Sonntag, 22. Februar 2015

VERSTANDEN.



Endlich, ich habe es verstanden.

Verstanden, was es war, verstanden, woran es lag.

Verstanden, dass die Angst unbegründet ist. Aber auch, woher sie rührte.

Ich habe mich verstanden, und die anderen, die die mir die Angst "eingeimpft" haben, und warum dies so geschehen musste.

 Ich habe dieses "gottverdammte" Prinzip entschlüsselt, die einfache Antwort gefunden.

 Knapp 5 Jahre habe ich dafür gebraucht, 5 leidvolle, schwere, aber auch gute Jahre.

Die Schönheit der Chance...

Zwischendurch dachte ich, DIESES NARZISSMUS-THEMA werde ich NIE begreifen.

Zu unlogisch. Zu wenig zielführend. Zu weit weg von "meiner" Realität, meinem Sein, meinem Fühlen. Und doch in irgendeiner "Berührung" damit, die ich spürte. Denn sonst hätte es mich ja gar nicht erst gejuckt...nicht immer wieder so höllische Angst in mir ausgelöst. Also habe ich versucht zu verstehen, WO ist die Schnittstelle, der Berührungspunkt? WAS ist der Berührungspunkt? Woher kommt er? Wie ist er "zustande" gekommen?

Ich habe "naiv" Betroffene gefragt. Aber fragen Sie mal als "Nicht-Narzisst" einen oder eine Narzissten/in nach seinen/ihren Problemen, haha...da haben dann ganz schnell SIE das gleiche Problem, weil anders kann das in der Weltsicht eines Narzissten/einer Narzisstin gar nicht sein.

Da können Sie auch zehnmal betonen, ja, ich habe auch ein Problem, aber nicht dasselbe wie Du... Ein krankhafter Narzisst antwortet auf solche Fragen allenfalls einem Menschen, der sagt: Ich bin auch ein krankhafter Narzisst! Ich bin wie Du!

Warum das so ist, habe ich lange nicht verstanden. War es nicht egal, ob Betroffen oder Nicht-Betroffen? War nicht schon die Tatsache, dass ich auch ein Problem hatte ausreichend, um keine "Bedrohung" darzustellen? War Frage nicht gleich Frage??? Warum wussten die immer besser als ich, was mein Problem ist und was nicht?

Nein, ihr Problem war mein Problem, sonst würde ich gar nicht fragen...ich wolle es bloss nicht sehen! Nun gut, irgendwann habe ich es aufgegeben. Solche Diskussionen orientieren sich ausschließlich am Problem - das immer, zumindest auch - beim anderen liegt - und nicht an der Lösung. Das drehte sich nur im Kreis und verursachte Knoten im Kopf und Panik im Körper.

Ich fing also an, noch intensiver Theorien zu lesen. Frühstörung, Bindungsstörung, mangelnde Mentalisierungsfähigkeit, geringe Fähigkeit zur Selbstreflektion, schwer zur Einsicht für den eigenen Anteil zu bringen, selbst bei oft massiven Problemen, kein Urvertrauen, nie gelernt zu vertrauen, keine Verbindung zu den eigenen Gefühlen, Angst vor innerer Leere, braucht andere um "sich selbst" zu spüren, spürt aber im Grunde nicht sich selbst, sondern saugt dass Gefühl des anderen in sich auf. Hat illusorische Vorstellungen vom Gegenüber, fühlt sich bedroht, wenn das "Gegenüber" als eigenständiger Mensch sichtbar wird. Hat Angst vor zu großer "Nähe", beendet dann Beziehungen gewaltsam oder erniedrigt den anderen, macht ihn fertig. Behauptet aber, diesen zu lieben, das alles nur für ihn zu tun!

Und schon wieder hatte ich einen Knoten im Kopf. DAS war doch genauso widersprüchlich!

WO war denn da die Logik???

Es gab keine. Zumindest konnte ich keine darin erkennen.

