Mittwoch, 30. Dezember 2009

Auch wenn...

...mir das ob meiner momentanen Befindlichkeit (und vor allem dem Gedanken daran, wie der Lieferant und ich hier morgen die 172 kg MDF reinwuchten sollen) etwas unwirklich erscheint: Hoffen lässt es...

2010 also:

Fische (21.02. bis 19.03.)
Sie sind, das wollen wir gleich vorwegnehmen, die Hauptgewinner des Jahres. Einer muß es ja sein, da trifft es irgendwann sogar Fische. Sie rutschen in ein unvermutet gutes Jahr, wahrscheinlich brauchen Sie Monate, bis Sie Ihrem Glück auch trauen. Geben Sie sich einen Ruck, das ist alles echt, das gehört so, man nennt es gute Zeit. Das haben andere dauernd und kommen gut damit zurecht, das können Sie jetzt auch. Sie dürfen besonders im ersten Halbjahr ruhig ein paar Ansprüche mehr an das Leben stellen. An das Leben, an Ihren Partner, an Ihren Arbeitgeber, an das, was man so Umstände nennt. Machen Sie mal einen geraden Rücken, nehmen Sie Haltung an und greifen Sie zu, Ihnen wird etwas geboten. Da lösen sich Knoten, da fügen sich Umstände, da tauchen ungespielte Asse auf, man könnte neidisch werden. In der Partnerschaft könnte das für ein wenig Verwirrung sorgen, aber das nehmen Sie einfach als gute Gelegenheit, um einmal gründlich zu klären, wem da eigentlich was zusteht. Überhaupt könnten Sie bei diesem Thema ein wenig aufräumen, wenn Sie schon dabei sind. Ihnen ist ganz ungewohnt ehrlich zumute, nutzen Sie das aus und machen Sie klar Schiff. Eine gute Partnerschaft hält das aus und wird noch besser, eine schlechte Partnerschaft wollen Sie sowieso nicht.

Sollten Sie zum Halbjahr hin immer noch zu zweit sein, könnten Sie im Bett zu gänzlich ungeahnter Hochform auflaufen. Ihnen ist so dermaßen zupackend und sinnlich zumute, das muß irgendwie genutzt werden. Theoretisch ginge das auch an einer Töpferscheibe, aber hey, wir sind alle erwachen. Sollten Sie gerade solo sein, lassen Sie die ersten Monate entspannt verstreichen, zum etwas späteren Sommer hin findet sich das schon, fast wie von selbst.

Von April bis Juli schrauben Sie aber Ihre Erwartungshaltung in der Liebe besser noch kurz zurück, diese Monate sind viel besser geeignet, um alleine etwas zu regeln. Wenn es etwas zu tun gibt, bei dem es nur auf Sie ankommt, dann in diesen Monaten. Wenn Sie immer schon einmal alleine Urlaub auf dem Leuchtturm machen wollten, dann jetzt. So selbstzufrieden ist man nicht alle Tage und es ist gar nicht einfach, diese Phase sinnvoll zu nutzen, da müssen Sie schon etwas kreativ werden. Aber das ist ja vertrautes Terrain für Sie.

Die größte Herausforfderung für Sie: Sie werden sich damit abfinden müssen, daß Sie sich im Laufe des Jahres ziemlich gut finden werden. Es ist hart, aber Sie werden lernen, es auszuhalten.

Und wenn Sie's jetzt wissen wollen, dann gehen Sie nach da.

Aber nur glauben, wenn es gut ist, gell.. ;)

Montag, 28. Dezember 2009

Wohin?




Und wieder nähern wir uns einem Ende.
Ich bekomme es zunehmend mit der Angst.
Das ist neu.
Und lehrt mich mehr fürchten, als alles bisherige.
Nachgeben darf man nicht. Denke ich.
Denn wer nachgibt, der hat schon verloren.

Und so streichele ich noch immer die Träume.
Scheu davor, sie einzutüten.
Denn wer eintütet, hat auch verloren.
Doch muss ich meinen Blick auf den Boden wenden.
Warum nur drückt es so sehr?

Alles was ich vom Leben wollte, war ein einziger Tanz.
Einen Tanz im güldensten, herrlichsten Licht.
Welches die Nacht zu bieten hat.
In unlimitierter Auflage.
Ohhhhkeeeeh...

Aber das Leben, das Leben will kein Farbfernseh sein.
Das Leben, es hängt am Alltäglichen. Ganz schwarz-weiss.
Da hilft kein Seufzen nicht.
Und so flimmert und knistert es vor sich hin,
wie die "große",
diese verdammte Nachtgestalt;
Trollfee of Alb!

Nein. Die Dinge, sie müssen sich natürlich wandeln.
Ver- und entpuppen.

Einen Wandelwechsel wünsche ich mir!

Irgendwofür. Irgendwohin.

38mm.

Gerade für 400 Euronen MDF gekauft.
Und noch so ein "paar" Leisten für 50...
Silvester wird's geliefert.

Mir ist schlecht.

(Dafür den blau-gelben Riesen beim Einlösen des Weihnachtsgutscheins um acht Euro beschissen. Unbeabsichtigt zwar, aber immerhin...)

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Dienstag, 22. Dezember 2009

...

Der Eisenwarenhändlerfreund fragt mich, ob ich eigentlich eine zweite Wohnung dazugemietet habe, inzwischen.
Und als ich: Nöööh...aber ich werde immer besser :)... sage, sagt er: Das glaube ich Dir!
(Oh mein Gott: Sie KENNEN ihn nicht! DAS IST ABER SOWAS VON EIN KOMPLIMENT!!!)
Und der Heizungswartmensch glaubt, dass ich ihn verscheißere,
mit der Aussage über den eigentlichen Beruf;
und dass Fort Knox Arbeit immer learning by doing ist...

So langsam komme ich mir vor wie 'ne Professionelle...hach!

Samstag, 12. Dezember 2009

Größenwahn?

Also so langsam fällt mir echt nix mehr ein dazu.
Was die Vermieterfront in dieser Stadt so abzieht, macht mich bisweilen echt sprachlos..
Ich meine: Über zwanzig Euro kalt??? Geht's noch???
Wir sind hier doch nicht inner Hafencity...

Pfui, Suzi!


Freitag, 11. Dezember 2009

Wanderung zwischen den Welten.

Schon lange, der Titel. Der eigenen imaginären Biografie.
Wem oder was zu zollen: Unklar.
Gene? Horoskop? Sozialisation?
Muster? Übertriebene Sensibilität?
Abgrenzungsproblem?
Zuviel Dialektik. Immer.
Zuviel vermeintliche Wahrnehmung auch. Immer.
Ich wünsche mich mir "blöd", noch immer.
Unverändert seit über zwanzig Jahren.

Ist das überhaupt wichtig?
Auch keine neue Frage,
aber eine, die vielleicht einen persönlichen Mehrwert enthält.
Um dann einfach zu vereinen, was nicht vereinbar scheint. Ist.

Offen. Für alles.
Und nichts.

Freitag, 4. Dezember 2009

Dienstag, 1. Dezember 2009

Big Brother H.

Mir ist gestern Abend das Netzteil vom kleinen Weißen durchgeknallt.
Ganz gemütlich lag ich so. Im Wohnzimmer auf dem Sofa.
Als es irgendwo in der Wohnung ein wenig wumste.
"Wird die Katze gewesen sein...", dachte ich.
Oder halt was umgefallen. Wäre ja auch kein Wunder, bei dem Stapelchaos hier...
Vielleicht auch ein ausgewieseltes Störgeräusch der Nachbarn.
Wer weiß...

Als ich so ein Stündchen später jedoch in die Küche flanierte, war dort plötzlich die Schummerbeleuchtung aus. Und reagierte auch auf kein Schaltergekippel. Hm? Sicherungen checken...irgendwas stimmt da nicht. Und ja, tatsächlich: Raus das Teil! Also wieder rein. Licht funzt. Nur: Koooomisch... Mir fällt der Wums wieder ein. Und ich kucke gen Schleppi. Nix leuchtet. Aha!
Beim örtlichen Fruchtgroßhandel kostet so ein Netzteil schlappe 80 Euro, finde ich nach einigen Recherchen heraus.
Ziemlich teuer für einen "Stecker".
Also goes Frau H. nackt und unerschrocken aufs Pferd.
Und siehe da: Für'n Fuffi geht auch...
Jut! Dann also.
Hilft ja nix!
Und seit dem ist Frau H. Big Brother und kann jeden einzelnen Schritt watchen.
Nicht dass sie da unbedingt drauf stünde, aber diese Transparenz ist schon irgendwie, hm? Frau H. weiß auch nicht...


Übersicht
Auftragsdatum 30.11.2009
Order xxxxxx
Kundennummer xxxxxx
Zahlungseingang 01.12.2009
Warenausgang 01.12.2009
Rechnung Rechnung öffnen
Auftragshistorie Hier klicken
Rechnungsanschrift
xxxxxxxxxxxx
Deutschland
Lieferanschrift
xxxxxxxxxxxxx
Statushistorie
01.12.2009 16:54 [7] Warenausgang gebucht
01.12.2009 14:52 [6.1]Paketschein Erstellen
01.12.2009 14:51 [5.2] Freigabe Versand, Rechnung gedruckt
01.12.2009 01:00 [5] Freigabe Versand
01.12.2009 01:00 [3] Warten auf Zahlung


Und damit ihr auch ja nix entgeht, kann Frau Big Brother jetzt hier noch schauen:

Ergebnis Ihrer Suche

Sendungsnummer
xxxxxxxx

Produkt / Service: DHL PAKET
Empfänger: xxxxxxx
Status: Die Sendung wurde im Einlieferungs-Paketzentrum bearbeitet.
Status von: 01.12.09 19:57
Nächster Schritt: Transport zum Zustell-Paketzentrum


Ich bin mir nicht sicher, ob ich das nun fürchterlich oder sehr Kundenorientiert finden soll....

Nu ja.

Freitag, 27. November 2009

Fortschritt. Der.

Dass Korken nicht mehr aus Kork sind, daran hat frau sich ja mittlerweile gewöhnt. Das ist auch nicht dumm. Und durchaus nachvollziehbar! Aber einen "ROTEN" mit einem "ROTEN" hatte Frau dann doch noch nie....

Kork

Und jetzt wird Iggy laut gedreht und endlich das Regal eingeräumt. Yeah!

Anarkos

Donnerstag, 19. November 2009

Lesen Sie heute: Mein Leben als Muse. Ein Tatsachenbericht.

Muse

Einst war Frau H. gut anderthalb Jahre jünger.
Und ungefähr zu dieser Zeit trug es sich zu.
Vorfrühjahr 2008 wohl, also. Demnach. Oder umgekehrt.
Und wie das eben so ist, mit den Vorfrühjahren: Sie bringen einen auf die absurdesten Gedanken!

