Dienstag, 2. Dezember 2008

Kerntemperatur.

Leere kann befreiend sein.
Und manchmal wünsche ich mir -mehr als alles andere - einen solchen Raum, um darin zu leben.
Weiss getüncht, kaum möbliert.
Einzig das Nötigste, das einen umgibt.
Ein Bett. Ein Stuhl. Einen Tisch.
An den Wänden hängen ein oder zwei Schwarzweissbilder.
Wie Erinnerungen.
Sprossenfenster aus Metall blicken in Richtung Sonne und Himmel, aus diesem hohheitsgebietigen Dachgeschoss heraus, über dem es nichts gibt, als ein fast schon zu schnell ziehendes Gespinst aus Wolken und Wind.
Und ich lasse mich seufzend fallen.
In den Raum, die Zeit, das Sein.
Die Luft um mich herum zirkuliert, sanft aber stetig.
Während ich liege. LIege.
Und liege.
Mich ab und an langsam drehe, von Zeit zu Zeit.
Langsam!
Von der einen.
Auf die andere Seite.
Und dann,
wenn die Haut geschmeichelt wird
von den zu sehr eigenen Bässen,
ziehe ich mir ein kühles Laken über den Leib.
Enger und enger.


Es dauert nicht lange.




Kommentare:

  1. Das kommt also dabei rum, wenn ein zuckersüßes Mädchen 5 Kilo klebrigen türkischen Honig über eine gute alte Idol-Nummer gießt. Ich falle sofort in ein hyperosmolares Koma und wenn ich jemals wieder erwachen sollte, dann bitte in kühlen weißen Räumen...

    AntwortenLöschen
  2. Ach...ich wäre so gerne dieses Mädel! Und irgendwie bin ich es ja auch, nur nicht so entsüggend... (ok, auf die Rüschchenbluse kann ich gepflegt verzichten, aber sonst?). Und ich bin ja gerade in etwas ganz ganz Grossartigen von den Damen und Herren verliebt: Hollywood Mon Amour! Aber ich befürchte, Du würdest spucken, dabei ;) Ich find's toll (auch wenn ich mich dafür mit Frau Stinkefisch im Duett schäme ;)...) Ach ja...ach...

    AntwortenLöschen