Und so habe ich beobachtet, verglichen, mit Situationen aus meinem Leben, Menschen, mit denen ich Probleme hatte, mich gefragt, worin genau bestand denn da ein Problem?

Was ist es, was mir daran zu schaffen macht? Und wieder war da vor allem eines: Dieser gottverdammte, mir unbegreifliche "Widerspruch" im Verhalten.

Diese für meine Begriffe "Unlogik". Nein, daran war NICHTS zielführendes in meinem Sinne und Verständnis, DAS machte ALLES so gar keinen SINN...folgte keiner "verstehbaren" Linie.

An dieser Stelle dachte ich: Gut, ich geb's auf. Werde ich nie verstehen. Kann ich wohl schlicht und ergreifend nicht. Ich muss eine andere Lösung für mich im Umgang mit diesem "Problem" finden.

Nur welche??? Ich fand keine.

Konnte den Wunsch "zu verstehen" einfach nicht loslassen, erschien er mir als die einzige Möglichkeit mich in Sicherheit vor diesen Menschen, von denen ich mich so irrsinnig bis zur Todesangst bedroht fühlte, auch wenn es gar keinen rationalen Grund dafür gab, zu bringen.

Die einzige Möglichkeit, mich davon wirklich - auch innerlich - zu distanzieren.

Anders schien meine Angst einfach nicht verschwinden zu wollen, warum auch immer?

Also habe ich das getan, was ich immer tue, wenn ich mit einem komplizierten Gefüge nicht zurechtkomme: Es runtergebrochen.

Wo ist der gemeinsame Nenner? Wie sieht die "Reduktion" aus?

****

 Ich habe mir einen Säugling vorgestellt, mich in seine "Welt" hineinzuversetzen versucht.

Was fühlt so ein Säugling eigentlich?

Er wird in einem anstrengenden, unverständlichen Prozess aus einem "paradiesischen" Zustand in einen "fremden" "bedrohlichen" Zustand katapultiert: In die Welt.

Sie ist kalt, laut, hell. Reizüberflutung pur.

In ihr gibt es "unangenehme" "bedrohliche" Gefühle.

Und der Säugling weiss: Auf mich allein gestellt, werde ich hier sterben!

Was also ist es, das verhindert, dass nicht jeder Säugling unter diesen Umständen AUTOMATISCH schwer traumarisiert wird?

Es ist sein Vertrauen in sich selbst.

Er hat ein tiefes Vertrauen in seine eigene Kompetenz, denn auch wenn er noch nicht viel kann, so kann er doch eines: Auf sich aufmerksam machen!

Und so vertraut er auf seine Fähigkeit, sich anderen mitteilen zu können. Sonst würde er es gar nicht erst versuchen. Das wäre UNLOGISCH.

Es ist also weniger, dass Vertrauen in den "verlässlichen anderen" das so tief erschüttert wird, an dieser Stelle. Es ist der Verlust des eigenen "Kompetenzgefühls" und daraus entsteht die Angst, nicht "lebenstauglich" zu sein. Eine Todesangst.

Selbst von den eigenen Eltern "narzisstisch missbraucht" und damit unzureichend kompetent für dieses Leben (er hat es ja schließlich nicht geschafft, seine Eltern zu einer adäquaten Reaktion/Verhaltensweise auf seine Bedürfnisse, Wünsche, Anliegen zu bewegen), bleibt ihm nichts, als seine eigenen Bedürfnisse aufzugeben/abzuspalten (sich von ihnen dissoziativ zu entfernen) und die seiner Eltern zu den seinen zu machen. Denn nur so ist ihm ihre Unterstützung sicher, kann er der "Todesangst" entgehen.

Und so wird er zu einem "Abziehbild", einer "Hülle" - ohne jede eigene Kompetenz mit dem Leben gut fertigzuwerden. Scheinbar.

Er entwickelt ein neues "Kompetenzverständnis": Tu, was der andere von Dir erwartet und Du wirst beschütz. Tust Du dies nicht, wirst Du "bekämpft".