Wir zeichenen (!) im Geiste einen Mittwoch- oder Donnerstagabend.
Verregnet und grau.
Frau H. kämpfte sich durch das Unbill des Wetters; müde, gestresst und auf der Suche nach ganz ganz viel Alkohol.
Den man ihr dann auch bereitwillig gab. Dort.
Und zwei oder drei Biereinheiten später fängt die Geschichte an:

Nicht nur von der Begleitgruppe mittlerweile schön angewärmt flätzt Frau H. im angeranzten Pornosofa zufrieden seufzend vor sich hin, als Häuptling gemeine Zeichenkohle den Raum betritt.
Auf den Lippen diese Frage, ob jemand wolle...
Alles verneint, so wie immer eben, in solchen und ähnlichen Fällen, auch Frau H., zurerst.
Doch dann, ja dann, überlegt sie es sich urplötzlich anders und krakelt: Doch, HALT: ICH! Ha!
Dieser kleine Anflug von Persönlichkeitsentrückung mag dem Alkohol entsprungen sein, oder vielleicht auch dem nach und nach abfallenden Stress. Man weiß es nicht. Und wird es nie erfahren.

Fakt ist, dass Frau H. noch kurz dem Sevicemann winkt (diese Geste reicht vollkommen, um bereits kurze Zeit später das zu erhalten, wonach einem verlangt: Glauben Sie diesen Eppendorfer Onlinebewertern kein Wort!) und sich dann zusammen mit dem Künstler auf die Nachbarcouch verzieht. Er links, sie rechts. Jeweils in den Ecken (und die Pornosofas sind groß!), damit die Sicht auch ja objektv bleibt (und vielleicht mit Chance ein wenig durch Kurzsichtigkeit geschönt wird..).

Irgendetwas ist an diesem Abend mit Frau H. nicht ganz richtig. Nicht nur, dass sie sich überhaupt auf dieses schwachsinnige Unterfangen eingelassen hat, nein, sie beginnt auch noch, sich in dieser Rolle zu gefallen und malt sich im Geiste bereits ganz begeistert ihre Zukunft als Muse der bildenden Zunft aus.
Hach ja, wie geschaffen ist sie dafür!
Nur treffen muss er sie, so rein bildnerisch! Und natürlich nicht schlecht.
Also eigentlich: Besser! Viel viel besser!
Und das sagt sie ihm auch.
So kann sie nämlich manchmal leider sein, die Frau H.. (Also an so Ausnahmeabenden....)

Der Künstler hat die Situation rasch begriffen. Nicht zuletzt, weil Frau H. recht deutlich war, zumindest in der einen Forderung.
Und er scheint eine Muse zu suchen. So bedringt, dass ihn Frau H.'s Wille nach einem GUTEN Abbild - Nicht die Nase so groß! Bloß nicht die Nase so groß! - in eine gewisse Nerosität versetzt.
Blatt um Blatt wird angeritzt, ausgerissen, zerknüllt.
Und Frau H. vermehrt abgemahnt: Stillhalten!
Also bemüht sie sich. Und hält still. Zumindest soweit dies mit ihrem Getränkekonsum vereinbar ist.
Und malt sich, kurzsichtig wie sie nun einmal ist, ihre süße Zukunft als Inspirations- und Initiationsquelle immer bunter aus.

Als das "Göttinenabbild" dann nach gefühlten zwei Stunden endlich jenen Zustand erreicht hat, von dem der Erschaffer meint, es hätte nun etwas treffendes, ist Frau H. bereits so entrückt, dass sie nicht einmal mehr die Empörung wahrnimmt, die sie nun, ob des garstigen Sketches, der die Basis ihrer Musenzukunft postgraphisch sofort zerschmettert, eigentlich empfinden müsste. Und so willigt sie leicht vernebelt ein: Eck! Die mittlerweile mehr als amüsierte Begleitgruppe ist zwar "astonished", wie der Engländer sagt, und fragt nach, ob Frau H. denn noch...aber das ist ja auch egal, irgendwann.
Sie werden das vielleicht kennen.
Und so zahlt sie dem Künstler als Lohn sein Getränk und wankt auf musen- und bierschwangeren Füssen mit ihm zusammen in den Regen...

Dieser nun allerdings wirkt etwas ernüchternd auf unsere Dora Maar der Neuzeit.
Und als Picasso sie dann auch noch recht plump in einen abseits des Weges liegenden Hauseingang verschleppt und ihr die zunehmend entschwindende Wolllust mit ungeschickten Speichelspielchen zu entlocken versucht, wird dies zum Todesstoß all dieser schönen Phantasien, gegen den selbst ein weiteres Bier und gute Worte machtlos sind...

Ich hätte Ihnen gerne ein schöneres Ende beschert!

Aber so ist es, das Leben: Hart, gemein und realistisch. (Womit wir wieder am Anfang - siehe Zeitdokument - wären.)



(An dieser Stelle geht mein herzlicher Dank für Erinnerung und Inspiration an den Blog- und Stadtkollegen Herrn Bosch, dessen Beitrag dieser kleine Gedankenspaziergang gefolgt ist!)

Dienstag, 17. November 2009

Zwischenstill (unkommentiert).

Sofar

Lauter. Bitte.

Alles in allem: Ganz gut.
Aber es flüstert. In mir. Dort draußen. Überall. Und nirgends.
Vielleicht flüstert auch gar nichts, da bin ich mir manchmal nicht so sicher.
Vielleicht denke ich das nur, weil ich es denken will.
Also dass es flüstert.
Aber wenn es flüstert, dann ist es mir gerade zu still.
Ja, es wäre schön, die Hörspiele der allabgedrehten Phantasien 'mal wieder in voller Lautstärke zu hören.
Bumm. Bumm. Bumm!
Bäng. Bäng. Bäng!
Bis sich die Nachbarn beschweren.
Oder sonst irgendwer in dieser seltsamen Straße.
Hier.
Und mir das Trommelfell fast platzt vor lauter Tremolo,
dass ich zu hören begehre
und dessen Klang mich doch immer nur in Hälfte erreichen wird.

Manchmal komme ich mir vor,
wie ein Stück Marmorkuchen.
Grobmotorisch
und voller naiv hoffnungsvollem Vertrauen
von der Kleinen
aus einer Plastikform gestülpt.




Das keiner will....

Dienstag, 10. November 2009

Talking to myself.

Mit sich selbst sprechen ist gesund. Es fördert die Konzentration. Räumt innerlich auf. Und verfestigt Gedachtes.
Punkt Eins ist jetzt wissenschaftlich erwiesen. Punkt Zwei und Drei behaupte ich einfach 'mal so.
Denn auch wenn ich grundsätzlich finde, dass viel zu viel geredet wird auf dieser Welt, so mache ich beim Selbstgespräch eine Ausnahme. Ist das Selbstgespräch doch das Gottgeschenk schlechthin!
Ich meine, was anderes als Selbstgespräche sind bitte schön Gebete?
Aber so hoch wollen wir (also ich und Gott, so es ihn gibt) gar nicht greifen.
Nein.
Uns genügt das fröhliche zwischen den Regalen im Supermarkt vor sich hin Brummeln.
Oder der philosopische Spaziergangschnack ins eigenen Ohr.
Auch beim Arbeiten bietet es sich an.
Vor allem dann, wenn einen nicht ständig wer fragt: Hast Du was zu mir gesagt?
(Solche Fragen kann man mit Offenheit beibiegen, ganz nebenbei bemerkt.)
Ich sprach ja schon immer mit mir selbst. Und ich fand das auch schon immer echt prima.
Zuerst waren es die Kindheitsphantasien, die mein Sprachzentrum mir lauthals beim über die Wiesen traben bestätigte.
Später waren es die Inhalte von Klausuren und Extemporalen.
Die sich wahlweise während des Pausengangs oder (das war ganz weit vorn!) schon beim Spaziergang des Klausurvortags in meine Gehörgänge schlichen.
Gewirkt hat es immer. Das ist schon irgendwie faszinierend.
Mein Bedürfnis mit anderen Menschen zu kommunizieren beschränkte sich hingegen.
Nicht, dass ich nicht sprach. Nein.
Aber das Gesprochene erschien mir doch recht oft hohl.
Und vollkommen überflüssig.
Der Grund warum ich es dennoch tat - und immer noch tue - fand sich wohl am Ehesten in einer sozialer Anpassung, die mit dem Alter zugenommen hat.
Und, nun, an der ich mittlerweile bisweilen sogar Freude habe.
Ich rede im Fahrstuhl über das Wetter. Und mit Anton, dem Hund.
Indirekt, versteht sich.
Ich frage Menschen, wie es Ihnen geht.
Auch wenn ich weiß, dass die Antwort nichtssagend sein wird.
Egal!
Alles hübsche kleine Sprachkonventionen... Nettigkeiten!
Ja, auf Nettigkeiten fahre ich mittlerweile ab.
Das lehrt einen diese Stadt, denke ich.
Franken lehrt einen sowas auf alle Fälle nicht.
Nein.
Franken lehrt einen allenfalls Selbstgespräche.
Was wahrscheinlich auch besser ist.
Wenn Sie sich jetzt fragen sollten, worauf ich eigentlich hinaus will, dann sind Sie nicht allein.
Will heißen: Ich frage mich das gerade auch...
Es würde viel zu weit führen, das jetzt zu erklären!
Muss an den Fahrstuhlgesprächen liegen, dass ich überhaupt damit anfing..

Ich spreche auch mit meiner Wohnung, wissen Sie?
Und als ich noch ein Auto hatte, sprach ich auch mit meinem Auto.
Eigentlich spreche ich mit allen Dingen um mich herum.
(Außer mit Zimmerpflanzen. Zu denen fehlt mir irgendwie der Bezug.)
Und ich stehe dazu.
Mehr als zu den Fahrstuhlgesprächen.
Nach wie vor.

Das ist schon irgendwie seltsam.

(Notiz an Selbst: Trotzdem besser ein Headset anschaffen!)

Montag, 9. November 2009

Wahrhaft ehrlich?

Viel zu tun und viel zu denken. Derweil.
Es scheint das Jahr dafür.
Ich begegne meinen Rollen, wie fremden Gesichtern.
Frage mich, wo ich dazwischen bin.
WER ich dazwischen bin.
Und wo ich hin will, als diese WER?

Du, Du bist Instinkt.
Und meine Worte an Dich, sind und waren das wahrhaftigste, was ich seit langer Zeit...
Aber sie sind auch ein wackeliges Gut. Das ist mir wohl klar. War es schon immer.
Vielleicht ist es manchmal unehrlich wahrhaftig zu sein?
Und vielleicht ist "Ehr"lichkeit manchmal unwahrhaftig?
Ich weiß es nicht.
Weiß nur, dass es nicht um Wissen geht, beim Instinkt.

Es ist diese Suche, nach dem eigenen Weg.
Und erst dann, wenn man ihn gefunden hat,
wird es auch wieder Kreuzungen geben...

Nicht wahr?

Mittwoch, 4. November 2009

Sturm, Drang. Und Verdrängung.

Ich könnte Dich auch vergessen, ja.
Wir Menschen, wir können im Grunde ALLES vergessen.
Manchmal müssen wir das sogar.

Aber ich will das nicht.
Oder erst dann, wenn es wirklich nötig wird.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Fehlerhaftes Denken.

Ist es nicht so? Wir sehen überall und immerdar mehr grün als bei uns selbst.
Und halten deshalb verschämt den Arm vors Gesicht, auf dass nur niemand sieht.
Gelernt haben wir, wie man sich schützt.
Mühsam. Aber nachhaltig.
Wir möchten, ja doch: Wir möchten.
Den Arm hochheben, herausblinzeln, und fragen:
Bis Du wirklich Freund oder doch Feind?
Aber wir wagen es nicht.
Wagen nicht, uns selbst anzusehen.
Und uns unsere Hoffnungen, Sehnsüchte und tiefsten Bedürfnisse einzugestehen,
weil,
ja,
weil:
da ist immer die Gefahr!
Nichts scheinen wir mehr zu fürchten,
als den Verlust und die Zerstörung unseres Selbst.
Und das, obwohl es nur eines gibt im Leben,
was wir nie ganz verlieren werden:
Uns selbst.

