Dienstag, 30. Juni 2009

Oh Daddy, what happend to us w'thout You?

Lost

Warme Luft schlägt mir entgegen. Ich stelle müde die Taschen ab und ziehe unverhohlen den glasklaren Schleim in meinem Inneren hoch. Mist!
Fummele eine Zigarette aus den Tiefen der Tasche, während ich in einer Art erleichterter Perversion denke: Zuhaus! Und mir mit einem 'mal wieder mehr nach Atmen ist.
Klassische Musik klingt aus den U-Bahnschächten; aber nicht zur Verbesserung der Kulturbeflissenheit, sondern um denen, die sowieso nichts mehr haben, auch den letzten Ort noch zu nehmen.
Um mich herum, vermüllter Gestank. Gestrauchelte. Hetzende. Leute unterwegs im Nirgendwo.

Und doch: Zuhaus! Zwischen all den Verlorenen. Sinnbildhaft für mein eigenes Leben.

Wenn es eine Wiederkehr gibt, dann ist sie überall.

Du bist mein rotes Kissen. Mein geliebter Fluch.
Und ich, ich bin gar nicht existent. Laut den Archiven.

"Allzufrüh sei der Verstorbene von der Seite seiner Ehefrau und seinen zwei noch unmündigen Kindern gerissen worden..."

Was nicht sichtbar ist, das gibt es auch nicht!

Und WO bin ICH eigentlich, während die Reporter ihre halbherzige Recherche betreiben?

Keine Ahnung. Keine Erinnerung.

Da durfte doch niemand fehlen, außer mir.
Der Kleinen, die es außen vor zu halten galt.
Weil sie doch sowieso noch nicht begreift.

Hat man mich spielen lassen, in den Gärten vermeintlicher Unschuld;
endlich einmal so allein, wie ich mich seit jenem Tag fühlte?
Und damit einen soliden Grundstein gelegt?

Nein, das sicher nicht. Kein böser Wille, nirgendwo.

Irgendwer wurde bestimmt abkommandiert, mich mit Scherzen zu vergnügen.
Und mir damit noch mehr zu nehmen, als nur Dich. Auch ohne bösen Willen.

Seraphine! Forever...

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