Sein Leben besteht von nun an aus nur einer einzigen Überzeugung: Es kann nur EINEN geben.

Und wenn man selbst überleben will, dann ordnet man sich entweder komplett unter oder aber man hat die Macht. Und nach der wird er aus seiner Ohnmachtsposition heraus von nun an streben.

Und was könnte diese Macht mehr bedrohen, als ein "andersartiger" Andrer? Ein "ungehorsamer" Untertan? Eine "ihm unverständliche" Partnerin, die nicht zu 100% seiner Vorstellung entspricht?

Ein Narzisst kann einem anderen Menschen keine eigene Kompetenz ohne ihn - oder auf eine andere Art und Weise als er - mit dem Leben zurechtzukommen lassen, weil er dann Gefahr laufen würde ALLEINE dazustehen bzw. an seine eigene, verdrängte, Todesangst erinnert würde.

Im Grunde seines Herzens ist ein in seinem Narzissmus tief verletzer Mensch das abhängigste Wesen was man sich vorstellen kann, das vor seiner eigenen "Abhängigkeitserinnerung" (Todesangst) fliehen muss, um nicht erneut "gefühlt" zu sterben.

Und damit, mit diesem "simplen" "Verständnis" wird auch plötzlich klar, warum ein Narzisst nur so scheinbar "unlogisch" handeln kann, wie er es tut.

Die GEFAHR/ANGST ist einfach zu gross...

 ****


Und ich? Ich bin zwischen "den Welten" großgeworden.

Mit einer in ihrem Narzissmus verletzten Mutter und einem "normalen" Vater.

Plump gesagt: Ich habe nicht "abgespalten", ich habe "aufgespalten", um sicher zu überleben und gleichzeitig nicht "selbst" verloren zu gehen.

Und dann habe ich irgendwann das "aufgespaltene" immer mehr "abgespalten".

Ziemlich verwirrend... ;) ... aber irgendwie auch verständlich.



Between the bars....





Mit einem ganz herzlichen DANKESCHÖN an die Frau der Wahl für die wunderbare, zuverlässige  Begleitung!!!!! 

"Wir" gehen es zwar langsam an, und manchmal wohl auch ein wenig wirr und holperig, aber wir gehen es an ;)...

Dienstag, 24. August 2010

Ciao, altes Leben.

Das Schlimmste ist wirklich überstanden.

Es geht mir gut. So gut wie schon sehr sehr lange nicht mehr.

Und deshalb ist an dieser Stelle definitiv Schluß.



Freitag, 20. August 2010

Alles.

Wird.
Ist.
GUT!

Kaum zu glauben, dieses Gefühl.

Nach dem Horror der letzten zwei Wochen...

(Ich schwebe zwar noch nicht (dazu habe ich einfach zu viel Erfahrung), aber fast... Die Dinge können SOOOOO einfach sein. Man muss Sie nur lassen!)

Musik!



Samstag, 7. August 2010

Es

Gehört hier nicht hin.

Eigen.

Artig.

Aber.

Wahr.

Vielleicht dann doch, nun?

Montag, 2. August 2010

Und dann...

behalte ich meine Verwirrung für mich.
Ersteinmal.
Weil ich so bin.
So funktioniere.
Und weil ich nicht weiß..

Schnaps trinken ist ein Indikator.
Ein ziemlich sicherer sogar.
: Ich bin verwirrt...

Gedacht hätte das ersteinmal.
Niemand.
Und auch ich zweifele noch daran.
Aber, nun, aber...

Ich lasse Dich nicht los.
Nein.

Ich nehme mir nur einen Teil der Freiheit,
die Du in mir hast.

Das mag seltsam sein.
Oder auch völlig normal.
Wer vermag das schon zu beurteilen?

Weird!

Montag, 26. Juli 2010

Selig sind die Enttäuschten.




Einer dieser Momente,
in denen man sich fragt,
wer - oder was - das falsche Bild hat - oder ist.