Es ist ein böses Gaukelspiel, das die eigene Geschichte da mit uns treibt.
Indem sie uns einredet, wir hätten immer eine Wahl und uns damit die eigentliche Wahl nimmt.
Denn wozwischen können wir denn schon wählen?

Ähem...

frau sollte nicht mit Techniken rumspielen, die sie nicht wirklich versteht...

Versehen geschehen...




(Todpeinlich, das. Mir.)

Montag, 5. Oktober 2009

In Sachen Lebensqualität...

Überall in aller Munde, gerade.

Bei mir akut, weil ich heute 'mal mittags im Supermarkt war, Pfandgüter abgeben.
Bin ich ja sonst eher selten.

Die Jungs - und neuerdings auch Mädels - stadtweit, die achtlos in Mülleimer und die Gegend geworfenes Bargeld einsammeln und sich damit ein klein wenig zum kargen Brot dazuverdienen, waren ja schon immer in Gedanken meine Kollegen.
Das liegt wohl an der ewigen Existenzangst der schlechtverdienenden Selbstständigen.
Deshalb schmeiße ich pfandbesetztes Leergut auch nie in einen Mülleimer, sondern stelle es neben oder auf ebensolchen.
Wenigstens eine Entwürdigung weniger...

Heute stehe ich also gegen 14h im Supermarkt, mit der Absicht den Inhalt meines Pfandtütchens (das ich Samstag schon vergebens - weil ja Feiertag und so - dahingetragen habe....hätte frau ja auch 'mal raffen können, BEVOR sie zum vermeintlich geöffneten Supermarkt dackelt! Aber irgendwie hatte ich es noch nie so mit diesem Tag.) brav in den stinkenden Schlund zu stopfen. Vor mir auch nur zwei Leute auf zwei Automaten.
Prima! Auf den ersten Blick.
Aber: "Aua...", auf den Zweiten.
Bei den beiden Personen (eine Frau, etwa in meinem Alter, mit Aidshandschuhen ausstaffiert (!) und ein älterer Herr im Anzug, ausländischer Herkunft; beide sehr gepflegt und angenehm wirkend) handelte es sich nämlich um eben jene vermeintlich zukünftigen Kollegen.
Das bedeutete natürlich eine gewisse Wartezeit, die ich unter diesen Umständen jedoch gerne in Kauf nahm.
Was viel schlimmer an mir zerrte, war dieses Gefühl, in einem zunehmend verarmenden Land zu Leben.
Oder sagen wir es besser: In einem Land, in dem sich das Kapital auf zunehmend ungerechte Art und Weise verteilt.
Zumal ich ja eigentlich in einem nicht gerade verarmten oder sozial schwierigen Viertel lebe.

Und doch ist und bleibt dies ein Jammern auf hohem Niveau. Das muss einem eben auch klar sein.

Hat eigentlich jemand von Ihnen den Mensch als Lieblingstier?

Pläne (2.)

Der Gedanke daran, dass Dinge die ich bisher rein im Zuge der Prokastination betrieben habe,
irgendwann Teil einer sinnvollen Tätigkeit, ja "Arbeit", sein könnten, begeistert mich mehr als absolut.
So dies überhaupt möglich ist.

Jetzt muss ich nur noch die Zweiflerin in mir wegcoachen lassen.

So weit, so gut.


Freitag, 2. Oktober 2009

Pläne.

"Wenn Du den Feind nicht besiegen kannst,
dann mache ihn Dir zum Verbündeten."


So, oder so ähnlich, sagt es eine alte Weisheit.
Und so, oder so ähnlich, mache ich es jetzt.
Auch wenn mein Feind gar nicht personifizierbar ist.
Allenfalls in der modernen Zeit ist er zu Hause, dieser Feind.
Im Wandel, dem stetigen. Schnellen.

Ein bisschen ist es aber auch eine Zurückkehr.
Das Heimkommen zu einer Idee,
die als grobes Raster schon immer existierte.
Und die sich eben gerade jetzt
durch den Wandel
und die modernen Zeiten
zu etwas vollkommen Neuem formt.

Hat schon alles immer seinen Sinn....

Montag, 28. September 2009

Träume...

...mal ganz anders.

Ich hätte nie gedacht, dass mir unternehmerisches Denken soviel Freude bereiten kann.
Und vielleicht sogar mehr liegt, als bisher angenommen?
Alles eine Frage der "richtigen" Idee...
Sach ich doch!
Schon immer.
Hach!

Mittwoch, 23. September 2009

Hug!

Seltsame Momente. Erkennen. Ein klein wenig.
Irgendwie.
Mal wieder.
Durch Augen die man kaum kennt.
Und doch so sehr mag.

Wo sind eigentlich meine Offenheit und mein Selbstverständnis hin?

Tief im Schlamm schlage ich ab und an noch
wie aus einem alten Reflex heraus
vibrierende Wellen.

In eben jene Gesichter.

Veränderung.
Nicht nur außen.

Nötig. Und halb schon gelebt.
Oder erst.

Alles eine Frage der Perspektive.

In dieser Umarmung. Dieser gottverdammt schönen, festen Umarmung.
(Nein, nicht so. Eher so.)
Bloßgelegt wohl ehest vom Überraschungsmoment.
Finde ich ein Stück von mir.

Sie ist, als würde jemand sagen:

"Oh man, ich habe Dich übersehen... Entschuldige!"
Und:
"Schön, dass Du da bist!"

Und damit die Erinnerung an das Gute im eigene Ich sanft erwecken..

Wie soll gesagt werden, was gesagt werden will. Manchmal.

?

Wie sich erinnert werden, an das, was ist.

Auf dem Grunde.

(Wanna be 4 4 4.)

Sweet dreams... 4ever?

Montag, 21. September 2009

Aus der Seele. (Grundstein und Fragment)

Vorbereitungen



Wolfgang Bächler
Zwei Häuser

"Ich irre,
ich irre um mich herum.
Ich irre um dich herum.
Ich irre herum.

Bau mir ein Haus in die Luft,
um meine Verwirrung einzufangen,
meine Verirrung und mich,
eine Wohnung für meinen Selbsthaß,
eine Werkstatt für meine Zerfleischung,
ein Atelier,
in dem ich mich an die Wände werfen,
und wieder abkratzen kann
bis alles kalkweiß ist,
die Wand, mein Gesicht
und das deine.

Bau es auf Sand, dieses Haus,
auf Sand und auf Schnee,
um meinen Irr-Turm herum,
aus Wänden, die um ihn zusammenstürzen,
die meinen Irrtum begraben,
ein Kartenhaus um meine Verzweiflung,
und ziehe die Karten einzeln weg,
den König, die Dame, den Buben.

Wenn ich mich in den Irr-Turm verschanze,
auf Trümmern der Selbstzerstörung,
das As und den Haß in der Hand,
fliegt mir das Dach davon.

Du nimmst mir den Haß und das As
und gibst mir den Buben zurück.
Wir bauen ein neues Haus
auf einem anderen Grund."


Keine Worte, die mir mehr Synonym der Liebe.
Keine Worte, die näher,
gewesener und immerdar nun,
da Teil von mir,
sein könnten.

Tiefstes
Inneres.

Geschenk.

Time is passing away.

It's now.

"Doch dann wuchs mir
ein Baum aus der Brust,
verzweigte sich, trieb Blätter.
Wie sollte ich je wieder aufstehen können
mit diesem Baum in der Brust?
Wie durch die Türe gehen?
Leichter wächst da mein Baum
durch die Zimmerdecke, durch das Dach,
Ja, nur so kommen wir aus dem Haus."


Samstag, 19. September 2009

Tip your lip

Behind

Ich bespiegele und bespiegele weiter. Aber nähere ich mich auch dem "davor", so bleibt das dahinter weiter nebulös.
Das will es wohl so. Oder es ist gar nicht wirklich da. Keine Ahnung. Oder: Nur Ahnungen.

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Aufrecht in den Herbst. Er gefällt mir in diesem Jahr besonders.
Dafür allerdings gibt es keinen besonderen Grund.
Es ist nur so, einfach nur so.
Weil eben: Passt!

(Sommer nicht.)

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Aus einer Einbahnstraße kommt man nicht so einfach raus.
Da muss man durch. Bis zum bitteren Ende.
Fuß aufs Gas, also.

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Der Rest bleibt Geduld.

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Große Sehnsucht nach Gemütlichkeit.
Sehr große.
Und nach: FEELING HOME!
Endlich mal.

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Hier und jetzt.

(Und wohl doch erst später.)


Freitag, 18. September 2009

Der Adel müsste man sein!

Genießersocke

(Wenn ich daran denke, wie verhuscht und verhungert dieses Tier einst am Anfang war...und jetzt?
Die Made im Speck.
Sorry, dass ich Euer Hoheit Sonnenbadskreise gestört habe, auch.)

Donnerstag, 17. September 2009

Daily mirror.

Hermes

Eine abgesagte Abendverabredung.
Ein freier Freitag,
in Aussicht.
Mit Aufgaben zwar, aber...

Eine Woche voll von Nachtkino,
hinter mir.
Das spannend war,
und durchaus unterhaltsam,
mich aber recht müde zurücklässt.

Ansonsten:
Nichts.
Leider.
Oder zum Glück?

Ein bisschen business as usual.
Ein paar Wünsche und Träume,
auch am Tag.

Lächeln, um des Lächelns willen,
weil's soviel Freude macht.

Und Gedanken über Vorsätze.
GUTE Vorsätze.

Leben will sortiert werden.
Immer noch.
Und immer wieder.
Auch wenn es bissweilen langweilt.

Sonntag, 13. September 2009

Tirant sur le rouge.

Nicht selten überkommt mich dieser Gedanke, was geworden wäre, hätte ich damals, vor vielen Jahren, in diesem einen, entscheidenden Moment, anders reagiert.
Ich bin kein Mensch der bereut.
Keiner, der geneigt ist, die Dinge im Nachhinein verändern zu wollen.
Und doch: Ich frage es mich.
Oft.

Ein Leben ist immer die Verkettung von Ereignissen. Erlebnissen. Entscheidungen.
Gabelung um Gabelung schaffen wir uns so den eigenen Weg,
Das eigene Leben.
Was also wäre jetzt, wenn ich damals... ?

Im Grunde frage ich mich das weniger,
weil ich es gerne anders gehabt hätte.
(Müssig, sowas. Immer!)
Nein, ich frage es mich wohl, weil ich einen Punkt suche,
um wieder anzuknüpfen.
An mich. An die, die ich damals war.
Bevor.

Es war eine gute Zeit.
Vielleicht sogar eine der besten in meinem Leben.
Ich war das pure Selbstvertrauen, die reine Offenheit.
Gelassen, zufrieden.
(Glücklich?)
Nahm an,
was es anzunehmen galt.
Und lehnte ab,
was nicht ging.
Für mich.

Es war nicht alles einfach.
Vieles war sogar sehr schwer.
Aber es war alles gut.
So, wie es war.
Für mich.

Rund,
irgendwie.
Lebendig!

Bis zu jenem Moment.
Eben jenem Moment
der vielleicht falschesten Entscheidung meines Lebens.

