen Hirn durch. Nicht ganz fremd, also. Und dennoch werde ich mir plötzlich einer Normalität bewusst, für die ich mich schon fast schämen will.

Es ist, als wolle sie sich ein Denkmal setzen. Als hätte sie Zeit ihres Lebens nichts Anderes versucht. Ich verurteile das nicht, nein, im Gegenteil. Auf eine gewisse Art und Weise tun wir das alle, immer. Nur dass ich diese Form von Denkmal für ziemlich kurzsichtig halte. Aber: Wer weiss...

Ich nicht.

Traurig ist es. So oder so. Um das, was auch Genie hätte sein können.

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, ich unterschätze dieses ganze Internetdings immer noch.
Wahrscheinlich gibt es Welten, zu denen ich schlicht keinen Zugang habe. Und ihn auch gar nicht haben will.
To much Bodenhaftung! At heart.

Auch wenn's mir keiner so recht glaubt...




Welche Weiche ist richtig?
Welche falsch?
Und wer stellt sie?
Oder hat sie gestellt?

Sleep well.

Dienstag, 6. Januar 2009

Wintersonne.

Die klaren Tage halten sich. Auf den Straßen gefrieren die Bronchien, all überall flirrt Eis. Und die Welt der Augen spinnt ihren Blick sich zurecht wie einen endlosen Film. Am Morgen steht die Sonne tief. Rot und kräftig taucht sie hinter all den Horizonten auf. Wandert. Lässt erste Strahlen durch die großen Fenster fallen; während ich ankomme. Schön, dieses Bild. Denke ich. Wie gerahmt! Ein Ausstellungsstück möchte ich daraus erschaffen, ein Unikat der besonderen Form. Monumental. Still.

Die Kamera liegt in der Schublade und schläft.

Ich brauche sie nicht zu wecken. Hierfür.

Samstag, 3. Januar 2009

Invalide.

Merke: Auch mit Stromprüfern kann frau sich tiefe Fleischwunden zufügen.
Kabelummantelungen sind deshalb stets in Ruhe und mit Vorsicht zu entfernen.

Das geht ja prima los!