Manchmal würde ich wirklich gerne reinschauen, in andere.
Um zu wissen. Zu verstehen.
Also mehr.
Und dann wieder, denke ich: Nein. Besser nicht.
Obwohl: Das stimmt nicht. Reinschauen möchte ich so oder so..
auch wenn mir das Gesehene vielleicht nicht gefiele.

Kopfschütteln.

Kopfschütteln ist immer die schlimmste aller Optionen.
Aus jedwelcher Richtung gesehen.
Ob nun von drinnen nach draußen.
Oder von draußen nach drinnen.
Ich scheine da tief geprägt.

Ich bin Kopfschüttelparanoikerin. Wie es scheint.
Dabei kann ich das eigentlich ganz gut.
Also den Kopf schütteln.
Von links nach recht.
Oben nach unten.
Unten nach oben.
Und sogar von hinten nach vorn.
Mosh. Mosh.
Krieg ich hin, kein Problem!
Ganz ohne Nackenstarre und Gerüstverlust.

Und doch...

Täuschungen.
In der Täuschung liegt der Tod begraben!
Niemals, aber auch niemals,
darf man...

Das kleine Kind.
Enttäuscht.
Sag, wo darf ich weinen, wenn nicht hier?

Das große lacht sarkastisch.
Heulsuse! Was willst Du eigentlich?

Ja, was?

Freitag, 16. Juli 2010

Und was meint jetzt das?

"Hühnchenhaut!"

(Das interessante bei dem Gedanken ist, dass er mir die Missverständlichkeit von allem 'mal wieder deutlich vor Augen führt!
Was also, dächten Sie, was es meinte, stünde hier gerade einfach nur: Hühnchenhaut! Hmm?)

Freitag, 9. Juli 2010

Statusreport

Ich klebe. Obwohl mir endlich nicht mehr heiß ist.
(Vorteil Fort Knox. Merken!)

Ich bin müde. Aber alles um mich herum ist Honig.
(Merke: Mutterbesuche in Stressphasen in Zukunft vermeiden.
Mit Bruder lau in der Nacht sitzen hingegen hellt einges auf.)

Ich bin ein glücklicher Mensch.
Trotzdem. Und einfach nur so.
(Ist bestimmt der Honig! Der macht alles so zäh und unwirklich.)

Kings of Convenience eignen sich noch immer perfekt als Hintergrundbeschallung.
(Lauter drehen! Einfach 'mal lauter drehen!)

Die Katze war seit Tagen nicht da. Aber vielleicht haben wir uns auch nur nie getroffen.

Leben kann alles sein. So insgesamt.
Mind the gap!

Montag, 21. Juni 2010

All the monsters...




Würde man also sagen, was zu sagen sein könnte, worauf liefen die eigenen Worte hinaus?
Spräche man von dieser Flutwelle, die einen in Gedanken immer dann erfasst, wenn man sich zu nah an den Strand gewagt hat?
Die einem den Kopf - fast nur, zum Glück - wegschwemmt, wie einen leeren sinnlosen Ballon. Tief drinnen im Körper.
Spräche man von dem Zittern, dass einen ereilt. Unter jedwelcher Vorstellung. Und von der Angst, die man plötzlich empfindet.
Grundlos. Und vor allem. Wieder und wieder.

Nein. All das, man behielte es erst einmal für sich.

Sand ist Sand. Sand bleibt Sand. Sand wird Sand sein.

Statt dessen ginge man durch die kleinen Befestigungen. Kiefer um Kiefer. Richtung Haff.
Mit einem stillen Lächeln auf den Lippen.

Ab und an würde man etwas entdecken, von den Rändern her.

Boden ist Boden. Boden bleibt Boden. Boden wird Boden sein.

Vielleicht würde man, dann, wenn der Bodden erreicht ist,
sich zur Seite wenden.
Nur um zu sagen:
Schön!

Man würde es meinen. Mehr als.

Und darauf warten, dass einem einer sein Wort gibt.

Aber es könnte auch anders sein.

Würde man nur endlich sagen, was zu sagen sein könnte.