Ein Moment der aus einem einzigen kleinen Wort:
"Arschloch!"
Und meinem Bleiben.
Dabei und dort.
bestand.

Habe ich mir eingebildet, ich könne mich damit ein Stück weit vor dem bewahren,
was nun, offenen Auges, auf mich zukommen würde?
Mit diesem einen kleinen ehrlichen Wort?
Unter dem ich meine Enttäuschung und den aufwallenden Schmerz versteckte.
Und das doch keinen Abbruch tun konnte, dem.

Fakt ist,
dass ich nicht hier sitzen würde.
Ohne all das.
Dass ich andere Fehler machen würde,
als die,
die ich gemacht habe.
Gestern erst wieder.
Und die ich gerne zurückholen würde,
gerade.

Weil der beste Fall,
der der Freude,
über,
ja doch
nichts als
ein Hirngespinnst
ist.
An dessen Stelle
positivst
Gleichgültigkeit
negativst
Ekel, Abscheu
und Verachtung
stehen wird...

Oder?

"Each day has its own individuality of color."
(Charles Hawthorne)


(And yesterday was very green.)

Samstag, 12. September 2009

6

SechsAus

Auf gestriges Anraten (21 Mios!) von Frau Stinkefisch hin vorhin doch tatsächlich Lotto gespielt.
Drei Scheine zerschlissen.
Dabei.
Aus purer Unwissendheit.

Und nu? Bald reich?

Selbst wenn:

Bullshit!

Freitag, 11. September 2009

Off topic (2.)

Köstlich gelacht. Gestern Abend.
After work.
(Und heute morgen dann festgehalten. Before....)

Galaostrich

Montag, 7. September 2009

Herbst. Demander.

Herbst

"Wer schläft lügt nicht..."

Das ist so ein Satz meiner Mutter. Einer dieser, Sie wissen schon.

Ist Dornröschen nur deshalb Dornröschen,
weil es die Lüge fürchtet?
Mehr als?
Und WESSEN Lüge fürchtet es?

Und warum nur,
hat man es durch den Apfel vergiftet.
Und in einen Glassarg gesteckt?

"Es ist immer zwei."

Sagt Dornröschen.

Und lächelt verhuscht,
mit ein bisschen roter Apfelhaut
zwischen den vergilbten Zähnen.
Seine Wangen glühen dabei.
Vom saureren Apfel.
Oder wegen der aus den Spiegeln prügelnden Scham.

Beware!

Fast reglos
liegt es auf dem Diwan.
Seufzt.
Und weiß doch nicht:
Wie weiter?

Jetzt, da erwacht.

Auf die Zinne stellen und rufen?
Um sich dann
- hurtig hurtig -
wieder zu legen?
Und so zu tun, als ob?
Um den Kuss des Prinzen zu empfangen.

Oder einfach:
Ein paar Flyer drucken.
Und alles fliegen lassen?
In eine beliebige Menge und Masse?


Vielleicht ein paar Sit-Ups.
Auf Vordermann bringen.
Staubwischen.
Und die Hecken kurz kürzen.
A Glaserl Wein, oder auch zwei.
Haps Käsebrot, dazu.
Und sehen.

Warme Milch mit Honig.
Zur Nacht.
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben...ACHT!

Wer schläft lügt - ÄH, Fehler... - SÜNDIGT! nicht....

Wie sinnvoll ist eigentlich Sinnfreies?

ABWARTEN.

(Und im Geiste Fried zitieren.)

Freitag, 28. August 2009

Donnerstag, 27. August 2009

Freitag, 21. August 2009

P. geht um den Block, derweil. Mit A. sprechen. Ungestört. Und ich frage mich, was eigentlich der Konsens des allgegenwärtigen Spiels ist? Auch reden möchte ich. Nicht mit irgendwem. Nicht irgendwo. Aber reden. Oder besser noch: Fühlen. Anfühlen!
Und dann ist es doch wieder nur so. Wie es eben ist. Pitty!
Scheibe, Kreis oder (Halb)Kugel? Wer weiß das schon gewiss....

Der Garten birst vor Menschenlärm. Erschöpft und aufgedreht wanke ich durch Nervenbahnen. Alles ein bisschen viel. Und zuwenig. Zugleich. Seit. Ja, seit...

Hoffnung kann ein Gift sein. Oder Medizin.
Just a question of...

Missing.

(Etwas.)

(Etwas von etwas bleibt immer etwas. Egal wie weit man es reudziet.)

Eels. No ordinary man.

Stellvertretend:

Schnaps?

Irgendwie lassen die Schrecken ja nicht nach.
Kaum glaubt frau, dass sich die Lage, die Taler und auch sonst alles, so langsam wieder regulieren, faltert einem schon - passend zum ja eigentlich erholsam und optimistisch fein gedachten - Wochenende die nexte Hiobsbotschaft ins Haus.
In Form einer Jahresabrechnung.
Sollten Sie schonmal knapp 1000 Euro Strom nachzahlen?
Als Einpersonenhaushalt?
Nein?
Ich auch nicht, bisher. Jetzt aber...

Erklärungen gibt es, wenn auch nicht.
Nein, SO HOCH dann eben doch nicht.
Und auch nicht dann, wann.

Abzocke klären also, nicht ohne vorher nochmal den Zählerstand zu kontrollieren.
(Alles im Bereich des Grünen!)

Am Ende des Gesprächs dann, sagt die Servicefee:
"Am Besten trinken Sie jetzt erstmal einen Schnaps!"
Ich finde Sie hat recht.

Cheers!

(Dumm nur, dass ich keinen habe. Na ja, Bier wird auch gehen. Und dann bekommt P. halt einfach eines weniger....)

Mittwoch, 12. August 2009

Para. Llel. Plot.

Es scheint, ich bin WIRKLICH zu dumm, die ausgeliehenen Filme zu verstehen...



(Wie hoch ist eigentlich die Leihgebühr, in einem solchen Fall? Und muss man überhaupt welche zahlen? Scheiß Anzahlung...)

Sonntag, 9. August 2009

S.O.S.

Gut, die letzten Tage wäre so eine hauseigene Badeanstalt ganz nett gewesen...aber nu?



(Um ehrlich zu sein, mir ist ein wenig mulmig...wenn das nicht bald aufhört, saufen der vollkommen verschreckte Adel - verweigert selbst das Beruhigungsfreßchen! -und die werte Frau Protagonistin gnadenlos ab. Irgendwie warte ich ja schon seit Jahren auf sowas....)

Freitag, 7. August 2009

Be. Bee.

Bee! Es ist die Zeit der vernünftigen Worte.
Des Hineinhorchens, Hinausflüsterns.
Keine Übertreibungen mehr.
Aber - bitte - auch keine impulsiven Schläge.

Bee, ich weiß noch nicht: Wie soll ich sagen?
Wie das WAS und WARUM formulieren.
Und, Bee:
Ist es denn wichtig, dass man das tut?

Denn, Bee: Es gibt keine Antwort!
Außer der einen, die uns beiden immer nur zur Hälfte schmeckt.

Die Löcher gilt es zu verlassen, Bee.
Die stumpfen, dunklen Ausruhrunden.
Und die hochheiligen Zirkel der Flucht.

Es ist Frühling, Bee.
Und im Schatten hat es 30 Grad.

Freaky!

Mittwoch, 29. Juli 2009

(Un).Deut.lich

Urlaubsmorgen. Kaum spürbar, der Unterschied, im Moment.
Ist doch in diesen Krisenzeiten ständig frei.
Irgendwer reißt das Haus ein. Zumindest klingt es so.
Dann sehe ich die Veränderung drüben und bin ein wenig...
Wieder so ein Zeichen. Mit Frage.

Die Nachbarn sind weggefahren. Keine quitschende Schaukel mehr. Seit Tagen schon.

Der GM ruft aus den Bergen an. Ob ich wolle und könne...?
Ja, klar. Ich bin froh um die Ablenkung. Telefoniere aber erfolglos.
Dann nicht. Morgen vielleicht.

Ich stelle die Böcke in den Flur und betrachte den vor mir liegenden Schleifpapierstapel.
Keine Lust. Mir fehlt jeder Antrieb.

Statt dessen ziehe ich mir etwas an und gehe nach gegenüber um die bereits fünfte letzte Schachtel Kippen zu kaufen.
Inkonsequente Kuh, ich.
Morgen ist der mysteriöse Termin. Danach also. Dann. Hoffentlich. Sicher.

Lau treibt der Tag. Im Kühlschrank gefriert Bier zu Eis und ich ertappe auf dem Nachhauseweg einen der Fremdfütterer.
Fast schon will ich einfach vorbeigehen. Aber dann reicht es mir. Und ich spreche ihn an.
Hören Sie, es wäre mir lieb', wenn Sie das nicht täten...
Erkläre ihm mühsam warum. Dass ich so keinerlei Überblick habe. Und Adipositas auch bei Tieren nicht gut ist..
Ja ja, sagt er. Der wird immer dicker. Und bröckelt stoisch weiter Leckerlie um Leckerlie vor ihn hin. Ich versuche es auf die sanfte Tour, so ab und zu, in Ordnung. Aber bitte nicht in Mengen! Sein Mund spricht Einsicht. Aber die Finger bröckeln weiter. Mir reichts. Macht doch, was ihr wollt.
Is' ja schließlich nur meine Verantwortung. Aber ich kann das Tier ja schlecht am Schopfe packen und einsperren.
Entnervt von dannen, also. Das hat dann ja jetzt 'mal wieder voll was gebracht.

Cut.

Am späten Abend bin ich kaum entschlossener. Noch immer biegen sich die Linien im Kopf. Dürfte ich vielleicht einen kurzen Blick in das Regelwerk...ja?

Müde.

Freitag, 17. Juli 2009

In Frauenzeitschrift veritas?

Oder: "Wie wirken Sie auf andere?"

Sie sind Typ Mix

Sie wirken faszinierend
Bestimmt haben Sie schon öfter gemerkt, dass Sie (mindestens) zwei Seelen in der Brust haben. Welche das sind, wissen Sie selbst am besten. Möglicherweise sind Sie mal zurückhaltend und fast schüchtern, dann wieder aufgedreht und selbstbewusst. Oder mal verträumt und romantisch, dann wieder cool und sachlich. Wie auch immer, Ihrer Umwelt bleiben Ihre verschiedenen Seiten natürlich nicht verborgen. Dass Sie ein größeres Spektrum haben als viele andere Frauen, wirkt durchaus reizvoll. Mit Ihnen wird es nie langweilig. Ein großes Plus ist auch, dass Sie sich flexibel auf verschiedene Menschen und Situationen einstellen. Aber es kann für Ihre Umgebung auch manchmal etwas irritierend sein. Dann nämlich, wenn Sie spontan von einer Stimmung in die andere switchen. Da hilft Offenheit: Teilen Sie mit, warum Sie sich jetzt so und nicht anders verhalten. Dann wissen alle, woran sie sind.


(Nicht, dass mich das jetzt wundern würde...außer vielleicht, dass es stimmt. Na, erklärt sich Ihnen jetzt endlich dieses Blog, hm?)

Dienstag, 14. Juli 2009

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten?

Möglichkeit A: Vollkommen angepisst.
Möglichkeit B: Fast schon eine Entschuldigung.
Möglichkeit C: Sie ist doch ausgeprägter, als ich dachte...

Ach Heinrich...gib' mir ein B.
Wie "Bitte!".

