Montag, 6. April 2009

Fin.

"Es war einmal..."
Heißt es nun.
Und ich stempele Gedanken um Gedanken ab.
Fein säuberlich und mit ganz viel Gefühl,
damit es sich verbraucht.

"ERLEDIGT!"

Die schwarze Tinte reibt sich in die Augen.
Brennt.
Aber es geht nicht anders.
Die Akte soll geschlossen werden,
also wird sie geschlossen.

Im Zweifel für den Angeklagten!
So lautet das Gesetz.

Es ist eine Sache, sich am Rande des Wahnsinns zu wähnen,
während man nur zu gut um die eigene geistige Gesundheit weiß.
Und eine andere, dorthin gestellt zu werden,
wie ein dummer Penäler;
"Lektion noch immer nicht gelernt?".
Nein, diese Sprache spreche ich nicht.
Möge man mir verzeihen!

Und dann werde ich wieder die Menschin für die halben Distanz.
Die, die ich war und bin.
Mit einem hier. Und einem dort.
Begebe ich mich zurück, auf vertrautes Terrain.
Ein wenig zögerlich, ein wenig scheu.
Ein wenig fremd mir selbst.
Aber aufrecht.

Ich versuche auszublenden,
was sich vor mir hinter der Wand ergoss.
Das ewige Flimmern. Die Unschärfe.
Sie strengte mich und meine Augen übermässig an,
ja,
das zumindest stimmt.

Und so schließe ich sie.
Um nichts mehr sehen zu müssen,
bis der Film endlich zu Ende ist.

Kommentare:

  1. Tapfer, wirklich tapfer! Können Sie sich eigentlich noch dran erinnern, welche Pappnase einem damals eigentlich die Karte gekauft hat und dann vom Popcorn-holen nicht mehr wiedergekommen ist?! ...und jetzt ernährt man sich von den Krümeln zwischen den Sitzen...

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  2. Zu gut. Leider. Aber ich übe mich im Vergessen...die Krümel machen auf Dauer einfach nicht satt.

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