Sonntag, 18. Oktober 2009

Fehlerhaftes Denken.

Ist es nicht so? Wir sehen überall und immerdar mehr grün als bei uns selbst.
Und halten deshalb verschämt den Arm vors Gesicht, auf dass nur niemand sieht.
Gelernt haben wir, wie man sich schützt.
Mühsam. Aber nachhaltig.
Wir möchten, ja doch: Wir möchten.
Den Arm hochheben, herausblinzeln, und fragen:
Bis Du wirklich Freund oder doch Feind?
Aber wir wagen es nicht.
Wagen nicht, uns selbst anzusehen.
Und uns unsere Hoffnungen, Sehnsüchte und tiefsten Bedürfnisse einzugestehen,
weil,
ja,
weil:
da ist immer die Gefahr!
Nichts scheinen wir mehr zu fürchten,
als den Verlust und die Zerstörung unseres Selbst.
Und das, obwohl es nur eines gibt im Leben,
was wir nie ganz verlieren werden:
Uns selbst.

Es ist ein böses Gaukelspiel, das die eigene Geschichte da mit uns treibt.
Indem sie uns einredet, wir hätten immer eine Wahl und uns damit die eigentliche Wahl nimmt.
Denn wozwischen können wir denn schon wählen?

Ähem...

frau sollte nicht mit Techniken rumspielen, die sie nicht wirklich versteht...

Versehen geschehen...




(Todpeinlich, das. Mir.)

Montag, 5. Oktober 2009

In Sachen Lebensqualität...

Überall in aller Munde, gerade.

Bei mir akut, weil ich heute 'mal mittags im Supermarkt war, Pfandgüter abgeben.
Bin ich ja sonst eher selten.

Die Jungs - und neuerdings auch Mädels - stadtweit, die achtlos in Mülleimer und die Gegend geworfenes Bargeld einsammeln und sich damit ein klein wenig zum kargen Brot dazuverdienen, waren ja schon immer in Gedanken meine Kollegen.
Das liegt wohl an der ewigen Existenzangst der schlechtverdienenden Selbstständigen.
Deshalb schmeiße ich pfandbesetztes Leergut auch nie in einen Mülleimer, sondern stelle es neben oder auf ebensolchen.
Wenigstens eine Entwürdigung weniger...

Heute stehe ich also gegen 14h im Supermarkt, mit der Absicht den Inhalt meines Pfandtütchens (das ich Samstag schon vergebens - weil ja Feiertag und so - dahingetragen habe....hätte frau ja auch 'mal raffen können, BEVOR sie zum vermeintlich geöffneten Supermarkt dackelt! Aber irgendwie hatte ich es noch nie so mit diesem Tag.) brav in den stinkenden Schlund zu stopfen. Vor mir auch nur zwei Leute auf zwei Automaten.
Prima! Auf den ersten Blick.
Aber: "Aua...", auf den Zweiten.
Bei den beiden Personen (eine Frau, etwa in meinem Alter, mit Aidshandschuhen ausstaffiert (!) und ein älterer Herr im Anzug, ausländischer Herkunft; beide sehr gepflegt und angenehm wirkend) handelte es sich nämlich um eben jene vermeintlich zukünftigen Kollegen.
Das bedeutete natürlich eine gewisse Wartezeit, die ich unter diesen Umständen jedoch gerne in Kauf nahm.
Was viel schlimmer an mir zerrte, war dieses Gefühl, in einem zunehmend verarmenden Land zu Leben.
Oder sagen wir es besser: In einem Land, in dem sich das Kapital auf zunehmend ungerechte Art und Weise verteilt.
Zumal ich ja eigentlich in einem nicht gerade verarmten oder sozial schwierigen Viertel lebe.

Und doch ist und bleibt dies ein Jammern auf hohem Niveau. Das muss einem eben auch klar sein.

Hat eigentlich jemand von Ihnen den Mensch als Lieblingstier?

Pläne (2.)

Der Gedanke daran, dass Dinge die ich bisher rein im Zuge der Prokastination betrieben habe,
irgendwann Teil einer sinnvollen Tätigkeit, ja "Arbeit", sein könnten, begeistert mich mehr als absolut.
So dies überhaupt möglich ist.

Jetzt muss ich nur noch die Zweiflerin in mir wegcoachen lassen.

So weit, so gut.


Freitag, 2. Oktober 2009

Pläne.

"Wenn Du den Feind nicht besiegen kannst,
dann mache ihn Dir zum Verbündeten."


So, oder so ähnlich, sagt es eine alte Weisheit.
Und so, oder so ähnlich, mache ich es jetzt.
Auch wenn mein Feind gar nicht personifizierbar ist.
Allenfalls in der modernen Zeit ist er zu Hause, dieser Feind.
Im Wandel, dem stetigen. Schnellen.

Ein bisschen ist es aber auch eine Zurückkehr.
Das Heimkommen zu einer Idee,
die als grobes Raster schon immer existierte.
Und die sich eben gerade jetzt
durch den Wandel
und die modernen Zeiten
zu etwas vollkommen Neuem formt.

Hat schon alles immer seinen Sinn....