Sonntag, 7. Juni 2009

Faena.


(Widerspruch. Eigen.)


Und so nahmen sie sich Sommer um Sommer. Herbst um Herbst. Schliefen im Winter. Und erwachten im Frühling.
Ebenso zäh wie verletzlich. Stur und brutal.
Angezogen und aufgeschreckt. Voneinander.

Nachts, manchmal. Schien alles so einfach zu sein.
In den Träumen. Und Vorstellungen. Dann trafen sich ihre Augen. Wie im Geiste.
Denn es sind immer die Augen, in denen man sich verliert.

Das nervöse Schnauben und Scharren, die Hektik in den Blicken. Selbst die roten Tücher.
Alles verstummte plötzlich, hielt inne und ward ruhig. Bis in den nächsten Tag hinein.
Und manchmal sogar eine Sekunde weiter.

Doch standen sie wieder auf; klopften sie den Sternenstaub von Anzug und Kleid.
Warfen trutzig die eigenen Köpfe in den Nacken und schärften das Horn.

Verborgen geschützt von dem schwärzesten aller Gläser.



Du wolltest was sagen.

(Monika Köhler, Kommunikation)

Wenn er nicht
blind wäre,
könnte er hören,
was sie zu ihm
sagt.

Wäre sie nicht stumm,
könnte sie sehen,
was er zu ihr
sagt.

Aber da sie beide
taub sind,
verstehen sie sich.


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