Oder bescheuert.

Samstag, 11. Juli 2009

Psyche.

Vielleicht ist es dann, wenn wir es abschwächen wollen, müssen, ins Lächerliche ziehen, den Kopf erheben und schütteln, ganz besonders intense.
Manchmal versteht man nicht.
Will nicht.
Kann nicht.
Es ist, als würde man zerbrechen. Sonst.
Als würde das, was da im Inneren brodelt, einen verschlingen, aufsaugen, auslöschen.
Dann.
Am Ende ist der getrennte Kopf doch ganz gut.
Denke ich plötzlich.
Wie ein großer, starker Bruder lässt er das Herz schreien, heulen, schlagen.
Bis es sich ausgetobt hat.
Erschöpft zu Boden sinkt.
Dann nimmt er es sachte auf, wiegt es ein wenig.
Schhhhhhhh...schhhhhhhh, schon gut...alles gut..
Und bringt es zu Bett.
Damit es sich ausschlafen kann.
Er schämt sich nicht.
Für es.
Er passt nur manchmal zu gut auf.
Auf es.

So ist das also,
mit dem getrennten Kopf.

Nur Ignoranz, Ignoranz mag er nicht. Gut, die kleine Herzischwester lässt er trotzdem. Weil er weiß ja, dass die das irgendwie braucht. Aber wehe. Ja, wehe! Einige Male schon, musste sie zwischenfahren, mit ihren zarten schwachen zähen Ärmchen..Nicht doch! NICHT doch!... Um das Schlimmste zu verhindern.
Da war er dann auch wieder still. Erstmal.
Aber ewig, ewig geht ihm das nicht durch...

Ach ja.

Freitag, 10. Juli 2009

Fakten (2.)

Misc

Heute mit Katze beim jährlichen Check-üp gewesen.
War erstaunlich still. Die Katze.
Bin stolz!
Wurde dafür als Flohschleuder diagnostiziert.
HEFTIGE Flohschleuder.
Bin entsetzt!
Werde den verhassten Nachbarn aber nichts sagen.
Selber schuld, die.
Und vorher hatten wir sowas hier auch noch nie. Jawoll!
Bin froh, dass Katze gerade eh so gut wie nimmer da -.
Und vor allem nicht mehr wild aufs Bett ist.

Fazit: Entfremdung kann sowohl Nach- als auch Vorteile haben.

Warum nur juckt's mich trotzdem?

Eisenwarenhändler behauptet, ich hätte gestern Abend wild vor seinem Laden geflucht.
Und wäre dann so schnell weggewesen, dass er gar keine Chance mehr hatte mir hinterherzukommen.
Denke stark über Selbst- und Metabild nach.

Morgen kommt das abgenommene Halsband in den Staubsaugerbeutel.
Würde sonst zuviel für das Tier, sagen die Fachfrauen.
Dort jedoch mächte es Sinn. Na denn:

Kill the flea!

Sonntag, 5. Juli 2009

Schnupfen. Ein Weinen von innen?

Es ist eine merkwürdige Erscheinung, so oder so. Wie auch immer man es dreht. Seit Tagen habe ich diesen Schnupfen, der einfach nicht verschwinden will. Er ist nicht mehr so typisch Anfang-Erkältungs-doll, aber er verschleimt sich auch zu nichts Zähem. Setzt sich nicht wie gewohnt fest, um dann irgendwann, endlich, abzuklingen.
Er ist einfach da. Pastellgelb. Und sehr regelmässig. Seit ich aus G. zurück bin.
Und das ist ja nun schon einige Tage her.

Ich habe keine Lust auf Sommer. Was sicher auch am Schnupfen liegt. Und an diesem Fehlen, von allem.

Wenn ich in den Spiegel sehe, werde ich mir selbst zunehmend fremder. WER ist diese Frau?
Auf den sonnigen Straßen betrachte ich mich mit den Augen jener anderer, für die ich mir zuvor eine Maske auf den Leib gezimmert habe, die mich zugleich schützt und doch bei genauerem Hinsehen verrät.
Eine dunkelhaarige Fremde im kurzen schwarzen Kleid. Der das Fehlen der eigenen Körperspannung selbst viel zu sehr auffällt, wie ein Makel, als dass sie sich gänzlich gehen liese.
Der neue Haarschnitt umschmeichelt das Gesicht, macht es runder, weicher. Und kann doch die Schwärze in den noch immer viel zu blauen Augen nicht verdecken.
Ich bin still. Bemühe mich um Lächeln.
Und sehne mich doch nach nichts mehr, als nach einem Loch, in das ich mich verkriechen kann. Hier und dort.

Die Bücher passen dazu. Wie immer.

>

Samstag, 4. Juli 2009

Tsss....

Gerade eben vom Friseur den Auftrag erhalten, meine Haare NIE trocken zu bürsten oder kämen.
Das bekäme der Frisur nicht.

(Hä? Aber na gut...)

So denn: Let's go Rasta!

Und dann...

...bleibt mir nach allem nur ein Wunsch:

ZU VERSTEHEN....

Dienstag, 30. Juni 2009

Oh Daddy, what happend to us w'thout You?

Lost

Warme Luft schlägt mir entgegen. Ich stelle müde die Taschen ab und ziehe unverhohlen den glasklaren Schleim in meinem Inneren hoch. Mist!
Fummele eine Zigarette aus den Tiefen der Tasche, während ich in einer Art erleichterter Perversion denke: Zuhaus! Und mir mit einem 'mal wieder mehr nach Atmen ist.
Klassische Musik klingt aus den U-Bahnschächten; aber nicht zur Verbesserung der Kulturbeflissenheit, sondern um denen, die sowieso nichts mehr haben, auch den letzten Ort noch zu nehmen.
Um mich herum, vermüllter Gestank. Gestrauchelte. Hetzende. Leute unterwegs im Nirgendwo.

Und doch: Zuhaus! Zwischen all den Verlorenen. Sinnbildhaft für mein eigenes Leben.

Wenn es eine Wiederkehr gibt, dann ist sie überall.

Du bist mein rotes Kissen. Mein geliebter Fluch.
Und ich, ich bin gar nicht existent. Laut den Archiven.

"Allzufrüh sei der Verstorbene von der Seite seiner Ehefrau und seinen zwei noch unmündigen Kindern gerissen worden..."

Was nicht sichtbar ist, das gibt es auch nicht!

Und WO bin ICH eigentlich, während die Reporter ihre halbherzige Recherche betreiben?

Keine Ahnung. Keine Erinnerung.

Da durfte doch niemand fehlen, außer mir.
Der Kleinen, die es außen vor zu halten galt.
Weil sie doch sowieso noch nicht begreift.

Hat man mich spielen lassen, in den Gärten vermeintlicher Unschuld;
endlich einmal so allein, wie ich mich seit jenem Tag fühlte?
Und damit einen soliden Grundstein gelegt?

Nein, das sicher nicht. Kein böser Wille, nirgendwo.

Irgendwer wurde bestimmt abkommandiert, mich mit Scherzen zu vergnügen.
Und mir damit noch mehr zu nehmen, als nur Dich. Auch ohne bösen Willen.

Seraphine! Forever...

Samstag, 27. Juni 2009

Klar im Vorteil.

Erstaunlich, wie sehr ich mich dann doch, manchmal, verwirren lasse. So im Nachhinein.
Als wäre fremder Stimme lautloses Wort gleich Gottes Gesetz.
Und ich nicht längst und immer schon ohne jede falsche Konfession.

Nein, ein Kino war ich nie.
Einzig Theater.

"Theater, Theater..." sang schon sie, namensgleich, in Dieter Thomass Hitparade der Kinderschuhjahre. Damals.

Ge/Bewusst dessen: Ich: Immer.
Und doch zu schwach, für Prosteste.
Zwischendurch.
Warum auch dem Filmvorführer die Überzeugung nehmen,
dass er die Leinwand ist?
Und wie das?
Überhaupt.
Wo er den Kopf ja eh,
ganz einzig und allein,
für sich,
und zwischen all den leeren Spulen hat?

Keks?

Freitag, 26. Juni 2009

Schlechte Zeiten, gute Zeiten?

An den Rändern gehen.
Entlang.
Trippelschritt um Trippelschritt
Richtung Mitte.

Eigene.

Das Sehnen sehen können. Ohne es haben zu wollen.
Oder sich davor zu fürchten.

Lassen.

Los. Kommen. Gehen. Sein.

Lassen!

Ein schöner Abend. Heute.
Ein gutes Gefühl: Ich. Zur Zeit.

Langsamkeit erkennen und aushalten.
Sogar für gut befinden.
Ach Schnecki!

Und schon wieder halten wollen.
Das.
Sich selbst.
Einmal nur.

So fest in die Arme schließen.
Den Brustkorb drücken.
Und drücken.
Bis er fast bricht.

Und freigibt.

Was über Jahre verhaftet war...

Mittwoch, 24. Juni 2009

Des Wahnsinns fette Beute (2.)

Verzeihen Sie mir, aber irgendwie würde das hier alles zu ausführlich für mein momentanes Zeitkontingent. Und wenn ich dann wieder mehr Zeit habe, na ja, dann gibt es bestimmt anderes, was mich gerade umtreibt...

Kürzen wir also etwas ab.

Erwähnenswert finde ich:

1) Mein wunderbares, von der Englandfraktion über 1000 Ecken organisiertes, orginal nach 80er Jahre Plastik stinkendes Heim:

Home

(Auf dem Foto sehen Sie eine leicht ziemlich lädierte Frau H. um ca. 15h des zweiten Tages. Als der Regen gerade für längere Zeit aufzuhören schien und allgemein zum Aufbruch Richtung Massen geblasen wurde...
Drittes Bier? Oder viertes? Urgh.... Sehr zweckmässig gekleidet im Sinne der 20 Zwiebelschichten Technik. Und frisiert by nature.)

2) DAS ABSOLUT WICHTIGSTE UTENSIL DER VERREGNETEN NACHMITTAGE:

Vorzelt


3) Stillleben. (english)

Verybritish

Ansonsten der Eindrücke viele. Und noch immer zu müde, um sie konstruktiv in Worte zu fassen...

Eines allerdings, zumindest kurz noch erwähnt. Fürs Erste. Und vielleicht auch Letzte.

DAS war wirklich, wirklich, WIRKLICH gigantisch!!!! 
Aber das bekommt dann vielleicht doch noch einen eigenen. Irgendwann.



Chapeau! 

Mein ganz persönliches, überraschendes Highlight. 
Alleine dafür hat sich das Ganze gelohnt :)))))) 
(Und ich überlege ernsthaft, ein wenig um die Welt zu fliegen, so sich die Lage jemals wieder bessern sollte. Und mich dort vorher mit Frau Huana zu verabreden...
Mein Gott! Das war so....so...
UNGLAUBLICH?)

(Und für jene, die jetzt angefixt sein sollten: Das Ganze noch 'mal in besser, von anderen Orten....:)




Und für allgemein mehr: Dahin!

Dienstag, 23. Juni 2009

Off topic (1.)

Die Welt ist voller Wahrheiten, von denen keine wirklich
stimmt.

Montag, 22. Juni 2009

Des Wahnsinns fette Beute (1.)

