Montag, 21. September 2009

Aus der Seele. (Grundstein und Fragment)

Vorbereitungen



Wolfgang Bächler
Zwei Häuser

"Ich irre,
ich irre um mich herum.
Ich irre um dich herum.
Ich irre herum.

Bau mir ein Haus in die Luft,
um meine Verwirrung einzufangen,
meine Verirrung und mich,
eine Wohnung für meinen Selbsthaß,
eine Werkstatt für meine Zerfleischung,
ein Atelier,
in dem ich mich an die Wände werfen,
und wieder abkratzen kann
bis alles kalkweiß ist,
die Wand, mein Gesicht
und das deine.

Bau es auf Sand, dieses Haus,
auf Sand und auf Schnee,
um meinen Irr-Turm herum,
aus Wänden, die um ihn zusammenstürzen,
die meinen Irrtum begraben,
ein Kartenhaus um meine Verzweiflung,
und ziehe die Karten einzeln weg,
den König, die Dame, den Buben.

Wenn ich mich in den Irr-Turm verschanze,
auf Trümmern der Selbstzerstörung,
das As und den Haß in der Hand,
fliegt mir das Dach davon.

Du nimmst mir den Haß und das As
und gibst mir den Buben zurück.
Wir bauen ein neues Haus
auf einem anderen Grund."


Keine Worte, die mir mehr Synonym der Liebe.
Keine Worte, die näher,
gewesener und immerdar nun,
da Teil von mir,
sein könnten.

Tiefstes
Inneres.

Geschenk.

Time is passing away.

It's now.

"Doch dann wuchs mir
ein Baum aus der Brust,
verzweigte sich, trieb Blätter.
Wie sollte ich je wieder aufstehen können
mit diesem Baum in der Brust?
Wie durch die Türe gehen?
Leichter wächst da mein Baum
durch die Zimmerdecke, durch das Dach,
Ja, nur so kommen wir aus dem Haus."


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