Freitag, 13. März 2009

Dieu me pardonne.

Ich sitze in diesem Kleinwagen.
Da ist es besser, als dort im Halbdunkel, wo ich sowieso nur denke, dass ich es 'mal wieder...

(Dabei weiß ich doch, verdammt! Verstehe sogar ein Stück weit, aber nein...wieder und wieder die Keule. Holzhammer raus und drauf auf das Pflänzchen. Immer schön destruktiv, dann, wenn alles zuviel, weil nicht greifbar, wird!)

Wenig Verkehr für einen Freitag Nachmittag, stadtauswärts.
Die Sonne blendet mich, ich klappe das Schild herunter und unterdrücke den dringlichen Wunsch.
Nicht beim Autofahren. Überhaupt eh nicht. Nein.
In meinem Inneren toben seltsame Krämpfe.
Am Liebsten würde ich immer weiter fahren. Einfach nur geradeaus. Endlich einmal: geradeaus. Selbst Bäume scheren mich nicht. Ja, manchmal liebe ich solche Vorstellungen. Ich drehe das Radio lauter und drücke den Fuss aufs Gas. Schön, dass ich noch lächeln kann. Und merkwürdig, was mich so zum Lächeln bringt.

Was folgt ist Zurückdenken. Und ein um's andere Mal mehr, die Frage nach dem Bereuen. Ich beantworte sie mit "Nein", wenn auch etwas gequält. Weiss, dass ich nicht da wäre, wo ich bin, wenn nicht. Kann es mir selbst kaum erklären, sehe aber ganz klar den Fakt. Meine Trauer ist still. Zum Schweigen gebrachte Wut. Keine Chance mehr auf Hass, wie es scheint. Gut so. Ehrlicher. Ich murmele ein "Entschuldige..." vor mich hin. Richtung Licht. Und setze den Blinker.




(Video rein sinnbildlicher Natur.)

Kommentare:

  1. Solange man noch blinkt ist es ja irgendwie doch alles wie Vorweihnachtszeit und das dicke Ende kommt noch... Vergleich hinkt?! Soso, aber "Fakten sehen", soso...

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  2. Noch dicker? Zurück auf Anfang, bitte!

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