Je näher der Termin rückte, für umso irrsinniger befand ich mich selbst. Die Zahl (70 000!) schwirrte durch meinen Kopf. Und der Wettergott sollte wohl auch kein Einsehen haben.
Worauf hatte ich mich da nur eingelassen? Und warum?
Hielt ich es anfangs noch für eine alberne Reminiszenz an die eigene Jugend, so entwickelte das Vorhaben zunehmend die grotesken Züge von "Jetzt oder nimmermehr.".
Überhaupt antizipierte ich recht spät. Alles.
(Und das mir, die ich doch eigentlich immer alles bis ins Kleinste antizipiere. Weit vorher! Und mich bisweilen verfluche dafür.)
Aber nun gut: Es half nichts. Abgemacht war abgemacht. Die Karten gekauft.
Und so kam der Freitag.
Und mit ihm Frau S. und Sir JWRTS. Abholen. Klotten ins Auto, Frau H. dazugequetscht und auf auf ins zwiespältige Vergnügen.
Und es fing schon gut an, denn: Kurz vor der Autobahn stelle ich diese Frage, also jene, die ich im Grunde gar nicht stellen mochte, weil...
(Na ja, Kategorie: Wieviel Raum räumt man den eigenen Neurosen so ein, in seinem Leben? Und will man wirklich, dass alle sie immer mitkriegen?)
Aber nun, ich stellte sie: Habt ihr eigentlich die Karten? und im Frontraum des Wagens sahen sich zwei Menschen leicht erschrocken an.
Hast Du...? Nein, ich dachte Du...? Scheiße!
(Im Frontraum des Wagens schlagen sich zwei Menschen an den Kopf und ich denke mir, dass Neurosen vielleicht manchmal gar nicht so verkehrt sind, wie immer behauptet wird.)
Zurück nach Winterhude also. Einmal quer durch die Stadt, im langsam einsetzenden Feierabendverkehr.
Zu den Karten gibt es zwei Becks für die Fahrt. War ja auch aufregend! Und wenn schon Jugend, dann richtig.
Es tuckert also, das OpenAir Golfi. Mit Schiebedach zu, allerdings. Regen fällt auf die Welt...während wir - vermeintlich schlau - über Land fahren. Von Stau zu Stau. Und Jane (bei Engländern heißt Susi Jane) uns seit Stunden erzählt, dass wir in 0.56h unser Ziel erreichen werden. Pustekuchen!
Als wir es dann endlich geschafft haben, dirigiert die Staatsgewalt uns nach P7. Wo wir dann stehen, im Regen, und das mitgeführte, viel zu reichliche, Gepäck auf drei Schultern zu verteilen suchen, um uns dann, fatalistisch wie wir mittlerweile sind, in den Tross der "Gleichgesinnten" einzureihen. Jauh, ne!
Das Reden geben wir schnell auf. Zu anstrengend. Einzig eine Art Notfallkommunikation (Geht's? Jaaahh. Kannst Du 'mal kurz? Pause! Ok. Das wird total toll!..usw.) kommt uns noch über die Lippen. Nach Kilometer 2 oder so (gefüht 20) sacken wir 'mal wieder für einen kurzen Moment am Rande des Trosses zusammen. Und Rauchen erst 'mal eine. Umverteilung wird diskutiert; hilft uns das, fragen wir uns noch, als unsere Retterin naht! Jung, blond, schön...mit einer Phobie vor Lärm, Spinnen und Luftballons, wie wir später erfahren, und - halten Sie sich fest! - einem Festivaltaxi. Falls Sie jetzt nicht wissen sollten, was das ist, wir wussten es bis dato auch nicht. Is' aber eine durchaus gute Sache, soviel schon 'mal vorweg. Sie fragt uns also, ob wir eines wollen, ein Taxi. Und wir fragen sie, ob sie weiß, wo WOMO 1 ist. Denn da müssen wir hin. Weiß sie aber auch nicht.
Egal, wir buchen. Und von nun an geht alles schon ein wenig leichter....

Taxi



(Fortsetzung folgt.)

Sonntag, 21. Juni 2009

Ohne Worte.

Oder: Eine Frage stellte ich mir die letzten Tage des öfteren....



(Mehr dazu dann später. So ich jemals wieder aus der heißen Badewanne steigen sollte.)

Montag, 15. Juni 2009

Risiken und Nebenwirkungen?

Gentri

(Klick macht big. Und es wird zumindest kein dritter, überteuerter Brillenladen ;)...)

Sonntag, 14. Juni 2009

Nachdenken.

Darüber; morgen mit N. zu arbeiten.
Und darüber, warum manche Menschen einem näher sind, als andere. Einfach so. Emotional.
Sich wundern. Einfach nur wundern. Und für ein Fließen plädieren.
Wunschvorstellung No/1.
In Gedanken dahin gehen. Wo man gerade gerne wäre. Einfach so. Emotional.
Und das Wundern für einen kleinen Moment zu den staubigen Akten legen.
Statt dessen den Vögeln lauschen.
Im Garten.
An Augen denken.
Und seufzen.
Alles ist so leicht.
Im Grunde.

Alles!

Die Knoten, die knüpfen wir selbst.
In unseren Köpfen.
Kunstvoll. Und mit verhohlenem Stolz.
Psychomakramee.

"Sag' nicht, dass ich lüge. Bitte!
Eine nur.
Erhebe Dich nicht so weit, über mich, besser zu wissen...
Wo ich doch schon selbst nichts weiß.
Warum nur, willst Du mir das Letzte nehmen, was ich habe?
Mich selbst.
Warum?
Weißt Du, nur weil ich Augen habe, die sehen, bin ich noch lange keine Kriegerin.
Und meine Ohren hören nichts. Außer Deiner stillen Musik.
Über meinen Lippen ein Siegel.
Rot und bestimmt. Von Dir."


Wenn die Welt nicht so sehr zum Kotzen wäre, dann könnten wir uns wahrscheinlich selbst auch besser leiden.
So generell.
Aber vieilleicht tun wir es einfach trotzdem?

Einfach nur, weil es geht?

Samstag, 13. Juni 2009

Peace, babe, peace!

Kind

Also rede ich mit dem Kind. Gar nicht schlecht, das. Also wir verstehen uns auch ganz gut, ich und das Kind. Nur was ich auf meine Zettel schreiben soll, das weiß ich nicht so recht. Na ja, üben wir noch ein wenig.
Ich hätte nie gedacht, dass es soviel Arbeit macht, sich ein Laster abzugewöhnen. Und irgendwie kommt mir das auch immer wieder abhanden, also der eigentliche Grund, so zwischendurch. Dafür strahle ich, von innen. Irgendwie. Und lackiere freudigen Herzens. Wow! Und wenn es nur dafür gut war, dann ist es auch schon gut. Irgendwie.
Irgendwie irgendwie Tag, heute. Also.

---

Hat eigentlich schon 'mal jemand versucht, Sie am Leergut-Automaten anzumachen? Und können Sie sich einen geeigneteren Ort vorstellen? Romantisch duftet es nach....Sie wissen schon.
Verdammt, nichts stinkt mehr als ein Leergut-Automat!
Außer vielleicht einem Altglascontainer bei 38 Grad im Schatten. Aber auch nur dann, wenn man den Kopf direkt über die Einwurföffnung hält.
Sie stehen da also in dieser lang, lang, langen Schlange. Und da drängt sich ständig dieser Kerl mit seinem bereits frisch gefüllten Wägelchen neben Sie. Marke Bürospießer im Freizeitlook.
Falsche Reihenfolge, denken'S. Und: Also: NEBEN geht gar nicht!
Sie, die Sie der übertriebenen Nähe Fremder ja sowieso skeptisch gegenüber stehen und sich auch in keinster Weise motiviert fühlen, wen vorzulassen (denn welche Absicht sollte man auch sonst haben, sich am Leergut-Automaten NEBEN statt HINTER den Vordermann bzw. die Vorderfrau zu stellen?) sind also latent genervt. Von der Schlange im Allgemeinen. Und von dem Kerl mit dem vollen Wägelchen im Besonderen. Und üben im Geiste schon ihre patzige Antwort. Trotz Strahletag, Kind und so. Oder gerade wegen.
Bleiben aber gelassen. Entspannt und glücklich erhebt sich Ihr zweckmässig verduttetes Haupt aus dem freundlich fröhlich hellblauen Wollrollkragen. Während Sie bemüht unbeirrt Trippelschritt um Trippelschritt in Richtung olfaktorische Hölle voranschreiten.
Als Sie sie endlich erreicht haben, rechnen Sie eigentlich mit der Frage. Ganz fest. Statt dessen drängt sich das Wägelchen von Ihrer linken auf Ihre recht Seite und sein BürospießigerfalscheReihenfolgeSchieber lächelt Sie aus noch näherer Nähe als schon zuvor an. Sagt jedoch nichts in der Richtung, also jener, wie gesagt. Statt dessen entfleucht seinem Munde ein "Oh nähh...", aus gefühlten drei Zentimetern Abstand direkt in Ihr rechtes Ohr. Was Sie mit gepflegter Ignoraz quittieren. Um gleich, sofort ein kommunikationssuchend entschuldigendes "Also ich meine jetzt nicht Sie, ich meine den Automaten..." hinterher gehaucht zu bekommen. Fehlt nur noch, dass er anfängt Ihr Ohrläppchen zu nuckeln.

(Kurzer Einschub an dieser Stelle: Der Automat frass nicht, was er fressen sollte....bekanntes Probelm. Und: Nicht erster, aber grober Fehler: SIE! - gleiches Alter, in etwa, Capito?)

Neh, schon klar....hab' ich auch nicht so verstanden..., sprach's ohne zu blicken.
Den Rest der Kommunikation, so man das so nennen kann, habe ich vergessen. Aber er versuchte ganz heldenhaft permanent, und sehr unaufgefordert, die von mir auf dem Boden abgestellte, nicht angenommene Flasche in den Schlund zu schieben. Also in den Pausen, in denen ich in meinen Tüten und Taschen nach weiteren wühlte... Bis ich die Sache, die Flasche und alles dann in die Hand nahm und ging.

Es tut mir leid, aber modernen Minnegesang stelle ich mir irgendwie anders vor...

Und was sagst Du dazu, Kleines?

Freitag, 12. Juni 2009

Human Empire.

Sei es. So wie es sei. Und nach und nach öffnet sich der Geist wieder nach innen.
Die zynische Skeptikerin in mir greint laut, hustet bisweilen und bekommt ungewollt Juckreiz. Nicht doch...
Ich finde ja, sie sollte die Fresse halten; war immerhin teuer genug, der ganze Spaß. Und das in diesen Zeiten!
Aber sie kann eben nicht anders, die Olle.
Also verhandeln wir: Du kriegst Dein Bier und dafür hörst Du auf abzulenken, hm? Über den Rest reden wir später.
Und noch darfst Du Dich ja auch einnebeln, Wölkchen um Wölkchen...
WAS also willst Du eigentlich? Feiges Luder!
Komm' schon, Du hast Dich doch schon viel zu sehr etabliert, als dass ich Dich je komplett rauswerfen könnte... Es gibt schließlich sowas wie Gewohnheitsrecht!
Dankbarkeit, ja, klar, schon, aber...
Nein, nein! Versteh' mich doch nicht falsch!
Deinen Job hast Du blendend gemacht und das werde ich Dir auch nie vergessen, aber...

Gut, wenn Du also schmollen willst, dann schmoll. Ich zähl' solange von zwanzig abwärts.

---

Seltsame Zeiten erfordern seltsame Maßnahmen. So wie seltsame Gefühle manchmal seltsame Handlungen erfordern.
Dafür sollte man sich nicht entschuldigen müssen, da sollte man vielmehr hinterstehen.
Aufrecht wie eine hundertjährige Eiche im Wind. Ist ja schließlich auch bald so weit... Was also soll der Käse?
Umfallen wird man so oder so, irgendwann. Im Zweifel geht das dann auch noch schneller als man denkt.

---

Franz ist tot. Bauchspeicheldrüse. Cancer. Halbes Jahr.
Die Welt ist damit um einen echt tollen Menschen ärmer.
Und ich weiss nicht, wer mir nun diese lästige Ausgeburt der Weisheit nimmt,
die, wenn schon nicht ursächlich, so doch zumindest, der Hamsterbacke von neulich, zuträglich ist.
Scheiße das!

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(Dieser Passus unterliegt schon jetzt hochgradig der als "viel zu persönlich" eingestuft Zensur. Die Welt ist krank und ich habe mich zu früh angesteckt um auch nur das Fitzelchen eines normalen Lebens zu leben. Aber davon will ich ja eh nix wissen. Love U! More than all!)

---

Suchen wir also Alternativen.

---

Und?

Gut Ding will Weile.

Der Geruch des Fortschritts durchströmt Fort Knox, begleitet von Ganzkörpermuskelkater.
Dass Lackieren so anstrengend sein kann, hatte ich nicht erwartet. Aber da verhält es sich wohl, wie mit allen Dingen im Leben: Die Menge machts...
Gut nur, dass das Lieblingsprodukt so aasig lange Trocknungszeiten hat. Und die nächsten beiden Wochen inklusive Enden so verplant sind.
Nicht auszudenken, irgendwann doch noch fertig zu werden, mit diesem Projekt...

(Und jetzt heißt es erst 'mal ab zum Eisenwarenhändlerfreund - Nasenschleifpapier kaufen. Ungeduldige Schlampe, ich...immernoch...)

201918

Mittwoch, 10. Juni 2009

Hate to fake. Oder: The long way up.

ghost

Zwischen den Tagen brennt es.
Immerwieder: 000....
Ätzend wie zu hoch konzentrierte Seifenlauge in Kinderaugen.

Würde es aufhören:

+++

?

??

???

---

In den anderen Stunden erklimme ich derweil mein Leben neu.
Gelegenheit durch Krise!
Azyklisch pervers bin ich so gut aufgestellt wie schon seit Jahren nicht mehr.
Ohne sie und sie wäre ich das wohl nicht.
Nur die Angst, sie bleibt trotzdem in den Knochen stecken.
Pitty!

Allerdings auch:
Zeit zu denken.
Zeit zu pausieren.
Zeit general zu überholen.

Z - E - I - (H) - T!

Gibt es ein wertvolleres Geschmeide?



Sonntag, 7. Juni 2009

Faena.


(Widerspruch. Eigen.)


Und so nahmen sie sich Sommer um Sommer. Herbst um Herbst. Schliefen im Winter. Und erwachten im Frühling.
Ebenso zäh wie verletzlich. Stur und brutal.
Angezogen und aufgeschreckt. Voneinander.

Nachts, manchmal. Schien alles so einfach zu sein.
In den Träumen. Und Vorstellungen. Dann trafen sich ihre Augen. Wie im Geiste.
Denn es sind immer die Augen, in denen man sich verliert.

Das nervöse Schnauben und Scharren, die Hektik in den Blicken. Selbst die roten Tücher.
Alles verstummte plötzlich, hielt inne und ward ruhig. Bis in den nächsten Tag hinein.
Und manchmal sogar eine Sekunde weiter.

Doch standen sie wieder auf; klopften sie den Sternenstaub von Anzug und Kleid.
Warfen trutzig die eigenen Köpfe in den Nacken und schärften das Horn.

Verborgen geschützt von dem schwärzesten aller Gläser.



Du wolltest was sagen.

(Monika Köhler, Kommunikation)

Wenn er nicht
blind wäre,
könnte er hören,
was sie zu ihm
sagt.

Wäre sie nicht stumm,
könnte sie sehen,
was er zu ihr
sagt.

Aber da sie beide
taub sind,
verstehen sie sich.


Mittwoch, 3. Juni 2009

Fuck Alzheimer!

Nicht, dass man die Karten nicht schon seit Wochen hätte. Nicht, dass man erst gestern noch wilde Pläne geschmiedet hätte...back zur Jugend und so. Mit Zelt, Bier, Schlamm und Grillgut. Nein.
Da telefoniert frau erst 'mal Stundenlang zur Planung des zweiten, kurzfristig reingekommenen Events an exakt diesem Wochenende. Hochzeit! Huuuhhhhuuuuhuurrrrra... Doch, ja! Denn lustig wäre es bestimmt geworden, all die Nasen und vor allem den Lieblingsverwandten 'mal wieder zu sehen. Und eine Woche später war der Besuch ja sowieso vorausgekuckt. Machen wehr, also. Oder dann eben doch nicht.

Tröstlich nur, dass ich es zumindest VOR dem Bahnticketkauf noch gemerkt habe...

Ein krönender Abschluss.

Zugegeben: Ich liebe das Drama.
Zugegeben: Es ist ein echt mieses Video.
Zugegeben: Da ist wohl noch ein Rest.
Zugegeben: Meine Lust auf die gerade eben erwirkte Nachmittagsschicht ist auch gleich Zero.
Zugegeben: Dürfte ich ihn heiraten?



Zugegeben: ES WAR GRANDIOS!!!

Edit:

Und "Scheiße!", ja. Hätte ich das 'mal vorher gewußt! Es wäre auch nicht weit gewesen...

Sonntag, 31. Mai 2009

Kein Strahlen. Nur Sonne.

Gegen Spätnachmittag wasche ich mir seinen Geruch vom Leib. Mit langsamen Bewegungen; ph-neutral und kochend heiß.
Ich tue mir selbst weh. Mehr als ich erwartet hatte. Mit seinen Worten.
Die Kurznachricht kommt gegen Mittag. Ebenso richtig wie eigentlich alles an ihm.
Was werfe ich da nur weg? Und warum?
Seine Geduld wärmt mich. Die Hellseherei. Aber es genügt nicht. Und wird es nie.
Ein Amen in der Kirche.
Traurig darüber, nun kein wertvolles Gut mehr zu sein, für irgendwen, stehe ich am Fenster und blicke in den Garten.
Es ist ein sonniger Tag. Ich weine kurz.
Und beantworte dann eisern seine SMS.

"Build yourself a castle..."

Die Grundsteinlegung ist schon so lange her. Und wer hätte damals gedacht, dass es je so massiv werden würde?
Einzig der Wind kommt noch durch die Ritzen. Wie eisigkalter Föhn.

Stunden später drehe ich die Anlage auf Hörsturz und höre mir mein eigenes Drama in Endlosschleife an.
Die Tastatur wie ein böses Mantra unter den Fingern.
Bevor ich zum Telefon greife, um es auch in unspektakulären Worten loszuwerden.

"Gibt es da...", hat er mich gefragt. Einer von vielen Versuchen zu verstehen.
Nein, habe ich geantwortet. Nein. Nichts. Und leise: Nur. Etwas. Also nichts Erwähnenswertes... , hinzugefügt. Und mit teerschwarzen Augen in die große Leere meines Lebens gestarrt.

Aufwiedersehen, Junimond...

Rosengarten

Ich schließe sanft, mit einer traurigen Handbewegung, die Tür.
Vor der er tapfer von dannen geht.
Während der alte, hochgeschlossene, eingelaufene Polyesterpulli ein wenig lästig auf der nackten, noch warmen Haut kratzt. Meine Haare wachsen aus ihm heraus, wie ein mich dunkel umgebender Schleier.

"Es tut mir leid...", flüstere ich in Gedanken.
Und sage doch nur: "Bitte nicht böse sein...."
In der Hoffnung, dass er es trotzdem weiss.

Zurück in der Küche öffne ich mir ein Bier und erschlage eine Mücke.
Es kommt mir ganz normal und befreiend vor.
Im Garten geben die Vögel ihr erstes Konzert.

Der Geruch an meinen Fingern erinnert mich. Jarvis im Hintergrund erinnert mich. Das leere Weinglas erinnert mich.
Und ich weiss nicht, ob ich mich loben oder schelten soll, dafür.

Oft schon war ich mir so klar. Aber noch nie war ich so ehrlich, in einem dieser Momente.
Ist das jetzt ein Gewinn?

Schlimm nur, dass ich ihn wirklich mochte. Anders, also, aber. Eben schon.
Wir hatten einen schönen Abend. Gute Gespräche. Einer von denen, die sowas eigentlich so gar nicht verdienen.
Vielleicht auch deshalb die Ehrlichkeit. Das eine, was ich schulde.

Dazuliegen. In seinen Armen. Und zu wissen.
Zu wissen, dass jedes weitere Bemühen nur Frustration erzeugen wird.
Sich selbst von oben sehen, als wäre man tot.
Losgelöst. Wie ein leeres Schema voller verlorener Fährten.
Den Kopf wegdrehen. Anschmiegen. Aber wegdrehen. Im entscheidenden Moment.
Gefangen in einem Stacheldraht aus Widerwillen.
Die warme Haut fühlt sich gut an. Die Hände sind sanft. Und bleiben es.
Auch danach noch.
Nach all den Worten, die ich letztlich sprechen musste, um die zu bleiben, die ich bin.
Eine Untote in viel zu fremden Armen,
deren Nähe ich doch pervers genieße.
Für einige, viele Minuten noch.
Bis er sich selbst und mich daraus erlöst.
Und ich mir Polyester über den Leib streife, zum Schutz vor der Kälte.
Verwaschen, eingelaufen, und mit einem Kragen bis an die Ohren.

"Es ist besser so...", flüstere ich mir selbst zu.
Und lächele ein wenig in meine ewigwährende Trauer hinein.

Freitag, 29. Mai 2009

Teufelsaustreibung.

Ablass

Seit Jahren nun schon habe ich es vor. Aber wie das eben so ist...
Das Phlegma. Der Alltag. Die Alzheimer.
Und beim Einwohnermeldeamt fühlte sich einst keiner berufen.
"Standesamt", raunte man mir ins Ohr, "STANDESAMT...das Standesamt macht das."
"Da bin ich doch nie, Leute!"
Wollte ich schon zurückrufen, aber na ja.
Das ist jetzt auch schon wieder Jahre her.
Die Mühlen im Hause H. mahlen bisweilen recht langsam, ich gebe es zu, aber - nun - man glaubt es kaum: Sie mahlen!
Dort oben sehen Sie den Beweis.
Aus dem Bett gequält hat sie sich heute, unsere Heldin.
Trotz Nachwehen und Altersmüdigkeit.
Um gerade noch pünktlich aufzubrechen zur großen Kassen- und Ämtertour.
Allen voran zum STANDESAMT.
Und siehe da: Was jahrelang vor sich hergeschoben, ist binnen fünf Minuten erledigt.
31 Tacken auf'n Tisch und: Tschüss Weltanschauungsgemeinschaft!
Wenn nur alles im Leben so einfach wäre...

Montag, 25. Mai 2009

TV:Solaria.

TheSun

Bilder. Bilder.

Bilder.

Sanft mit der flachen Hand über eigene und fremde Augen fahren.
Schlaf Prinzchen, schlaf...

Das Wissen um die Dinge gebiert Sehnsucht nach Zuhause. Dann doch.
Und Lustverlust.

Bilder. Bilder.

Bilder.

Optische Täuschungen. So leicht zu blicken.

Die der schlafende Prinz nicht sieht. Nicht sehen soll.
Armer Prinz! Unverdient.

Schweinemädchen. So lieb, so sanft. So still.

Und mit den Gedanken ganz woanders....

Mittwoch, 20. Mai 2009

So weit. So gut.

Glück

Nein, die Wahrheit wird nicht gestraft.
Niemals!
Der Lüge gehören die Peitschen.
Und der Hass.

Mein Herz ist warm.
Und voller Hoffnung.
Darauf,
dass Andere
das Richtige tun!

Während ich noch immer.
Ja, was eigentlich?

Es geht besser.
Immerhin.
Spontanheilung über Nacht?
Irgendwie kann ich es nicht so recht glauben.
Doch...

Ja, die Bakterien scheinen sich wieder anzusiedeln.
Aber vielleicht warte ich besser noch,
auf morgen.
Bevor ich des Lobes Dank?

Übermorgen kommt A.
Ich freue mich!
Wenn auch...
(Sprechen wir besser nicht von der Wohnung.)

Alles hat seine Zeit.
Seinen Preis.
Und seinen Weg.

So wird es wohl sein.

Ich suche weiter....

Samstag, 16. Mai 2009

S(h)elf. Portrait. (2)

Pola2

Schmerzvoll. Alles. Ich habe Darm. Und Zahn.
Die Suche hört dennoch nicht auf. Ekelhaftes Ding!

Außerdem schmerzen die Worte. Die brutalen.
Je mehr, je länger.
Aber gut. Und brav bin ich auch.
Immerhin!

Samstage scheinen zu einer Art persönlicher Pest zu werden. In letzter Zeit.
Völlig zerknallt von der Woche, dem Do. und generellem Schlafmangel in Kombination mit dem Alter, schaffe ich nichts.
Oder kaum etwas.
Während das Damoklesschwert des "To do" über mir schwebt.
Es kotzt mich an. Aber 'mal so richtig.
Gerade.

Unschöne Zeiten.

Mir ist nach tutti kompletter Veränderung.
Nur wo - wo zum Teufel? - ist der Anfang des Fadens?

Wahrscheinlich bin ich wirklich Therapiereif. Absolut.

"Herr Doktor, wissen Sie, ich bin ganz schlecht in diesen Allianzen, da kann ich nix für, aber das ist so. Ich könnte Ihnen jetzt auch erzählen WARUM, aber nun, Herr Doktor, ich bin einfach ganz schlecht, in diesen Allianzen..."

Auch diese Scheiß Bloggerei bringt eigentlich keinen Spaß. Eh alles Rotz. Verdammte Gewöhnung!
Und mit den Ansprüchen und Absichten der Anfänge hat das alles hier so gar nichts mehr zu tun.
Never mix the worlds! Oder so... Ach ja.

Gut. In Ordnung: Ich bin eine verdammte Jammerläppin, at the mohmoh. Ich kann's ja selbst nicht leiden, aber...

Alle reden mir gut zu. Sind Herzchen. Versuchen aufzubauen. Und ja: Schwiets: ICH LIEBE EUCH DAFÜR!

Nur...

Ach, es ist alles SOOOOOO zum Kotzen.

Montag, 11. Mai 2009

S(h)elf. Portrait.

Pola

Die Gedankenbahnen, sie reisen nicht ab.
Das vertraute Bild, so fremd!
So nah.
So "?".

Ich bin mir selbst ein Zeichen geworden.

Suche mich in den Spiegeln, in den Gemälden des Herzens.
Und auf Fotografien.

Finde aber nur eine dünne Schicht. Die sich zunehmend verklebt.

Einmal weinen nur..
Wäre schön,
denke ich.
Und ebenso.
Gut.
Könnte ich denken:

Morgen zu joggen.
Das wäre schön!

Die Großmeisterin des Dramas: Noch nicht einmal mehr verheult.
Wie pragmatisch kann man eigentlich enden?

Es ist so elend!

Montag, 27. April 2009

Seiten*blick.

Es ist bestimmt 4 Jahre her.
Aber kürzlich erst, habe ich noch an ihn gedacht.
An ihn. Und diese ganze verfahrene Geschichte,
damals.
Die mich irgendwie erinnert.
Wenn auch ganz anders.
All die Tänze, die wir umeinander aufgeführt haben.
Samstagnacht um Samstagnacht. Über zwei Jahre.
Vielleicht auch drei.

Jenes Haschen nach Blicken. Und wie der Stolz (die Angst?) sie immer wieder verdeckte.
Die Zärtlichkeit, die in den wortlosen Berührungen lag.
Und die Aggression, in der wir zumeist miteinander sprachen.

Schreien.

In meinem ganzen Leben habe ich es wohl noch nie
- und auch nie wieder -
so sehr genossen wie in jenen Nächten.
Bittersüß!
Denn eigentlich liegt mir nichts weniger.
Im Grunde hasse ich es.
So, wie ich ihn immer mindestens ebensosehr hasste, wie liebte.

Ich weiss noch, wie es war, ihm das erste Mal diese Worte ins Gesicht zu schleudern.
Aus lauter Verzweiflung und Hilflosigkeit. Bekackte Situation.
Eine laue Sommernacht. Mit dem üblichen "Ja-Nein-Geht nicht.-Ich geh' jetzt.--------Kommst Du mit???" Geplänkel. Nur dass es damals.., ja, da war es noch gar nicht so üblich. Rückblickend könnte man sogar sagen, es war fast noch neu. Wir gehen die Simon-von-Utrecht Strasse längs. Streiten. Über was eigentlich? Ich weiss es nicht mehr. Es ist ungefähr 5h morgens, unsere "Hoch"zeit. Irgendwann ärgere ich mich zu sehr und stiefele zielstrebig schneller, schneller, schneller. Lasse ihn ein paar Meter hinter mir. Meine Hacken klacken wütend auf den warmen Asphalt. Aber ich spüre ihn, und spüre ihn, und spüre ihn in meinem Rücken. Als der Gehsteig vor mir abgesperrt ist, gehe ich auf der Strasse weiter. Zielstrebig. Klack. Klack. Er wechselt die Straßenseite. Faucht mich am Ende an, dass ich ja wohl wahnsinnig geworden sei. Und dass man mich überfahren hätte können.. Hallo? Es ist fünf Uhr morgens, auf einen Sonntag. Kaum ein Auto unterwegs...und die verfickte Einbahnstrasse auch noch zweispurig..so what?.
Aber gut.

Wir küssen uns. Beide abreagiert. Nun. Suchen Orte. Fluchten. So wird es nicht wahr! Er fragt mich: (das erste Mal?): WAS WILLST DU? Ich kann es ihm nicht sagen.
Noch 'mal: WAS WILLST DU?
Ich weiss gar nicht, wie oft ich diese Frage noch hören musste, in den kommenden Jahren, weiss nur noch, wie vielfälltig meinen Antworten waren. Das ganze Paket.
Irgendwann schreie ich ihn an, mit den schlimmsten Worten. Aus tiefstem Herzen; eine Sterbende.
Er sieht mich an, über uns wird es Tag. Und sagt zynisch: Das tust Du nicht.!
Ich weiss, dass er das glaubt.
Und dass er irrt.
Aber bitte: DANN eben nicht.
Und so schreie ich ihm das Gegenstück entgegen.
Parbleu!
Er mich auch!

Wir nehmen uns uns zwischen den Mülltonnen.
Und nehmen ist wahrhaftig das richtigste Wort.
Ich bin überrascht von seiner Kraft.
Und frage mich hinterher, wer dem wohl alles am Fenster beigewohnt hat.
Es ist nicht unser erstes Mal. Aber das erste Mal von vielen, die noch in dieser Art folgen werden.
Die bestimmt sein werden. Von Liebe, Hass, Verzweiflung. Stärke. Schwäche. Zugeworfener Zärtilichkeit.
Und Kampf. Immer wieder: Kampf!
Das volle Programm Emoschiene; endlich wieder 'mal, nach Jahren.
Aber unsere Welt ist und bleibt die Nacht. Und die Umstände, nun, die waren uns wohl nie wohlgesonnen.
Irgendwas war immer. Am Ende eskaliert alles. Und wir stecken fest in einem Krieg ohne wirkliche Krieger.
Immer müder davon. Immer hilfloser.
Wir haben den Bogen einfach zu sehr überspannt.
Ab da ist er einfach nur noch der Mann. Und ich bin die Frau.
Verfallen in Grundschemata, die einen am Ende immer gänzlich zerreisen, weil man sich immer fremder wird.
Nicht zuletzt selbst.
Irgendwann dann, sehe ich es ein. Sehe ein, dass es keinen Sinn macht. Gar keinen! Und auch niemals einen machen wird.
Das ich mich nur immer wieder selbst verletzen werde, damit und dabei. Und dass er, die Ursachen jeder Verletzung, sowieso schon lange ausgeblendet hat. Es ist wieder fünf Uhr morgens. Sommer. Ich stehe am Hamburger Berg und sehe ihm hinterher.

"K., ich weiss, was ich mache..." , hatte er gesagt. Ein oder zwei Wochen vorher. Und ich hatte ihn angesehen: "Ach ja...?" Ein Grinsen.
Ein Grinsen, dass ich wohl niemals vergessen werde:
"Ich bin schneller als Du...."
Es war eine Situation, wie in einem schlechten Film. Das Licht der Straßenlaternen. Gassen. Winkel. Leuchtreklamen. Dunkle Ecken. Das Echo seiner schnellen Bewegung. Mein hastiger Atem. Und hinter uns, an der vorvorvorletzten Straßenecke, jene Frau mit dem Fahrrad, die wohl so gar nichts begriff, von dem.

Noch einmal habe ich das nicht getan. Und nach diesem Morgen, auf dem Hamburger Berg, jenem, an dem ich einfach nur stand und endlich einmal WIRKLICH erkannte, haben wir uns nicht wieder gesehen. Es ging sich so aus. Verlief. In der Zeit. Und in den guten Vorsätzen. Im Vermeiden des Reviers. Und in allem.

Heute, in einem ganz anderen Leben, hatte ich einen echt beschissenen Tag. Nichts ungewöhnliches, zur Zeit. Wir alle hatten einen beschissenen Tag, ganz ohne etwas dafür zu können. Der GM lässt mich kurz vor Hause raus: ich will noch was Einkaufen. Gehe die Barner Strasse entlang Richtung Supermarkt. Straßenseitig eines Baugerüsts. Werfe einen dieser Blicke, die man missmutig, im Vorbeigehen, für eine Millisekunde wirft. Und sehe direkt in diese Augen. Bürgersteigseitig des Baugerüsts. Für eine Millisekunde nur. Aber: Kein Zweifel. Ich muss mich nicht umdrehen. Mein Puls schnellt in die Höhe. Kurz vor der Hyperventilation. Ich merke, wie da etwas raus will aus mir, das ich schon lange draußen meinte.

S.
Verdammte Scheiße!
S.!

Ich gehe in den Supermarkt. Kaufe Bier.
Der Rest ist mir wurscht.
Gehe nach Hause.
Wie unter Tränen.
Und rufe B. an.
"B. ... Du ahnst nicht...

S.?"